Am: Di, 15. September 2026
Im ersten Kapitel lernen wir, dass aus den Familien, den Nachkommen Israels, ein Volk geworden ist. Aber es war ein unterdrücktes Volk! Und sie hatten einen furchtbaren und zugleich ängstlichen Herrscher über sich.
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Das erste Kapitel von 2.
Mose beginnt damit, dass die Namen der Söhne Israels, die nach Ägypten kamen, nach den
vier Frauen Jakobs aufgezählt werden.
Dann heißt es in Vers 5 und alle Seelen, die aus den Ländern Jakobs hervorgegangen
waren, waren 70 Seelen und Joseph war in Ägypten.
Die ersten 18 Kapitel des zweiten Buches Mose zeigen uns den Weg der Erlösung und die ersten
fünf Verse dieses Kapitels zeigen uns den Ausgangspunkt des Volkes, nämlich dass es
Söhne Israels waren, des Kämpfers Gottes.
Wir finden, dass sie nach Ägypten gekommen sind und dieser Weg nach Ägypten ist auf
der einen Seite der Ratschluss Gottes, denn Gott hat, wie es Joseph später sagt, Gutes
im Sinn, damit er täte, wie es an diesem Tag ist, um ein großes Volk am Leben zu erhalten.
Auf der anderen Seite wissen wir, dass es das Versagen der Brüder Josephs war, die überhaupt
dazu geführt haben.
So finden wir hier eigentlich gleich die Zusammenstellung sowohl des Ratschlusses Gottes auf der einen
Seite als auch der Verantwortung des Menschen, der der Mensch leider nie nachgekommen ist.
Interessant ist auch, dass der Ausgangspunkt ist Söhne Israels und der Schlusspunkt aus (00:01:03)
den Ländern Jakobs hervorgegangen.
Auch das sind wieder diese zwei Seiten, auf der einen Seite die Gnade Gottes diesem Volk
gegenüber in der Person ihres Führers Israel und auf der anderen Seite dieser Überlister
Jakob, dessen Charakter im Laufe der Zeit des Volkes Israel immer wieder deutlich wird.
Auf der einen Seite Gottes Gnade mit diesem Volk, auf der anderen Seite diese eigenen
Pläne, diese eigene List, diese eigene Verführung und auch das Versagen in Verantwortung.
Wir finden dann in den Versen 6 bis 7, dass aus diesen Familien ein Volk geworden ist
und Joseph starb und alle seine Brüder und jenes ganze Geschlecht und die Kinder Israel
waren fruchtbar und wimmelten und vermehrten sich und wurden sehr, sehr stark und das Land
wurde voll von ihnen.
Das heißt, Gott beschreibt uns hier, dass aus Familien ein großes Volk wurde.
Und dann heißt es in Vers 8, da stand ein neuer König über Ägypten auf, der Joseph
nicht kannte.
Nicht kennen bedeutet, dass er nichts mit ihm zu tun haben wollte.
Das heißt, es geht nicht darum, dass er nicht wusste, wer Joseph war, sondern dass es darum (00:02:03)
ging, dass er keine geistliche Beziehung zu diesem Joseph haben wollte.
Wir dürfen nicht denken, dass das jetzt hier Jahrhunderte später war, sondern das war ganz
kurze Zeit, nachdem Joseph gestorben war, denn insgesamt sagt uns ja 1.
Mose 15, dass das Volk in Ägypten 400 Jahre gedrängt, bedrängt war.
Das heißt, diese Verse 6 und 7 hier, das Großwerden des Volkes und das Nichtkennen
Josephs fassen in gewisser Hinsicht 400 Jahre zusammen, knapp 400 Jahre.
Denn die Unterdrückung muss sehr bald gekommen sein.
Und wie gesagt, das Nichtkennen heißt, dich ihn nicht kennen wollen.
Und da steht Joseph in der Tat für Christus, von dem er ein Vorausbild ist, so wie die
Welt, auch wie das Volk Israel ihn nicht kennen wollte, keine Beziehung zu ihm haben
wollte, ihn verwerfen wollte.
So finden wir das hier im Blick auf Joseph.
Dann finden wir in den Versen 9 bis 14, dass der Pharao mit seinem Volk spricht und deutlich
macht, dass er Angst hat vor diesem Volk, das immer größer wird.
Er sagt: "Siehe, das Volk der Kinder Israel ist zahlreicher und stärker als wir. (00:03:04)
Wohlan lasst uns ihm gegenüber klug handeln, dass es sich nicht vermehre und es nicht geschehe,
dass ein Krieg ausbricht, dass es sich auch zu unseren Feinden schlage und gegen uns kämpfe
und aus dem Land hinaufziehe".
Das heißt, wir finden hier, dass immer mehr Druck ausgeübt wird über Israel durch den Pharao.
Angst und Druck zugleich, das ist genau das Kennzeichen dieses Pharao.
Auf der einen Seite hat er Angst vor dem Volk, auf der anderen Seite will er es unterdrücken.
Genauso ist das mit dem Teufel im Blick auf das Volk Gottes.
Auf der einen Seite versucht er mit aller Macht Gewalt gegen die Gläubigen auszuüben,
auf der anderen Seite weiß er, dass sie einen Stärkeren in ihrer Mitte haben, den Herrn Jesus,
den Geist Gottes, dass er nichts ausrichten kann und dass er deshalb Angst vor dem Volk Gottes hat.
Was uns traurig stimmt, ist, dass es keine Rufen des Volkes Israel zu Gott gibt.
Ja, sie sind hier ein Vorbild auf das Volk Gottes in der Welt und die Welt unterdrückt das Volk Gottes.
Und die Frage ist, inwiefern wir ein Bewusstsein haben von diesem Hass der Welt (00:04:01)
und eine Beziehung zu Gott dann auch wirklich verwirklichen.
Auf der anderen Seite sehen wir hier, dass Ägypten ein Bild ist der Welt unter der Herrschaft des Teufels.
Und insofern ist in diesem Zeitpunkt dieses Volk ein Hinweis auch darauf,
dass es trotz einer guten Abstammung, auch wenn man zum Beispiel aus einer gläubigen Familie kommt,
man immer bedenken muss, man gehört zur Welt.
Das heißt nicht dadurch, dass ich in einer gläubigen Familie groß werde, bin ich ein Erlöster,
sondern ich muss erlöst werden durch den Herrn Jesus und ich bin als Kind gläubiger Eltern
genauso ein Ungläubiger wie jedes andere Kind, das geboren wird.
Ich muss mich bekehren.
Wir sehen hier auch, dass sie sich nicht selbst befreien konnten.
Aus der Macht Satans kann man nicht selber sich befreien.
Hebräer 2 macht ganz deutlich, dass der Teufel die Macht hat über den Menschen.
Und wir sehen auch, dass die Macht der Sünde so stark ist, dass ein Mensch sich daraus nicht selbst befreien kann.
Wir sehen hier, dass der Versuch des Pharaos das Volk zu unterdrücken vollkommen schief geht.
In Vers 12 heißt es: "aber so wie sie sie drückten, so vermehrte es sich und so breitete es sich aus
und es graute ihnen vor den Kindern Israel". (00:05:02)
Mit anderen Worten, die Weisheit der Welt schadet sich am Ende selbst.
Sie führt nur zu, menschlich gesprochen, einem Eigentor.
Nein, die Weisheit der Welt ist nicht in der Lage, die Gläubigen irgendwie zu beseitigen.
In den Versen 15 bis 22 finden wir dann, dass der König von Ägypten zum Kindermord ausruft.
Das tat später auch Athalja, die Königin, 2. Könige 11 und später Herodes, Matthäus 2.
Ja, von diesem falschen König ist der Pharao hier ein Vorausbild,
der wie Herodes sozusagen den Samen der Frau zerstören und vernichten will und doch es nicht schafft.
Wir finden hier die Hebammen in Vers 17.
Die zeigen, Apostelgeschichte 5 Vers 29, dass man Gott mehr gehorchen muss als Menschen.
Wir finden hier den Charakter Satans in Vers 21, der wirklich mit aller Macht versucht, die Kinder umzubringen.
Er ist der Menschenmörder von Anfang, Johannes 8 Vers 44.
Wir sollten uns keiner Illusion dahingeben.