FAQ

Diese Seite soll nicht dazu dienen, die Bedienung der Webseite zu erläutern, sondern Antworten zu geben auf grundsätzliche Fragen des christlichen Glaubens und Lebens.1 Dabei ist es nicht die Absicht, die Glaubensgrundsätze in ihrer Tiefe zu durchleuchten, sondern vor allem aufzuzeigen, welche Glaubensgrundlage wir von www.bibelpraxis.de haben.

Auf bibelpraxis.de werden viele aktuelle Themen und Probleme behandelt, die im Leben eines Christen entstehen können. Doch liegt die tiefere Ursache dieser Probleme nicht häufig in den verloren gegangenen Grundsätzen des christlichen Glaubens und darin, dass uns diese Glaubenswahrheiten nicht mehr wertvoll genug sind?

Wir wünschen, mit dieser FAQ-Seite diese kostbaren Glaubensgrundsätze im Herzen des Lesers wieder neu aufzufrischen und damit die Herzen in dem gemeinsamen Glauben zu befestigen.

"Geliebte, indem ich allen Fleiß anwandte, euch über unser gemeinsames Heil zu schreiben, war ich genötigt, euch zu schreiben und zu ermahnen, für den einmal den Heiligen überlieferten Glauben zu kämpfen." (Judas 1,3)

 

Ist die Bibel Gottes Wort?

Es gibt keine wichtigere und grundlegendere Frage als diese. Wäre diese Frage mit Nein zu beantworten, so hätte die Bibel keine Autorität über uns. Wir hätten dann eine Zusammenstellung interessanter Gedanken und Begebenheiten, doch wir hätten nichts, worauf der Glaube gegründet wäre.

"Ist die Bibel nicht von Gott inspiriert, d.h. von Ihm Wort für Wort eingegeben, so haben wir nichts, was "die Wahrheit genannt werden könnte."

Doch was ist Inspiration? Damit meinen wir die völlige Kontrolle, die Gott über die Schreiber der einzelnen Bücher der Bibel ausübte, sodass das, was sie niederschrieben, nach Gedanken und Worten genau das wiedergibt, was Gott sagen wollte, ohne jedoch die menschliche Autorschaft beiseite zu setzen. So erkennt man bei den einzelnen Bibelbüchern durchaus den Charakter und den eigenen Stil der Schreiber wieder. In seinem Buch "Fundamente des christlichen Glaubens" fasst der Bruder Christian Briem dies wie folgt zusammen: "Die Heilige Schrift ist autoritativ, denn es ist die Stimme Gottes; sie ist verständlich, denn es ist die Sprache der Menschen."

 

Jesus Christus - Gott und Mensch

"Was dünkt Euch von dem Christus? Wessen Sohn ist er?" (Mt 22,42)

"Der Herr Jesus Christus ist wahrer Gott, der in alles Denken und Verstehen übersteigender Gnade wahrer Mensch wurde zur Offenbarung der Herrlichkeit Gottes und zu unserer Erlösung."

 

Das Sühnungswerk Christi

Die Wahrheit über das Sühnungswerk des Herrn Jesus, das er auf dem Kreuz von Golgatha vollbracht hat, erhält ihre Wichtigkeit nicht nur dadurch, dass uns in diesem Werk offenbart wurde, dass Gott Liebe ist, sondern auch durch die Notwendigkeit für uns Menschen.

Die unumstößliche Tatsache lautet: Alle Menschen sind ausnahmslos Sünder! (Rö. 2,22.23) "Der Lohn der Sünde ist der Tod" (Rö. 6,23), dass ist das gerechte Urteil Gottes, unter dem jeder Mensch steht. Das verdeutlicht, warum das Sühnungswerk Christi so unendlich wichtig ist für jeden Menschen. Ohne Ihn würden wir nie zu Gott kommen!

Durch das Werk des Herrn Jesus auf Golgatha hat er unsere Sünden gesühnt, ist dort unser Stellvertreter geworden und hat uns dadurch mit Gott versöhnt.

Durch die Sühnung hat er den Zorn Gottes über das Böse beschwichtigt, sodass wir nun mit Freimütigkeit vor Gott treten können.

Er ist unser Stellvertreter geworden, indem er für uns das Gericht Gottes über die Sünde und über jede einzelne unserer Sünden ertrug.

Dadurch hat er uns nun mit Gott versöhnt, d.h. er hat uns mit Gott "in Übereinstimmung gebracht" und das durch die Sünde gestörte Verhältnis wiederhergestellt. Der Mensch hat sich gegen Gott empört und sich von ihm entfernt, sodass es klar ist, dass nicht Gott mit uns versöhnt werden musste, sondern wir Menschen mit Gott.

 

Die Auferstehung

Die Frage, ob es die Auferstehung gibt, ist eine essentielle Frage. Denn gäbe es diese nicht, so gäbe es kein Leben danach, und demnach auch kein Christentum. Denn die Auferstehung ist eine zentrale Hoffnung des Christen.

Der Apostel Paulus schreibt im Brief an die Korinther, bei denen einige der Auferstehung aufgrund der falschen Lehre der Sadduzäer skeptisch gegenüberstanden: "Denn wenn Tote nicht auferweckt werden, so ist auch Christus nicht auferweckt. Wenn aber Christus nicht auferweckt ist, so ist euer Glaube eitel; ihr seid noch in euren Sünden. Also sind auch die, welche in Christo entschlafen sind, verloren gegangen.Wenn wir allein in diesem Leben auf Christum Hoffnung haben, so sind wir die elendesten von allen Menschen." (1.Kor 15, 16-19)

Die Wahrheit der Auferstehung ist eine der drei zentralen Punkte des christlichen Glaubens. In der Ausführung des Aposel Paulus in 1.Kor 15 über die Auferstehung finden wir diese drei Wahrheiten:

"Denn ich habe euch zuerst überliefert, was ich auch empfangen habe: daß Christus für unsere Sünden gestorben ist, nach den Schriften; und daß er begraben wurde, und daß er auferweckt worden ist am dritten Tage, nach den Schriften" (1.Kor 15,3.4)

Zitat aus "Fundamente des christlichen Glaubens"

1. "dass Christus gestorben ist für unsere Sünden".

a) Christus ist gestorben (eig. "starb") - Sein Tod ist eine geschichtliche Tatsache;

b) für unsere Sünden - es war ein Sühnungstod, Er starb nicht als Märtyrer;

c) nach den Schriften - im ganzen Alten Testament finden wir in Vorbild und Prophezeiung den Opfertod Christi vorgestellt, vgl. nur Jes. 53,5-8.

2. "und dass er begraben wurde".

Auch Sein Begrabenwerden ist Teil des Evangeliums, der sicherste Beweis des eingetretenen Todes. Mit Ihm waren zugleich alle Hoffnungen der gläubigen Juden begraben worden (Luk. 24,21) Wenn auch hier der Hinweis "nach den Schriften" fehlt, so doch nicht das Zeugnis der Schriften als solches (vgl. Jes. 53,9)

3. "und dass er auferweckt worden ist am dritten Tag".

Die Krönung von allem ist Seine Auferstehung am dritten Tag - nicht nach seinen eigenen Worten (Mt 27,63), die bekannt genug waren, sondern "nach den Schriften" (vgl. Jona 2,1; Hos 6,2; Ps. 16,10; 1.Mo 22,4; Hebr. 11,17-19; Jes. 53,10)

 

1 Viele Gedanken und alle Zitate sind dem Buch "Fundamente des christlichen Glaubens" von Christian Briem entnommen. Jedem interessierten Leser legen wir die Lektüre dieses Buches ans Herz. Es erläutert die hier behandelten Fragen in ausführlicher und verständlicher Weise.