Am: Do, 9. Juli 2026
Das Schlusskapitel spricht von zwei Begräbnissen - dem von Israel (Jakob) und dem von Joseph. Eigentlich traurig! Dabei sind genau diese Ereignisse der Beweis des Glaubens dieser beiden Männer.
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(00:00:00)
Das letzte Kapitel von Erstemose zeigt uns noch einmal zwei ganz herausragende Szenen.
Auf der einen Seite wird der gestorbene Jakob zurückgebracht in das Land seiner Verheißung,
der Verheißungen Gottes und dort begraben.
Und zum Schluss finden wir Josef, der ebenfalls stirbt und Anordnungen trifft, dass er nicht
in Ägypten, in dem Land seiner Herrlichkeit, sondern in Kanaan, in dem Land der Verheißungen,
begraben werden möchte.
Das erste Buch Mose beginnt mit der wunderbaren Schöpfung Gottes, damit, dass er ein Ehepaar,
Mann und Frau, geschaffen hat und sie in die schönsten, bestmöglichsten Umstände in
den Garten Eden setzt.
Und dieses Buch endet mit zwei Toten, mit großer Trauer, mit der Beerdigung und damit
erkennen wir, dass was Gott geschaffen hat, kann der Mensch zwar nicht zerstören, aber
die Folgen der Sünden sind unübersehbar und hier auch werden sie ausdrücklich betont.
Die Beerdigungen allerdings zeigen uns zugleich einen wunderbaren Glauben, wie wir das in
Kapitel 46 bei Jakob hören, dass Gott ihm sagt in Vers 4, ich will mit dir nach Ägypten (00:01:05)
hinabziehen und ich will dich auch gewiss heraufführen und Josef soll seine Hand auf
deine Augen legen.
Da macht das deutlich, dass Gott ihm verheißen hat, er würde zurückkommen und das nimmt
er im Glauben an und er ist derjenige, der deshalb auch befohlen hat und jetzt auch die
Frucht davon ernten darf, dass er eben im Land der Verheißung begraben wird.
Das gleiche gilt für Josef.
Es ist gerade der Punkt, erstaunlicherweise, den der Schreiber des Hebräerbriefes im Blick
auf den Glauben Josefs hervorhebt.
Es heißt in Hebräer 11,22, durch Glauben dachte Josef sterbend an den Auszug der Söhne
Israels und gab Befehl wegen seiner Gebeine.
Er glaubte, wie Jakob, dem Wort Gottes und Josef, er glaubte nicht nur, sondern er erfasste
dieses Wort und es prägte sein Leben auch in der Herrlichkeit Ägyptens.
Das heißt, die Herrlichkeit, die er erleben durfte in Ägypten, die Gott ihm gewährte,
nahm ihm überhaupt nicht irgendetwas von diesem Bewusstsein, dass er auf dieser Erde (00:02:04)
ein Fremdling oder ein Wanderer war, dass nicht die Herrlichkeit Ägyptens sein Herz
erfüllte, sondern das Bewusstsein zu dem Volk Gottes zu gehören und dass Gott sich
diesem Volk in Gnade wieder zuwenden würde.
Und das spricht prophetisch vorbildlich von der Herrlichkeit des Herrn Jesus.
Er ist jetzt im Himmel, aber trotz der Herrlichkeit, die Gott ihm gegeben hat, über alles erhoben
zu sein, wird damit überhaupt nicht seine Liebe zu seinem irdischen Volk Israel aufgehoben
und er wird sich diesem Volk auch wieder zuwenden.
Wir sehen also hier, dass sowohl Jakob als auch Josef an die Wiederherstellung Israels
glaubten und auch an die Auferstehung.
Und das darf und das soll ein Vorbild auch für uns sein.
Wir wissen, dass die Christenheit nicht wiederhergestellt wird, aber wir wissen, wo unsere eigentliche
Heimat ist.
Die ist im Himmel und darauf leben wir zu.
Das ist das, was in unseren Herzen ist und das ist das, was unser Herzen erfüllt.
Und zweitens glauben wir an die Auferstehung.
Wir brauchen nicht irgendwo ganz besonders begraben zu werden, aber wir glauben an die
Auferstehung und wir warten auf die Auferstehung. (00:03:01)
Wir warten auf den Herrn Jesus, der wiederkommen wird, um uns in den Himmel zu entrücken.
Ist das unsere tägliche Erwartung?
Wir sehen dann in dem 50.
Kapitel auch noch einmal eine letzte Prüfung Josefs.
Nachdem Jakob begraben worden war, kommen die Brüder und hatten Angst, dass Josef sich
doch nicht so gütig ihnen gegenüber verhalten würde, wenn jetzt der Vater nicht mehr wäre.
Sie hatten Sorge, dass er sie anfeinden und ihnen all das Böse vergelten würde, was
sie ihm angetan hatten.
Vers 15.
Und deshalb kommen sie mit einer Lüge und kommen mit der Unwahrheit, dass Jakob ihnen
gesagt hätte, dass Josef ihnen doch die Übertretung der Sünde vergeben sollte.
Nun, das ist schon beeindruckend, weil wir hier tatsächlich das erste Mal davon lesen,
dass sie konkret ihre Sünden auch benennen, was sie vorher nicht getan hatten in dem
Wiederherstellungsprozess.
Das ist auf der einen Seite schön, auf der anderen Seite der Zweifel an der Güte und
an der Liebe Josefs macht doch traurig.
Wir sehen, wie Josef diese Prüfung besteht.
Josef weinte, als sie zu ihm redeten und auch seine Brüder kamen und fielen vor ihm nieder (00:04:03)
und Josef spricht dann zu ihnen, fürchtet euch nicht, denn bin ich an Gottes statt?
Ihr zwar hattet Böses gegen mich im Sinn, Gott aber hatte im Sinn, es gut zu machen.
Das ist genau das, was wir im Neuen Testament immer wieder finden, dass im Blick auf den
Herrn Jesus in der Apostelgeschichte gesagt wird, auf der einen Seite war es die Verantwortung
der Juden und auch der Nationen, dass sie ihn umgebracht haben, aber auf der anderen
Seite hat Gott das zum Anlass genommen, dieses wunderbare Werk der Erlösung nach seinem
ewigen Ratschluss vollbringen zu lassen.
Und so sehen wir hier auch bei Josef, er blieb, was er war.
Ja, er gibt ihnen Güte und redet gut zu ihrem Herzen.
Wie traurig ist das für den Herrn Jesus, dass Gläubige doch oft in Zweifel kommen.
1. Johannes 4 Vers 18
Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus, denn
die Furcht hat Pein.
Wer sich aber fürchtet, ist nicht vollendet in der Liebe.
Wie viele Christen haben Zweifel an der Erhaltsgewissheit und das ist doch irgendwie traurig.
Aber der Herr Jesus spricht ihnen gut zu.
Er zeigt ihnen durch sein Wort, dass sein Erlösungswerk ausreicht, dass niemand, der (00:05:02)
an ihn geglaubt hat, der ihn als Retter angenommen hat, je wieder verloren gehen kann.
Dann müsste Christus wieder in das Gericht Gottes gehen.
Unsere Sicherheit liegt in ihm.
Und wie traurig, wenn wir diese Zweifel an ihm äußern, wenn wir in das Wort nicht glauben,
was er gesagt hat.
Der Herr Jesus sagt einmal, ich glaube zu Philippus, so lange Zeit bin ich bei euch und du hast
mich nicht erkannt und wir haben das Werk Christi nicht erkannt.
Ja, dann sehen wir hier, dass begraben wird und das ist auch ein Vorbild für uns, dass
wir uns heute begraben lassen und nicht eine andere Form wählen.
Wir sehen auch in Vers 4 die wunderbare Zeugniskraft und den Mut von Josef, seinen Vater nicht
in Ägypten begraben zu lassen, sondern in dessen Heimatland, also in Kanaan, da, wo
dieses Begräbnis sein sollte.
Josef wusste nicht, wie der Pharoah reagieren würde, aber er hatte den Mut, so zu ihm zu
sprechen.
Und dann sehen wir am Ende des Kapitels, Vers 23, den Segen, den Gott für Josef vorgesehen
hatte, dass er sogar seine Enkelkinder sehen durfte.