Am: Do, 17. September 2026
Das zweite Kapitel in diesem Buch hat sehr viele prophetische Aspekte. Es spricht von Gottes Rettung des künftig wieder entstehenden Volkes Israel durch den Herrn Jesus, es zeigt aber zugleich, was Christus für uns ist und wie wir praktischerweise in Erziehung und Entscheidungen des Lebens die richtigen Prioritäten wählen.
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Das zweite Kapitel beschreibt uns nun die ersten 80 Jahre in dem Leben von Mose und
das in so wenigen Versen.
Wir können sagen, erstens finden wir Gottes souveränes Handeln.
Es ist seine Wahl, wen er wählt und mit Mose hat er den Mann ausgesucht, den er bestimmt
hatte, Führer des Volkes Israel zu werden.
Wir lernen zweitens, dass Gottes Vorsehung, wo er Mose hinstellt, nämlich in den Hof
des Pharao, kein Maßstab für das Handeln des Gläubigen sein kann und sein soll.
Mose hatte erkannt, dass der Platz, den Gott ihm zugewiesen hat, von Gott kam, aber dass
er nicht ein dauerhafter Platz sein würde in diesem Haus des Pharao, sondern dass er
sich entscheiden musste nach geistlich-moralischen Kriterien und nicht nach der Vorsehung, wo
Gott ihn hingestellt hatte.
Das ist auch ganz wichtig für unser Handeln und für unsere Entscheidungen, nicht die
Umgebung, nicht die Umstände sind maßgebend, sondern Gottes Wort und die Prinzipien, die
wir dort finden.
Drittens finden wir, dass die Geschichte hier zeigt, dass Gott sein Wort erfüllt.
In 1. Mose 15 hat er davon gesprochen, dass das Volk, die Nachkommen von Abraham in einem (00:01:02)
fremden Land, wir sehen hier, das war Ägypten, viele Jahre, 400 Jahre sein würden und dort
leiden mussten.
Aber jetzt war der Zeitpunkt gekommen, wo Gott sein Wort erfüllte, dass er dieses Volk
wieder aus diesem Land und aus dieser Bedrängnis herausführen würde.
Dieses Kapitel ist auch prophetisch von großer Bedeutung.
Wir sehen, dass Gott seinen Erlöser erweckt.
So hat er Christus, Psalm 2, erweckt, indem er ihn hier auf diese Erde gebracht hat, indem
er geboren wurde und das ist seine souveräne Gnade, die diesen Erlöser gebracht hat, Christus,
wie er im Neuen Testament uns, der Herr Jesus, gezeigt wird.
Wir sehen dabei, wie er ihn bewahrt hat, so wie Gott Mose bewahrt hat, obwohl das Edikt
des Todes über ihm stand, weil er ein Junge war und er in den Nil geworfen werden musste,
um zu sterben.
So finden wir im Neuen Testament, dass Herr Rhodes versuchte, den Herrn Jesus umzubringen,
aber Gott bewahrte ihn und Jesus kam bemerkenswerterweise nach Ägypten, um gewissermaßen die Geschichte
des Volkes Israel von vorne zu beginnen.
Wir finden dann, dass auch Christus, wie Mose, nicht die Welt gewählt hat. (00:02:04)
Er hätte hier als König regieren können, er hätte nur mit seinen Wundern alles tun
müssen, um die Römer sozusagen zu überwinden, aber das hat er nicht getan, sondern so, wie
Mose die Schmach des Christus für größeren Reichtum hielt, als eben das, was er in Ägypten
erreichen konnte.
So finden wir das bei dem Herrn Jesus in Vollkommenheit dargestellt.
Er wählte die Schmach dieses Verachteten, dieses kleinen Volkes selbst, obwohl dieses
Volk ihn abgelehnt und verworfen hat.
Wir sehen dann, so wie Mose verworfen wurde von seinen Brüdern, finden wir, dass der
Herr Jesus in viel höherem Maße von seinem Volk verworfen wurde.
Ja, er hat in Vollkommenheit gewirkt, aber er ist von seinem eigenen Volk, ist er an
das Kreuz gebracht worden.
Und dann ist er jetzt in den Himmel aufgefahren, ist er eben nicht mehr in dem Land sozusagen,
und dort hat er, so wie Mose in Midian Zipporah als Ehefrau geschenkt bekam, hat der Herr
Jesus als derjenige, der hier auf dieser Erde eben verworfen war und auch noch verworfen (00:03:04)
ist, sozusagen ein Fremdling ist, hat er die Versammlung geschenkt bekommen.
Und im Unterschied zu Josef, der mit dem Geschenk der Ehefrau Asnat Segen und Gutes verbindet,
sehen wir, dass der Name, den Mose seinem Sohn gibt, Gersom, deutlich macht, was das
für ein Empfinden für den Herrn Jesus ist, von seinem Volk verworfen zu sein.
Ja, ein Fremdling, ein Fremder hier in Blick auf sein Volk zu sein.
Aber wir finden, dass Gott ihn wieder einführen wird in den Erdkreis und das wird auch vorbereitet
dann am Ende von Kapitel 2 bzw. in Kapitel 3.
Auf der persönlichen Ebene haben wir hier eine ganze Anzahl von wichtigen Belehrungen,
die wir praktischerweise aus diesem Kapitel ziehen können.
Wir sehen, dass ein Mann des Stammes Levi eine Frau des Stammes Levi nahm.
Im Blick auf die Vorschriften, die für Leviten und gerade Priester gelten, wie wir sie im
dritten Buch Mose finden, ist das eine ganz wichtige Wahl und sie zeigt uns, wie wichtig
es ist, im Herrn zu heiraten, jemanden zu heiraten, der wirklich dieses priesterliche (00:04:07)
Herz hat und auch als Priester praktischerweise vor Gott und Menschen stehen und handeln möchte.
Wir sehen dann, dass es Rettung nur in Christus gibt.
Dieses Kästchen hier ist ja bemerkenswerterweise derselbe Ausdruck im Hebräischen wie die
Arche Noah.
Und die Arche ist ein Bild der Errettung, dieses Kästchen auch.
Die Arche zeigt uns, dass jeder dem Will kommen kann, dass die Rettung des Herrn Jesus für
jeden ausreicht.
Dieses Kästchen zeigt uns, dass die Rettung für jeden ganz persönlich ist, aber eben,
dass es Rettung nur in Christus gibt.
Die Beschreibung dieses Kästchens macht das deutlich, dass es von dem Herrn Jesus und zwar
in seinem Tod spricht.
Wir lernen auch, dass der Glaube ausstrahlt.
Der Glaube der Eltern Amram und Jokobet strahlte aus auf ihre Kinder, auf Mirjam, auf Aaron,
auf Mose.
So wie Mirjam hier handelt, ist sehr beeindruckend und zeigt wirklich tiefen Glauben.
Wir sehen hier in 2.
Mose 2, dass die Frau im Vordergrund steht, ihr Glaube.
Wir lernen in Apostelgeschichte 7, dass der Vater auch im Glauben gehandelt hat. (00:05:04)
Wir lernen in Hebräer 11, dass sie auch gemeinsam als Ehepaar in diesem Glauben gehandelt haben.
Hier finden wir den Glauben Moses und ein wichtiger Punkt ist noch, dass das Prinzip
des Handels Moses, auch da, wo er den Ägypter erschlägt, dass das zeigt, dass er ein Gläubiger
war, dass es gottgemäß war, dass er also in der rechten Haltung an sich gehandelt hat,
aber die Ausführung war fleischlich.
Und Gottes Wort beschreibt das nur, ohne es zu kommentieren und überlässt es unserem
geistlichen Verständnis und Empfinden, das richtig einzuordnen.
Weil er fleischlich gehandelt hat, muss er diese Zeit der Zucht erleben in diesen 40 Jahren
in Medien.
Das ist eben, was der Mensch auch fleischlich sät, muss er auch ernten.
Letzter Punkt, Vers 13 zeigt, dass es in Auseinandersetzungen manchmal einen Schuldigen gibt, nur einen.
Dass es also durchaus nicht immer so ist, dass beide Parteien schuldig sind.