24.05.2004Persönlicher Glaube

Die Fußball-Götter und ihr Götzendienst

Fußball ade - bis in Kürze!

Soeben ist sie wieder abgelaufen - die aktuelle Fußball-Bundesliga-Saison. Aufsteiger und Absteiger stehen fest; die Champions League ist „aufgefüllt“; auch der UEFA-Cup. Trainer sind bereits gewechselt worden - die Saison ist sozusagen abgehakt - bis auf die kommende Fußball EM. Und auch die rauschenden, alkoholreichen Feste haben stattgefunden.

Jetzt kann man wieder nüchtern nachdenken, was abgelaufen ist. König Fußball geht in seinen Sommerschlaf. Der Götze geht schlafen. Oder? Natürlich gibt es heute keine Götzen mehr, wie sie bei den Heiden üblich waren. Und dennoch sagt uns der Apostel Johannes: „Kinder, hütet euch vor den Götzen!“ (1. Johannes 5,21).

Wie erkennt man diesen „Götzen“?

Woran kann man feststellen, ob Fußball ein „kleiner“ Götze geworden ist? Zum Beispiel daran, dass man sich „wahnsinnig“ geärgert hat, dass die eigene, favorisierte Mannschaft wieder einmal verloren hat. Oder sogar abgestiegen ist. Oder nicht Meister geworden ist. Oder, oder, oder … Oder hast Du sogar Tränen vergossen? Oder hat die Wand Spuren hinterlassen?

Dann sind uns diese Dinge so wichtig, dass sie unsere Herzen gefangen nehmen. Und dann stellt sich die Frage, ob unsere Herzen mit gleicher „Macht“ für den Herrn Jesus schlagen. Ob wir mit gleichem „Herzschlag“ leben, wenn der Herr Jesus eine „Niederlage“ erlebt - gemeint ist, wenn Er verachtet wird, verlacht wird. Wenn man seine Rechte mit Füßen tritt, indem man Ihn als Schöpfer verleugnet, von einem nie leeren Grab spricht, weil Jesus Christus nie auferstanden wäre.

Jeder hat eine andere Gefahr.

Für jeden Gläubigen gibt es etwas anderes, was zum Götzen werden kann. Für den einen ist es der Sport. Für den anderen die Musik. Für den dritten ist es das Auto. Für den vierten der Beruf. Für den fünften die Familie. Für den sechsten das Internet-Chat. Für den siebten der Haushalt, die Super-Ordnung dort. Und, und, und …

Die Gefahr von „Götzen“ ist bis heute nicht gebannt. Es sind in aller Regel nicht die Bilder in der Kirche, vor denen wir niederfallen. Es sind die zunächst kleinen Dinge, die wir achten, mögen, gern haben, verehren, und ohne die wir schließlich nicht mehr leben können. Sie treten zwischen uns und Gott und nehmen die Zuneigung weg, die dem Herrn gehört. Das ist letztlich Verrat an dem Herrn Jesus.

Die Thessalonicher als Vorbild

Von den Thessalonichern heißt es: „Wich ihr euch von den Götzenbildern zu Gott bekehrt habt, um dem lebendigen und wahren Gott zu dienen“ (1. Thessalonicher 1,9). Es wäre tragisch, wenn von uns, die wir das gar nicht buchstäblich erleben mussten, etwas Umgekehrtes in unserem praktischen Leben wahr würde.