11.05.2004Persönlicher Glaube

Liebst Du mich wirklich?

nach dem amerikanischen Kalender: "The Lord is near"

Eines Morgens dachte ich, als ich den Sonnenaufgang beobachtete: „Die Schönheit der Schöpfung Gottes ist wirklich gewaltiger, als man es beschreiben könnte!“ So lobpries ich Gott für sein herrliches Werk.

Sicher, Herr!

Da fragt mich mein Herr: „Liebst Du mich?“ Ich antwortete: „Natürlich Herr! Du bist mein Retter!“ Darauf fragte Er mich: „Und wenn Du körperlich behindert wärst, würdest Du mich immer noch lieben?“ Nach kurzem Nachdenken antwortete ich: „Es wäre hart für mich, Herr, aber ich würde Dich immer noch lieben.“

Der Herr fuhr fort: „Wenn Du blind wärst, würdest Du mich als Schöpfer immer noch bewundern?“ Ich dachte für mich: „Wie kann ich lieben, was ich nicht sehe?“ Aber dann dachte ich an die vielen blinden Menschen, die den Herrn und seine Schöpfung lieben.

Ja, Herr!

Danach fragte Er mich: „Wenn Du taub-stumm wärst, würdest Du immer noch meinen Namen preisen?“ Wie könnte ich Ihn preisen, ohne eine Stimme zu haben? Aber dann wurde mir bewusst, dass Gott wünscht, dass wir Ihm aus unseren Herzen und Seelen singen und so Ihn preisen. So antwortete ich: „Auch wenn ich es nicht hörbar tun könnte, würde ich dennoch Deinen Namen preisen.“

Schließlich fragte Er mich: „Liebst Du mich wirklich?“ Mit Engagement und großer Überzeugung antwortete ich kühn: „Oh ja, Herr, ich liebe Dich wirklich! Du bist mein Retter, mein Herr und mein Gott!“

Warum?

Ich war stolz auf meine Antworten, bis Er mich fragte: „Warum sündigst Du dann? Warum betest Du nur in Zeiten der Not so inständig? Warum betest Du mich dann nur zu besonderen „Anbetungsgelegenheiten“ an? Warum schämst Du Dich dann meiner so sehr, dass Du die Gute Botschaft nicht verbreitest? Warum hast Du dann immer so viele Entschuldigungen parat, wenn ich Dir Gelegenheiten gebe, in meinem Namen zu dienen?“

Darauf fand ich keine Antwort mehr! Wie sollte ich auch? Ich war überaus betroffen. Bis mein Herz rief und Tränen über mein Gesicht flossen: „Herr, bitte vergib mir!“

Danke, Herr!

Seine Antwort war: „Ich vergebe Dir! Du bist meines Vaters Kind, und ich werde Dich nie verlassen und aufgeben. Und ich werde Dich lieben - bis ans Ende!“

- Vielleicht ist dieser „Traum“ unsere Wirklichkeit? Der Herr fragt uns heute nicht, ob wir bereit sind, die Prüfungen von morgen zu bestehen. Aber Er sucht unser Herz. DEINE Liebe zu Ihm - das ist „alles“. -