23.09.2005 Persönlicher Glaube

Restaurant-Christen

„Und der König sprach ...: Geh du mit mir hinüber, und ich will dich bei mir in Jerusalem versorgen“ (2. Samuel, Kapitel 19, Vers 34).

Die Opfer im Alten Testament weisen auf den Herrn Jesus hin. Diese Opfer waren „Nahrung“, die Gott gegeben wurde - das, was Ihn befriedigte und erfreute. Der Herr war der Eine, der das Herz des Vaters erfreute. Ist Er auch derjenige, der sozusagen unserer Nahrung darstellt, der uns erfreut?

In der letzten Nacht, bevor das Volk Israel Ägypten verließ, wurde ihm das Passahlamm zur Speise gegeben. Das Lamm zusammen mit dem ungesäuerten Brot war die Speise, die ihnen die Kraft gab, ihren Marsch aus Ägypten in die Wüste hinaus zu beginnen. Auch wir werden Kraft bekommen, wenn wir uns zuerst und immer durch Christus nähren.

Die Israeliten aßen dann während der Wüstenreise das Manna, und zwar 40 Jahre lang. Dieses Manna musste morgens gesammelt werden und wurde dann im Verlauf des Tages gegessen. Sie sammelten es nicht morgens ein, um es dann vollständig und sofort zu verspeisen. Während des ganzen Tages erfreuten sie sich dessen, was sie am Morgen gesammelt hatten. Für uns ist der Herr Jesus dieses Manna, das wahre Brot vom Himmel. Auch wir sammeln am Morgen und dürfen uns dann währen des ganzen Tages an dem erfreuen, was wir morgens in der Bibel gesammelt haben.

Jemand hat gesagt, dass wir heute eine Generation von Restaurant-Christen seien. Wir gehen jeden Sonntag in die Zusammenkünfte und erwarten, dort „gefüttert“ zu werden. Wir erwarten, dass jemand anderes die Arbeit „für uns“ getan hat und uns etwas zu essen gibt - so, wie wir es mögen.

Aber wir selbst müssen den Herrn jeden Tag aufs Neue genießen. Der Herr sagte zu Petrus: Weide meine Schafe. Worin bestand die Nahrung, die er ihnen geben sollte? Sie konnte nur Christus selbst sein.

Aber wir können anderen nur das geben, was wir selbst genossen und in unserem Leben angewandt haben.