01.12.2005Persönlicher Glaube

In der Bibel lesen: 13 % Christen?

Das Wort essen

Es gibt ein Lied, in dem es heißt: „Lass uns deine Worte essen!“ Gemeint sind natürlich die Worte des Herrn, die Worte Gottes. Und gemeint sind Christen!

Gestern haben wir gesehen, dass nur 13 % der Deutschen mehr als selten in dem Wort Gottes lesen. Das hat das Allensbacher Institut herausgefunden. Eine interessante Frage ist, wie die Quote bei solchen aussieht, die an den Herrn Jesus Christus glauben. Ich habe keinen Zweifel, dass hier mehr mit Überzeugung antworten könnten: „häufig“, ja regelmäßig.

Das Manna essen

Es gibt eine interessante Geschichte im Leben des Volkes Israel. Ganz am Anfang der Wüstenreise. Das Volk murrte (erneut), denn es meinte, es habe nicht genug zu essen. Gott antwortet in seiner Herrlichkeit und schenkt dem Volk jeden Morgen das Manna, dieses Brot vom Himmel. Das Volk muss von diesem Brot jeden Tag essen: „Da sprach der HERR zu Mose: Siehe, ich werde euch Brot vom Himmel regnen lassen; und das Volk soll hinausgehen und den täglichen Bedarf an jedem Tag sammeln, damit ich es prüfe, ob es in meinem Gesetz wandeln wird oder nicht“ (2. Mose, Kapitel 16, Vers 4).

Zu diesem Zeitpunkt lebte das Volk Israel noch nicht „unter dem Gesetz vom Sinai“, den zehn Geboten. Diese kamen deutlich später. Aber Gott wollte, dass dieses, sein Volk, nach seinen Lebenswandel nach den Gedanken Gottes führte. Genau damit war das Geben des Manna verbunden.

Manna für Christen?

Was bedeutet das Manna für uns Christen? Das Neue Testament lässt keinen Zweifel an der Bedeutung! „Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot aus dem Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahrhaftige Brot aus dem Himmel. Denn das Brot Gottes ist der, der aus dem Himmel herniederkommt und der der Welt das Leben gibt. ... Ich bin das Brot des Lebens“ (Johannesevangelium, Kapitel 6, Verse 32 bis 35).

Es steht wohl außer Frage, dass wir jeden Tag „Brot“ (oder Fleisch, oder ...) zu uns nehmen. Und wie viel „Brot vom Himmel“ nehmen wir zu uns? Immer auf Diät? So einen Happen morgens (wenn überhaupt), klar, irgendwo hört man noch einen Kalender, der vorgelesen wird. Das muss schon reichen.

Gibt es geistliche Unterernährung?

Kein Wunder, dass wir als geistliche, unterernährte Krüppel durch die Gegend laufen, oder? Wenn Du mal so zurückrechnest: Wie lange liegt es zurück, dass Du die Bibel mal komplett durchgelesen hast? Oder das Neue Testament? Oder noch nie?

Es geht nicht um ein schlechtes Gewissen. Es geht darum, dass wir die Notwendigkeit erkennen, dass Gott uns sein Wort nicht umsonst gegeben hat, sondern um zu prüfen, ob wir nach seinem Wort leben. Das können wir nur, wenn wir es kennen. Und ein geistlich erfüllendes Leben können wir nur dann führen, wenn wir die Gedanken unseres Herrn kennen. Die finden wir nirgendwo anders als in der Bibel.

Viel Freude beim Lesen seines Wortes!