12.08.2005 Persönlicher Glaube

Reise nach Genezareth von Don Francisco

Voyage To Gennesaret – by Don Francisco

[Die Übersetzung ins Deutsche befindet sich am Ende des Artikels.]

Eleven men besides myself in a boat both small and light
Pushed off for Gennesaret in the first watch of the night
A storm blew up at midnight coming hard down on the prow
We started losing headway shipping water stem and bow
When someone shouted loud, „Hey, look to starboard on the sea!“
The men screamed out in terror at the form we all could see
A man was walking on the water, and we trembled, cried and prayed
Till He stopped and turned and spoke to us, „It is I, don’t be afraid.“

Wir kennen diese Geschichte aus Matthäus 14. Keiner von uns kann mitreden. Und doch kennen wir alle diese Erfahrung. Wir kommen in Stürme in unserem persönlichen Leben. „Das Schiff aber war scho nmitten auf dem See und litt Not von den Wellen, denn der Wind war ihnen entgegen“ (Vers 24). Welch eine harte Arbeit hatten die 12 Jünger zu vollbringen. Auch uns können manchmal die Winde entgegenstehen. Und dann: Trauen wir Ihm zu, zur rechten Zeit zu unserer Hilfe zu eilen?

Oder geht es uns wie den Jüngern, dass sie auf einmal den Herrn sahen und Ihn für ein Gespenst halten? „Als aber die Jünger ihn auf dem See wandeln sahen, wurden sie bestürzt und sprachen: Es is ein Gespenst! Und sie schrieen vor Furcht“ (Vers 26). Da kommt der Meister, um ihnen zu helfen, und sie halten Ihn für ein Gespenst. Da kommt die Hilfe in der Not für uns – und wir glauben immer noch, es selbst durchziehen zu müssen, zu wollen. Auf unseren Herrn verschwenden wir keinen Gedanken. Welch ein Trugschluss!

Aber welch ein herrliches Wort: „Seid guten Mutes, ich bin es; fürchtet euch nicht!“ (Vers 27).

Petrus und sein Gehen auf dem See

I shouted out to Jesus, „If it’s You, then call to me,
And tell me how to come to You and walk across the sea.“
Without a second’s thought He looked at me and answered, „Come!“
My insides turned to water and my mind went blank and numb.
I climbed across the gunwhale looking straight into His eyes
But long before I reached His side, the wind began to rise
I forgot Him in an instant and I sank just like a stone
I cried out, „Jesus save me!“ and His hand was on my own.

Wie so oft ist es Petrus – der Ich-Erzähler des Liedes – der sich an den Herrn Jesus wendet. Und wie so oft mit einer besonderen Frage. Er möchte vom Herrn gerufen werden. Er möchte auf dem Wasser zu Christus laufen. Der Herr tut ihm diesen Gefallen: „Komm!“ War es „geistlich“ von Petrus, dieser Wunsch? Ich glaube, nein. Er war fasziniert von der Macht seines Meisters und wollte diese ebenfalls verwirklichen. Und doch sagt der Herr zu ihm: Komm. So tut er es manchmal auch bei uns, wenn wir vorschnell reagieren: Komm! Und dann hängt es auf einmal von uns ab – denn an Ihm liegt es nie, wenn wir untergehen.

Welch ein Gefühl muss es gewesen sein, die Naturgesetze außer Kraft gesetzt zu haben. Petrus ging wirklich auf dem Seewasser. War das ein Risiko? Ja. Aber wenn wir keinen Glaubensmut haben, werden wir auch keine Glaubenserfahrungen machen! Petrus machte sie!

Ist es leichter, bei ruhiger See oder bei windiger See auf Wasser zu laufen? Beides ist gleich unmöglich. Es kommt darauf an, dass man die Blicke auf den Herrn und Meister gerichtet hat. Petrus ließ sich von dem Wind ablenken – wie wir auch so oft. Und er sank, versank ...

Nein, niemals! Der Herr Jesus lässt keinen von uns untergehen. Niemals! „His hand was on my own“ – seine Hand war auf der meinen. Welch eine Zuversicht gibt uns das, dass seine Hand nie zu kurz ist, sondern immer zu unserem Schutz tätig ist und sein wird!

Kleingläubiger

„Oh man of little faith,“ He said, „what made you doubt My word.
Have you been this long with Me without knowing what you’ve heard?“
We climbed into the boat and all at once the wind was gone
The sea turned calm and gentle and the day began to dawn.
We knelt amazed and worshipped Him for the power He displayed
For all that we had seen had left us wondering and dismayed
It was not till after Pentecost I began to understand
That even when I doubted Him He did not let go my hand.

Der Herr Jesus muss Petrus tadeln: Kleingläubiger! War er das? Hatte er nicht allen Mut bewiesen, zum Herrn zu kommen? Doch, das hatte er. Aber er hatte nicht den Worten des Herrn vertraut. Wie wir! Wie viele Zusicherungen gibt uns der Herr immer wieder. Und dennoch schauen wir auf den Wind, auf die Umstände, auf die rationalen Unmöglichkeiten. Hier dürfen wir von Petrus lernen!

Erst nach Pfingsten, als der Heilige Geist auf die Erde kam und in den Gläubigen und in der Versammlung begann zu wohnen, verstand Petrus wirklich, was hier geschehen ist.

Er lässt unsere Hand nicht los

Welch ein beeindruckendes Schlusswort des Liedes: Even when I doubted Him He did not let go my hand. Der Herr lässt uns nicht los, auch wenn wir zweifeln. Ein Mensch lässt uns zappeln und untergehen. Nicht so Christus. Selbst, wenn wir Kleingläubige sind: Er lässt unsere Hand nicht. Welch einen Herrn haben wir!!!

Übersetzung: Reise nach Genezareth

11 Männer außer mir waren in einem kleinen und leichten Boot
und wir stießen ab in der ersten Nachtwache, um nach Genezareth zu fahren
Ein Sturm kam um Mitternacht auf, der hart vor unseren Bug stieß
Wir kamen immer weniger voran und mussten Wasser vorne und hinten im Schiff wegbefördern
Als einer laut schrieb: „Hey, schaut mal nach Steuerbord auf den See!“
Die Männer schrieben in fürchterlicher Angst, als sie die Gestalt sahen, die wir alle erkannten
Ein Mann lief auf dem Wasser, und wir zitterten, schrieen und beteten
Bis Er anhielt und sich umwandte und uns ansprach: „Ich bin es. Fürchtet euch nicht!“

Ich rief aus zu Jesus: „Wenn Du es bist, so ruf mich,
Und sag mir, dass ich zu Dir kommen und auf dem See gehen soll.“
Ohne eine Sekunde anzuhalten schaute Er mich an und sagte: „Komm!“
Ich drehte mich zum Wasser und war wie benommen und taub.
Ich kletterte über die Reling und schaute direkt in seine Augen
Aber noch lange, bevor ich Ihn erreichte, wurde der Wind wieder schlimmer
Ich vergaß Ihn sofort und versank sofort wie ein Stein im Wasser
Ich schrie, „Jesus, rette mich!“, und seine Hand war auf der meinen.

„Oh kleingläubiger Mann“, sagte Er, „warum hast Du an meinen Worten gezweifelt?
Bist Du nicht schon so lange an meiner Seite und weißt immer noch nicht, was Du gehört hast?“
Wir kletterten ins Schiff und sofort hörte der Wind auf
Die See wurde ruhig und sanft, und der Morgen begann zu dämmern.
Wir knieten erstaunt wor Ihm nieder und beteten Ihn für die Macht an, die Er offenbart hatte
Denn alles, was wir gesehen hatten, hinterließ bei uns Bewunderung und Bestürzung.
Erst nach Pfingsten begann ich, richtig zu verstehen,
Dass sogar, als ich zweifelte, Er meine Hand nicht los ließ.