22.07.2005 Ehe & Familie

Anregungen für Verlobte (44) – Sexualität in der Ehe II

Was die Bibel sagt

„Im Übrigen, Brüder, alles, was wahr, alles, was würdig, alles, was gerecht, alles, was rein, alles, was lieblich ist, alles, was wohl lautet, wenn es irgendeine Tugend und wenn es irgendein Lob gibt, dies erwägt“ (Philipper, Kapitel 4, Vers 8).

„Als Maria ... mit Joseph verlobt war, fand es sich, ... dass sie schwanger war ... Da ber Joseph ... gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte ...“ (Matthäusevangelium, Kapitel 1, Verse 18 und 19).

Intimverkehr gehört in die Ehe! - sind wir für junge Leute Ansprechpartner?

Der Intimverkehr gehört also in die Ehe. Auch die Verlobungszeit soll rein durchlebt werden! Das ersehen wir auch aus der Reaktion von Joseph. Als er feststellte, dass Maria, seine Verlobte, schwanger war, wollte er sie sofort heimlich verlassen. Hier war - aus seiner Sicht - etwas nicht in Ordnung. Und das Alte Testament macht ebenfalls deutlich, dass Gott wollte, dass man bis zur Ehe mit dem intimen Zusammensein warten sollte.

Aber Verlobte können feststellen, dass sie mit der Kraft der Sexualität Probleme haben. Und wie reagieren wir als Eltern, wenn uns Kinder mitteilen: „Wir halten es nicht mehr aus!“? Holen wir dann den Vorschlaghammer heraus - geistlicherweise - oder reagieren wir mit Verständnis, um unseren Kindern eine Hilfe sein zu können?

Petting ist kein Ausweg!

Kein Ausweg ist, die sexuelle Kraft durch Petting abzubauen. Jeder, der einmal verlobt war, weiß, wie groß der Reiz dazu ist. Und wie leicht man ihm erliegen kann. Aber eine Lösung ist das nicht!

Natürlich kommt dieses Wort nicht in der Bibel vor - Petting. Aber das Thema schon. Hesekiel schreibt über die geistliche „Hurerei“ des Volkes Israel und des Südreiches Juda: „Und sie hurten in Ägypten, in ihrer Jugend hurten sei; dort wurden ihre Brüste gedrückt, und dort betastete man ihren jungfräulichen Busen“ (Hesekiel, Kapitel 23, Vers 3; auch Verse 8 und 21).

Die Grenzen für Verlobten sind klar gesteckt

Diese Verse machen sehr schnell klar, wo die Grenzen im „jungfräulichen“ Bereich liegen - also in der Verlobungszeit. Was die sexuelle Seite betrifft, ist also schon dieses „Drücken“ oder „Betasten“ außerhalb der von Gott gegebenen Grenze. Wer das jetzt oder in der Vergangenheit liberaler gehandhabt hat, hat noch immer Zeit, dies dem Herrn zu bekennen. Denn wir alle straucheln oft - zu oft, gerade, was diesen Bereich betrifft!

Wie immer, gilt: „Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist Gott treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit“ (1. Johannesbrief, Kapitel 1, Vers 9).

Hilfe suchen: in der Bibel - bei Geschwistern

Und jungen Leuten empfehlen wir: Lest zusammen die Bibel und erinnert Euch immer wieder daran, dass Ihr die Verlobungszeit rein durchleben sollt. Das ist in der heutigen Zeit alles andere als leicht. Aber der Herr Jesus möchte und wird Euch dabei helfen! Betet auch über die Probleme, die Ihr in der Verlobungszeit habt - auch im sexuellen Bereich. Wer - wenn der Herr - kann Euch helfen?

Und nutzt die Angebote von Geschwistern, denen Ihr vertraut, um Euch auszusprechen und auch praktische Hilfestellungen „abzuholen“. Denn die Probleme, die Ihr erlebt, haben wir alle kennengelernt!