2. Mose (Einleitung)


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(00:00:00) Wenn wir dann zu dem 2. Buch Mose kommen, dann sehen wir, dass dieses 2. Buch Mose mit einem UND beginnt. Das macht deutlich, dass wir das 1. Buch Mose brauchen, um das 2. Buch Mose zu verstehen. So beginnt übrigens auch 3. Mose und auch 4. Mose, während in 5. Mose dann ein Rückblick gegeben wird, während in 1. Mose eben die Offenbarung Gottes begann. Wir werden also das 2. Buch Mose nur verstehen, wenn wir vor Augen haben, was Gott uns in dem 1. Buch Mose vorgestellt hat. Dieses 2. Buch Mose beginnt über 300 Jahre nach dem Ende des 2. Buches Mose. Und wir finden, dass Mose wirklich der Autor war. Woher wissen wir das? Erstens wird uns in Kapitel 24 gesagt in Vers 4, und Mose schrieb alle Worte des Herrn nieder. Das heißt, er ist derjenige, der angefangen hat, die Dinge aufzuschreiben. Und in Markus 12 heißt es in Vers 26, was aber die Toten betrifft, das sagt der Herr Jesus, dass sie auferstehen, habt ihr nicht in dem Buch Moses gelesen, in dem Dornbusch, wie Gott zu ihm redete und sprach, ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaks und der Gott Jakobs. Und Moses bestätigt also ausdrücklich, dass Mose der Autor dieses Buches ist. (00:01:02) Das 1. Buch Mose ist das Buch der Anfänge. Das heißt, wir finden nahezu von jedem wichtigen Thema, das wir im Neuen Testament entwickelt finden, sozusagen den Keim in diesem 1. Buch Mose. Aber ein Thema, was wir bis auf eine Ausnahme, die allerdings einen anderen Aspekt uns vorstellt, was wir in dem 1. Buch Mose nicht finden, ist die Erlösung. Und das ist das große Thema des 2. Buches Mose, dass uns die Erlösung zeigt, wie Gott sein Volk aus Ägypten erlöst hat und wie das ein Bild von der ewigen Erlösung ist, die wir in dem Herrn Jesus haben, dieser wunderbaren Errettung, wie sie uns im Neuen Testament, ganz besonders in dem Römerbrief vorgestellt wird. Während das 1. Buch Mose uns einzelne Personen und Familien zeigt, finden wir dann in dem 2. Buch Mose das Volk. Und das ist also das große Thema auch dieses 2. Buches Mose. Gott zeigt uns, dass er ein Volk hat. Dieses Volk muss allerdings zunächst einmal aus Ägypten erlöst werden. Aus Ägypten, wo es nach 1. Mose 15 400 Jahre gewohnt hat und auch unterdrückt worden ist. (00:02:02) Das heißt, sie hatten nur eine ganz kurze Zeit, wo sie in Frieden dort gelebt haben. 1. Mose 15 Vers 13 zeigt, 400 Jahre wurden sie dort unterdrückt. Uns wird in diesem Buch mitgeteilt, was tatsächlich geschehen ist. Es ist ein Tatsachenbericht. Und daran müssen wir immer festhalten, das, was Gott uns mitteilt über Geschichte, das ist auch genau so gewesen. Dennoch sagt uns 1. Korinther 10 Vers 11, dass diese Dinge des Alten Testamentes uns als Vorbilder aufgeschrieben worden sind und deshalb einen vorbildlichen Charakter haben. Ägypten spricht von der Welt, die unter der Herrschaft des Teufels steht, wie Ägypten unter der Herrschaft des Pharaos stand. Und diejenigen, die zu Gott gehören, sein Volk, sie sind aus Ägypten herausgerettet, aus dieser Gefangenschaft, in der wir in dieser Welt in den Händen des Teufels gewesen sind. Gott benutzt dazu zwei Mittel, das ist das Passa, das Lamm, das anstelle des Erstgeborenen gestorben ist, so wie der Herr Jesus an der Stelle derer gestorben ist, die ihn als Retter annehmen. Aber dann ist noch der Durchzug durch das Rote Meer nötig, denn die wahre Befreiung (00:03:05) im Blick auf unser Glaubensleben hier auf der Erde macht es nötig, nicht nur, dass der Herr Jesus an unserer Stelle gestorben ist, das Passa, sondern, dass wir mit Christus gestorben sind. Römer 6 Vers 8. Das heißt, so wie Mose durch das Rote Meer hindurch ging, als Vorbild auf Christus, und das Volk Israel hinterher, so auch wir sind mit Christus gestorben. Der Durchzug durch das Rote Meer spricht von diesem Tod und wir sind mit Christus gestorben. Das heißt, hier auf dieser Erde geistlicherweise gibt es uns nicht mehr. Wir sind in Christus jetzt und wir sind mit Christus gestorben und deshalb hat der Teufel auch keine Gewalt mehr über uns, weil er nur Gewalt hat über diejenigen, die leben, aber nicht, die gestorben sind. Und dann wird für die Gläubigen der Charakter der Welt nicht mehr der Herrschaftsbereich des Teufels, sondern die Wüste. Die Wüste, die uns zeigt, dass es in dieser Welt keine Nahrung und keine Quelle der Freude, keine Kraft gibt, sondern allein in Christus. Wir finden dann interessanterweise auch, dass das Volk, bevor es das Gesetz bekam, Schritte (00:04:01) der Gnade erleben durfte. Das finden wir in 2. Mose 15 bis 19. Dann wird ihnen das Gesetz gegeben, ein wunderbarer Hinweis auf das Wort Gottes. Sie standen unter Gesetz, das war für sie eine Sklaverei, wir werden das sehen, aber für uns ist das Wort Gottes die Quelle der Gedanken Gottes, die uns Anleitungen geben, um unser Glaubensleben zu seiner Ehre zu führen. Und dann finden wir das Zelt der Zusammenkunft, das ist für uns ein Hinweis auf die wunderbare Gemeinschaft, die wir mit Gott und dem Herrn Jesus pflegen dürfen. Wenn man sich die Belehrungen anschaut des 2. Moses, dann sind sie zunächst historisch, dass sie uns zeigen, was passiert ist. Zweitens moralisch-geistlich, indem sie uns zeigen, was Gottes Prinzipien sind von Heiligkeit und Liebe. Dann finden wir lehrmäßige Belehrungen durch die Vorbilder. Wir finden messianische Hinweise im Blick auf Christus, der in vielen Vorbildern dort gesehen wird. Wir finden eine prophetische Unterweisung, weil wir sehen, was Gott auch in der Zukunft für sein irdisches Volk tun wird, er wird sie wieder erlösen aus dieser Welt. Und wir haben auch dispensationale Belehrungen, das heißt über Epochen, was der Unterschied (00:05:03) ist zwischen Israel und uns. Eine grobe Gliederung, die ersten 18 Kapitel zeigen uns den Charakter und den Weg der Erlösung. Die Kapitel 19 bis 40 zeigen uns das Ziel der Erlösung. Der Charakter und der Weg der Erlösung zeigt uns zum Beispiel die Notwendigkeit der Erlösung, er zeigt uns den Erlöser, Gottes Instrument dafür. Es zeigt uns das Gericht über diejenigen, die nicht erlöst werden. Es zeigt uns das stellvertretende Erlösungswerk. Es zeigt uns die Erlösung aus dem Machtbereich des Feindes und es zeigt uns das Lied der Erlösung. Auch die Regierung Gottes in Gnaden, die wir hier auf dieser Erde haben. Das Ziel der Erlösung ist, dass Israel Gottes Eigentum werden sollte, dass er ihnen das Wort Gottes gibt, dass er ihnen seinen Ratschluss offenbart und dass er für sie einen Wohnplatz baut, wo sie Gemeinschaft mit ihm pflegen können. Ein wunderbares Buch, das es sich lohnt, wirklich mit Interesse zu lesen.
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