14.02.2003 Jesus Christus / Gott | Johannes

Herrlichkeiten Jesu Christi (11) - das Licht

"In Ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst...Das war das wahrhaftige Licht, das, in die Welt kommend, jeden Menschen erleuchtet" (Joh 1,4-5.9).

Gott ist Licht

Wir wissen aus 1. Johannes 1,5, dass Gott Licht ist und überhaupt keine Finsternis in Ihm ist. Das gibt uns einen Hinweis darauf, dass Gott völlig von Sünde, Bösem und Ungöttlichem getrennt ist. Das Gleiche trifft auch auf den Herrn Jesus zu. Er ist das Licht und damit derjenige, der jeden Menschen erleuchtet. Jeder, der dem Herrn Jesus begegnete, konnte das Licht spüren, denn er wurde in dieses unbestechliche Licht gestellt.

Der Herr Jesus war als Mensch vollkommen von jeder Unreinheit und Sünde getrennt. Das trifft sowohl auf sein Wesen als auch auf seinen Lebensweg zu. Diese Absonderung für Gott war der Grund dafür, dass die Welt nichts von Ihm wissen wollte. Obwohl Er als wunderbares Licht in die schreckliche Finsternis geleuchtet hat, erfasste diese das Licht nicht, ja wollte es nicht erfassen. Welche Empfindungen muss unser Retter angesichts dieser Ablehnung gehabt haben.

Licht heißt Helligkeit UND Wärme!

Wenn wir an Ihn als das Licht denken, stehen zwei Eigenschaften besonders vor uns: So, wie die Sonne Helligkeit und Wärme ausstrahlt, gibt uns auch dieses vollkommene Licht Klarheit und Wärme.

Meistens steht der Gedanke der unwiderstehlichen und unbestechlichen Heiligkeit im Vordergrund, wenn wir von dem Herrn Jesus oder von Gott in seiner Absolutheit als „Licht" lesen. Diese Seite ist nicht zu trennen von der Wärme, die von Christus ausgeht. In Vers 4 wird das Licht unmittelbar mit dem Leben verbunden und gesagt, dass das Licht bei den Menschen einen „Anknüpfungspunkt" suchte. Geradeso wie das Leben das Licht der Menschen war und leuchtete, ist es auch die Wärme, die sich in Liebe an jeden Menschen wendet, um ihn zu erleuchten und zu Gott zu bringen. Das alles finden wir in unserem Retter. In seiner Liebe kam Er, um uns in dieses Licht zu bringen, und zwar ohne uns durch das unzugängliche Licht (der Heiligkeit Gottes, s. 1.Tim 6,16) zu vernichten. Dazu aber musste Er sterben. Und gerade in seinem Tod, am Kreuz von Golgatha, strahlt das Licht Gottes in besonderer Weise. Es ist gewissermaßen das herrliche und vielfarbige Licht des Regenbogens, das die Sonnenstrahlen in den Wassertropfen hervorruft, die zuvor das Gericht der Sintflut ausmachten – und das so seine ganze Schönheit entfaltet.

Nur als vollkommen Reiner und Heiliger konnte Er in das Gericht Gottes gehen. Das war die Voraussetzung dafür, dass Er als Stellvertreter unsere Schuld auf sich nehmen konnte. Und seine warmen Strahlen der Liebe, die stärker war als der Tod, erklären seine Bereitschaft, diese schrecklichen Leiden in den drei Stunden der Finsternis zu erdulden. Da hat Christus in Wahrheit offenbart, wer Gott ist, indem Er göttliches Licht auf den heiligen Gott der Liebe warf. In Ihm dürfen wir das Licht sehen, denn sein Werk der Liebe hat uns den Weg zum Herzen Gottes geöffnet.