06.06.2003Persönlicher Glaube

Der Teufel – in den Briefen des Neuen Testaments

Und wenn der Apostel Paulus den Korinthern schreibt, dass ihnen die Gedanken Satans nicht unbekannt sind, so kennen auch wir sie, wenn wir in den Schriften forschen. Und wir müssen sie auch kennen, wenn wir dem Teufel widerstehen sollen (1. Petrus 5,9). Deshalb soll in diesem Artikel einmal versucht werden, den boshaften Charakter des Teufels in den einzelnen Briefen zu verfolgen – und damit auch die unterschiedlichen Namen, die Gott ihm jeweils gibt. Aber Gott zeigt uns auch, welche Haltung wird dem Teufel gegenüber einnehmen sollen, oder was Er selbst mit diesem Widersacher tun wird.

Römer 16,20 – Satan wird zertreten werden

Am Ende dieses langen Briefes, in dem der Apostel Paulus den Empfängern das Evangelium der Gnade Gottes verkündigt hat, kommt er auf den Teufel zu sprechen. Wenn es um die Errettung von Menschen geht, dann werden wir zwar aus den Fängen Satans befreit. Aber diesen Gedanken betont Gott nicht in diesem Brief. Hier geht es mehr um die Sünde, in der wir uns befanden, und um unseren schrecklichen Zustand der Sünde, in den wir uns selbst hineingeführt haben. Aber Gott sei Dank, Er hat uns durch das Werk des Herrn Jesus errettet und uns gerechtfertigt. Selbst die Macht der Sünde herrscht nicht mehr über uns, wenn wir uns durch den Heiligen Geist führen lassen.

Aber auch dann wirkt der Teufel noch. Er bringt Menschen dazu, in der Versammlung entgegen der Lehre aufzutreten und Spaltungen zu bewirken (Römer 16,17). Das sind Menschen, die nicht dem Herrn Christus dienen, sondern ihrem eigenen Bauch (Vers 18). Von solchen bösen Menschen sollen wir uns nicht anstecken und verführen lassen. Wir müssen uns nicht einmal mit all dem Bösen beschäftigen, das sie verbreiten und das sonst noch auf uns einstürmen mag. Denn ein Gläubiger bleibt nicht dadurch in der Wahrheit befestigt, dass er alles Böse kennt, um es abzuweisen. Gerade dann steht er in Gefahr, durch das Böse überwunden zu werden und selbst von Sünde angezogen zu werden.

Nein, wir sollen weise zum Guten sein, indem wir das Gute kennen und uns damit beschäftigen. Gegenüber dem Bösen dagegen müssen wir einfältig sein, es dadurch abweisen, dass wir sofort erkennen, dass nicht die Stimme des guten Hirten zu uns spricht. Wir müssen uns nicht mit dem Bösen auseinandersetzen. Denn ein anderer hat es getan, indem Er den Bösen besiegt hat. Und in nicht allzu langer Zeit wird Gott selbst denjenigen endgültig beseitigen, der der Initiator alles Bösen ist, der Vater der Lüge: „Der Gott des Friedens aber wird in kurzem den Satan unter eure Füße zertreten.“

Hier wird der Teufel Satan genannt: Er ist der große Widersacher des Herrn. Und er versucht bis heute, das Böse in die Mitte der Gläubigen zu bringen. Wie können wir es abweisen? Indem wir einfältig zum Bösen stehen, diesem keinen Platz in unseren Herzen, in unserer Beschäftigung einräumen, sondern das Gute betrachten und festhalten. Und das fällt uns umso leichter, wenn wir uns bewusst machen, dass Gott diese schreckliche Person zertreten wird. Und das sogar unter unsere Füße!

Welch ein Triumph! Wir, die wir in der Gewalt Satans waren (vgl. Hebräer 2,14.15): Unter unseren Füßen wird der Satan, unser Widersacher, der Widersacher des Herrn, zertreten werden. Wie kann ich mich dann auf seine Listen einlassen, in seine Fallen tappen? Er hat bis heute viel Gewalt. Daher sollten wir nicht leichtfertig mit ihm umgehen. Nein, wir haben Gnade nötig: „Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch!“, schreibt daher der Apostel weiter (Römer 16,20). Nur, wenn wir die Gnade in Anspruch nehmen, werden wir vor diesem Widersacher bewahrt werden. Und nur, wenn wir Ihn als den Gott des Friedens wirken lassen, werden wir jede Spaltung vermeiden können. Denn sein Friede wirkt nicht auf Kosten der Wahrheit, bewahrt uns jedoch zugleich auf einem gemeinsamen Weg.

1. Korinther 5,5 und 7,5 – Satan der Verderber und Versucher

Die Korinther hielten viel von sich. Tatsächlich hatten sie auch an keiner einzigen Gnadengabe Mangel (1. Korinther 1,7). Aber ihr geistlicher Zustand war katastrophal. Sie waren fleischlich und verhielten sich wie Unmündige in Christus (1. Korinther 3,1). Daher fielen sie in schlimme Sünden (Hurerei) und waren selbst der Anlass, dass der Widersacher, der Satan, sie verderbte.

Durch den Ausschluss aus der Versammlung in Korinth musste ein solcher, der vom Apostel „Böser“ (Kapitel 5,13) genannt wurde, in den Bereich Satans überliefert werden. Dadurch war es Satan erlaubt, den Körper eines Solchen zu verderben (5,5). Gott würde, wenn es sich wirklich um einen Gläubigen handelte, und davon ging Paulus offensichtlich aus, den Geist eines Solchen bewahren. Wie schlimm, wenn wir selbst als Gläubige einen solch bösen Lebenswandel führen, dass wir uns in den Bereich der Macht Satans begeben, wo er unser Fleisch, unseren Körper verderben kann. Wenn es auch wahr sein mag, dass diese konkrete Überlieferung an Satan nur in der Anfangszeit durch die apostolische Autorität geschah, so bleibt doch das Prinzip bis heute bestehen.

Und auch in einer anderen, elementaren Beziehung, warnt uns der Apostel davor, uns den Einflüssen Satans auszusetzen. Als Eheleute sollen wir uns einander nicht für eine längere Zeit körperlich, das heißt sexuell, entziehen. „Und kommt wieder zusammen, damit der Satan euch nicht versuche, wegen euer Unenthaltsamkeit“ (7,5). Man kann sich so geistlich dünken, dass man meint, die sexuelle Kraft könne man mit menschlichen Mitteln überwinden, wenn man nur ausreichend geistlich aktiv ist. Aber dann kennen wir uns selbst nicht. Und eines der wesentlichen Kennzeichen eines Christen ist, dass er nüchtern bleibt – das finden wir immer wieder in den Briefen betont.

Es ist gut, sich für einen Gebetsgegenstand für eine gewisse Zeit voneinander körperliche zurückzuziehen, um sich ganz auf dieses Gebet zu konzentrieren. Aber je geistlicher wir sind, umso nüchterner beurteilen wir unsere eigenen Kräfte. Und je fleischlicher wir sind, um so mehr halten wir von uns, und umso weniger erkennen wir, wie wenig geistliche Kraft wir in Wirklichkeit besitzen. Und dann laufen wir Satan direkt in die Arme, der uns dann wegen unserer Unenthaltsamkeit fangen kann und im Extremfall zum Ehebruch führt – schneller vielleicht noch zu unzüchtigen Handlungen und Gedanken, die zwar kein unmittelbarer Ehebruch sind, aber dorthin münden (vgl. Matthäus 5,28). Davor können wir uns bewahren lassen.

2. Korinther 2,11; 4,4 – Satans List und Herrschaft

Es ist sicher nicht von ungefähr, dass es gerade die Korinther sind, die immer wieder auf den Teufel hingewiesen werden. Und zwar nicht in dem Gedanken, dass sie in Bezug auf alle Fallstricke des Teufels verteidigungsfähig gewesen wären, sondern, um sie wachsam zu machen. Gerade diejenigen, die so viel von sich hielten, wurden immer wieder und mehr als andere auf die Gefahren des mächtigsten Widersachers der Gläubigen hingewiesen.

Das erste, was der Apostel Paulus ihnen im zweiten Brief vom Teufel schreiben muss, ist dieses: „Wem ihr aber etwas vergebt, dem vergebe auch ich; denn auch ich, was ich vergeben, wenn ich etwas vergeben habe, habe ich um euretwillen vergeben in der Person Christi, damit wir nicht vom Satan übervorteilt werden; denn seine Gedanken sind uns nicht unbekannt“ (2,10.11). Dieser Ansprach lag der nach den Ermahnungen des Apostels in 1. Korinther 5 inzwischen ausgeschlossene Mann, der aber Buße getan hatte (2. Korinther 2,7). Jetzt sollten sie ihm vergeben, dann könnte und würde auch Paulus ihm vergeben und wieder Gemeinschaft mit ihm haben.

Zunächst hatte der Teufel den fleischlichen Zustand der Korinther dazu benutzt, sie dem Bösen gegenüber gleichgültig zu machen. Jetzt war es ihm offenbar gelungen, sie unterschiedlicher Auffassung in Bezug auf das richtige Handeln mit einem solchen, der Buße getan hatte, werden zu lassen. Es war sein Werk, Zwietracht zu säen. Dabei hätten die Korinther diese Absichten Satans durchschauen sollen. Denn eigentlich hätten sie seine Gedanken kennen können, des Widersachers von Anfang an.

Und auch uns sind die Gedanken Satans nicht unbekannt. Wir wissen, dass er alles tut, um Christus zu schaden. Und daher kümmert er sich nicht nur um Ungläubige, sondern gerade ums Gläubige, damit diese ihrem Herrn Unehre bereiten und damit das Volk Gottes äußerlich zersplittert und geschwächt wird.

Aber der Teufel beschäftigt sich vor allem mit Ungläubigen. Und hier ist sein Einfluss noch viel größer: „Wenn aber auch unser Evangelium verdeckt ist, so ist es in denen verdeckt, die verloren gehen, in denen der Gott dieser Welt den Sinn der Ungläubigen verblendet hat, damit ihnen nicht ausstrahle der Lichtglanz des Evangeliums der Herrlichkeit des Christus“ (2. Korinther 4,3.4). Diese Menschen sind selbst schuld, dass sie verloren gehen. Aber der Teufel nutzt alle Macht, die er über diese Welt besitzt, um sie in diesem Zustand der Finsternis zu lassen, damit sie gar nicht auf die Idee kommen, den Lichtglanz des Evangeliums Gottes auf ihre Herzen wirken zu lassen. Kein Mensch sollte auf die Idee kommen, die Macht des Teufels zu unterschätzen. Er wird nicht von ungefähr der „Gott dieser Welt“ genannt! Man hat ihn dazu gemacht – aber er ist es auch.

2. Korinther 11,3.14; 12,7 Satans Verkleidung und Macht

Gläubigen gegenüber verwendet Satan seine inzwischen seit Jahrtausenden erprobte List, um ihren Lebenswandel finster zu machen: „Ich fürchte aber, dass etwa, wie die Schlange Eva durch ihre List verführte, so euer Sinn verdorben und abgewandt werde von der Einfalt gegenüber dem Christus“ (2. Korinther 11,3). Die List Satans gehört zu dem Gefährlichsten, womit wir es als Gläubige zu tun haben. Wenn er Eva, die sich im sündlosen Zustand befand und noch keine alte, sündige Natur besaß, verführen konnte, muss es sich um einen gefährlichen Feind handeln. Sicherlich besitzen wir das neue Leben. Zudem wohnt der Heilige Geist in den Gläubigen. Aber spätestens dann, wenn wir uns auf unsere Stellung etwas einbilden, wenn wir darüber hinaus vielleicht stolz sind auf Befähigungen, die sogar von dem Herrn sein können wie bei den Korinthern, gilt auch für uns: Hochmut kommt vor dem Fall.

Die Korinther meinten, sich gefahrlos mit den Dingen dieser Welt, besonders mit der Weisheit und Philosophie ihrer Zeit beschäftigen zu können. Sie vergaßen, dass sie dabei Christus aus den Augen und dann aus dem Herzen verloren. Und damit wurden sie anfällig dafür, sogar einen falschen Christus anzunehmen (Vers 4). Dabei gab es dieses warnende Beispiel Evas. Dort kam die Schlange, in der sich Satan verbarg, und bot Eva Wissen, göttliches Wissen an. Zugleich aber führte Satan Eva dazu, das Wort Gottes in Frage zu stellen.

Wenn man jedoch meint, selbst alles zu wissen, Diener des Herrn nicht nur kritisieren sondern auch beiseite stellen und in Verruf bringen zu können, ist man anfällig für die Fallstricker Satans. Das war bei den Korinthern so ist hat sich bis heute nicht geändert.

Dazu benutzt der Teufel eine ganz besondere List: Er verstellt sich und tut so, als ob er ein Engel des Lichts sei. „Und kein Wunder, denn der Satan selbst nimmt die Gestalt eines Engels des Lichts an; es ist daher nichts Großes, wenn auch seine Diener die Gestalt als Diener der Gerechtigkeit annehmen“ (2. Korinther 11,14). Nur der, der nahe beim Herrn lebt und nicht auf sein eigenes Wissen, sondern auf das Wort Gottes baut, wird von dieser Gefahr nicht zu falschen Schlüssen geführt.

Denn natürlich kommt Satan nicht „in Person“ an. Er hat seine Diener – und diese können weise Worte verwenden – vermischt mit einem kleinen bisschen Gift. Und schon ist ihre ganze Botschaft vergiftet! Wieder war es die scheinbare Weisheit der Korinther, die sie unempfindlich für diese Angriffe des Teufels machte. Sie verehrten Menschen als Apostel, die in Wirklichkeit falsche Arbeiter, falsche Apostel, Diener des Teufels waren. Hätten sie die Weisheit dieser Welt gegen die Weisheit Gottes eingetauscht, wären sie bei der „Einfalt gegenüber dem Christus“ geblieben. Und das hätte sie allein deshalb bewahrt, weil die erkannt hätten, dass Satan zwar äußerlich wie ein Engel des Lichts aussah, aus ihm jedoch nicht die Stimme des guten Hirten sprach. Dieses Licht ist in Wahrheit Finsternis – und verdirbt unsere Gesinnung, unsere Gedanken und unseren Lebenswandel.

Satan aber arbeitet nicht nur mit List – er ist auch „mit seinen Fäusten“ tätig. Und das bemerkenswerte, das Paulus erleben (und Hiob schon viele Jahrhunderte vorher erkennen) musste, ist die Tatsache, dass Gott ihn als Mittel in seiner Hand benutzt. Satan darf nur soweit, wie Gott es ihm zulässt. Aber in diesen Grenzen nutzt der Teufel seine ganzen Einflussmöglichkeiten aus. Paulus hatte das Vorrecht, „bis in den dritten Himmel entrückt“ zu werden (2. Korinther 12,2). Hier bestand die lebenslange Gefahr, dass er sich angesichts dieser erfahrenen Erhöhung innerlich erheben könnte. „Und damit ich mich nicht durch das Übermaß der Offenbarungen überhebe, wurde mir ein Dorn für das Fleisch gegeben, ein Engel Satans, damit er mich mit Fäusten schlage, damit ich mich nicht überhebe“ (2. Korinther 12,7).

Wie auch immer wir uns diese Gewalt Satans konkret vorstellen müssen – Gott schweigt darüber – zeigen die von Paulus gewählten Worte, mit welcher Kraft Satan auf ihn einschlug. Offenbar hatte Paulus Nacht und Tag Schmerzen, die seinen Hochmut verhindern sollten. Und Satan nutzt seine Macht aus, um einen Engel gewissermaßen ganz für Paulus abzustellen, der ihn ständig wie mit Fäusten schlug. Wenn Gott es bei dem einen oder anderen von uns für nötig erachtet – vielleicht vor allem bei seinen Dienern – auf solche Weise eine Überhebung zu verhindern, so mag der Teufel mit ganzer Energie gegen uns vorgehen. Aber er hat nur soviel zerstörerischen Einfluss, wie Gott zulässt. Auch das wollen wir festhalten (vgl. Offenbarung 2,10).

Galater-, Titus-, Philemonbrief und 2. Petrusbrief sowie 2. und 3. Johannesbrief: Satan wird nicht erwähnt

Es gibt insgesamt sechs Briefe, in denen Satan keine Erwähnung findet. Besonders bemerkenswert erscheint dies für den Galaterbrief. Es gibt vielleicht keinen Brief an Gläubige im Neuen Testament, der in einem schärferen, fast schneidenden Ton geschrieben worden ist. Die Galater hatten sich verführen lassen und waren, obwohl sie durch die Predigt des Evangeliums von Paulus auf die Gnade des Evangeliums Gottes hingewiesen worden waren, wieder zum Gesetz zurückgekehrt. Dieses wollten sie halten. Der Apostel muss sie deshalb darauf hinweisen, dass sie damit das Werk des Herrn Jesus ungültig machten (2,21), so dass Paulus selbst vergeblich an ihnen gearbeitet hätte (4,11).

Zugleich zeigte sich bei den Galatern, dass sie auf ihr Fleisch vertrauten. Nur jemand, der das tut, kann davon überzeugt sein, dass er das Gesetz halten kann, denn dieses richtet sich an das Fleisch. Und dieses Fleisch, auch wenn es sich der Zügellosigkeit hingibt, streitet wieder den Geist, nämlich den Heiligen Geist (5,17). Vielleicht liegt in diesem Widerstreit auch ein Grund dafür, dass der Teufel nicht erwähnt wird. Denn wir Gläubige schieben unsere Fehler, unsere Sünden, unser Versagen sehr leicht auf die Verführung durch Satan. Das hat Eva schon nach der ersten Sünde in dieser Welt überhaupt getan. Aber letztlich ist es oft unser ich und unser Fleisch, aufgrund derer wir sündigen und gegen den Heiligen Geist handeln. Nein – wir haben keine Entschuldigung: Nicht der Teufe, wir selbst sind es, die dem Fleisch einen Platz in unserem Leben einräumen, der allein dem Heiligen Geist gehört.

Abgesehen von dem Galaterbrief wird auch in den persönlichen Briefen des Apostels Paulus an Titus (hier geht es vor allem um die äußere Ordnung im Haus Gottes, die Titus in Kreta wiederherstellen sollte) und im Brief an Philemon (hier geht es um eine zu Herzen gehende Bitte des Apostels Paulus an Philemon) der Teufel nicht erwähnt. Gleiches gilt für den zweiten und dritten Johannesbrief. Diese stellen eine Art Anhang zum ersten Brief dar, in dem Satan mehrfach erwähnt wird.

Schließlich findet man auch im 2. Petrusbrief – es geht vor allem um Gottes Regierung im Hinblick auf die Gottlosen, durch falsche Lehre verführt und gekennzeichnet – keinen Hinweis auf den Teufel. Zwar werden in Kapitel 2,4 „Engel, die gesündigt haben“ erwähnt, und der Teufel ist derjenige, der „von Anfang an sündigt“ (1. Johannes 3,8). Und wenn auch 2. Petrus 2,4 für uns etwas geheimnisvoll bleibt (auch, ob es sich hierbei um eine Anspielung auf 1. Mose 6,2 handelt, wo möglicherweise unter „Söhnen Gottes“ tatsächlich Engel zu verstehen sein könnten), so ist doch klar, dass der Teufel im Gegensatz zu diesen Engeln bis heute nicht gebunden ist – er wird es erst im 1000-jährigen Reich sein (Offenbarung 20,2.3).

Epheser 2,2; 4,27 – Fürst und Teufel

Es fällt auf, dass es neben den Korintherbriefen auch der Epheserbrief eine Reihe von Hinweisen auf Satan enthält. Während die Korinther sich einen hohen geistlichen Zustandes rühmten, den sie gar nicht besaßen, waren die Epheser in einem solch außergewöhnlich geistlichen Zustand, dass ihnen der Apostel tatsächlich die ganzen Tiefen des Ratschlusses Gottes über die Versammlung offenbaren kann, soweit wir Menschen dazu in der Lage sind, diesen zu erfassen. Dass eine solche geistliche Höhe nicht automatisch erhalten werden kann, zeigt die Entwicklung von Ephesus. Sehr bald schon hatten sie ihre erste Liebe verlassen (vgl. Offenbarung 2,4).

Wenn der Apostel den Ephesern den Ratschluss Gottes erläutert, zeigt er ihnen zugleich, wie groß ihre persönliche Errettung ist. „Denn einst wart ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht in dem Herrn“ (Epheser 5,8). Sie gehörten zu dem Machtbereich des „Gottes dieser Welt“: „Auch euch, die ihr tot wart in euren Vergehungen und Sünden, in denen ihr einst wandeltet nach dem Zeitlauf dieser Welt, nach dem Fürsten der Gewalt der Luft, des Geistes, der jetzt wirksam ist in den Söhnen des Ungehorsams“ (Epheser 2,1.2). Auch hier sehen wir etwas von der Macht und Gewalt des Teufels. Er ist nicht irgendwer! Er ist ein Fürst. Er war ein Fürst Gottes (vgl. Jesaja 14,12-15), jetzt ist er ein Fürst dämonischer Mächte, deren Einfluss auf dieser Erde gewaltig ist. Und sein Machtbereich ist dieser Zeitlauf, das System der gottfeindlichen Welt. Dazu gehört besonders der Bereich der Luft – im übertragenen Sinn der Bereich, den alle Menschen einatmen. Es ist die Sphäre, die uns alle vollständig umgibt. Dadurch übt der Teufel einen gewaltigen Einfluss auf alle Ungläubigen aus. Das sind die Söhne des Ungehorsams, die sich bewusst dem Wirken Gottes entziehen wollen. Sie setzen sich dem aus, der Fürst ist und Gewalt hat, durch die er auf die Menschen einwirkt. Aber von dieser Gewalt und aus diesem Bereich Satans sind wir gerettet worden. Gott sei Dank!

Aber es besteht eben auch die Gefahr, als Gläubige vom Teufel bedrängt zu werden. Und je höher unser geistlicher Zustand, umso mehr Interesse hat Satan, uns Zufall zu bringen. Dazu versteht er, sogar Situationen zu benutzen, in denen der Gläubige gottgemäß begonnen hat. „Zürnt, und sündigt nicht. Die Sonne gehe nicht unter über eurem Zorn, und gebt nicht Raum dem Teufel“ (Epheser 4,26.27). Es gibt Situationen im Leben eines Gläubigen – zum Beispiel, wenn der Herr Jesus verspottet wird – bei denen wir einen heiligen Zorn haben sollen. Aber dieser Zorn kann sehr leicht zu einem fleischlichen Zorn werden, wenn wir ihm Raum geben und diese innere Erregung nicht beenden. Und dann hat der Teufel sofort „die Fuß in der Tür“. Wir geraten außer uns und verlieren die Beherrschung. Dann hat der Teufel aus einer Niederlage einen Sieg für sich gemacht.

Epheser 6,11.16 – List und Glaubenszweifel

Der Teufel möchte uns auch den Genuss der geistlichen Segnungen rauben. Dazu benutzt er seine vielfach erprobte List: „Zieht an die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr zu bestehen vermögt gegen die Listen des Teufels“ (Epheser 6,11). Der Name Teufel bedeutet übrigens Durcheinanderbringer. Das will er tun: Er will alles zerstören, was Gott uns schenkt: unser Glück, unseren geistlichen Genuss, unsere Beziehung zu Christus. Die christliche Stellung, in die wir durch das Werk des Herrn am Kreuz gekommen sind, kann er uns nicht mehr rauben. Aber ihren Genuss. Und das will er. Daher ist es nötig, dass wir die Waffen zur Verteidigung benutzen, die Gott uns dafür gegeben haben. Es sind geistliche Waffen, denn Satan tritt auch in den himmlischen Örtern auf – das sind eben keine materiellen Orte. Daher kommt er nicht mit Fleisch und Blut, sondern mit geistlichen Fürstentümern und Gewalten, Weltbeherrschern der Finsternis, geistlichen Mächten der Bosheit. Sie alle stehen unter der Ahnführerschaft des mächtigen Teufels. Wir brauchen sie nicht zu fürchten, denn der Herr hat uns eine vollkommen ausreichende Waffenausrüstung mitgegeben (Epheser 6,13-17). Aber wenn wir dese nicht angezogen haben und benutzen, werden wir unterliegen!

Eine besondere Waffe in der Hand Satans sind seine giftigen Pfeile, um Glaubenszweifel zu säen: „Habt über das alles ergriffen den Schild des Glaubens, mit dem ihr imstande sein werdet, alle feurigen Pfeile des Bösen auszulöschen“ (Epheser 6,16). Wie schon erfolgreich bei Eva erprobt will Satan unser Vertrauen gegenüber unserem Gott und Vater untergraben. Seine Pfeile dazu sind giftig und gefährlich. Aber wir haben einen großen Schild. Das ist unser Glaube, der auf dem Werk Christi beruht und auf Christus setzt. Damit können wir Satan abwehren: Denn es steht geschrieben …

Philipper 2,10 – der Teufel muss sich vor Christus niederbeugen

Der Teufel wird bis zum Ende des 1000-jährigen Reiches als Widersacher gegen Christus tätig sein (Offenbarung 20,7-10). Während des 1000-jährigen Reiches wird er gefesselt sein (Offenbarung 20,2.3). Aber sein ganzes Ansinnen war von dem Zeitpunkt, als er sich als Teufel offenbarte, gegen Gott und nach der Menschwerdung Christi gegen den Sohn Gottes zu agieren. Nie hat er sich vor Christus niedergebeugt. Aber dieser ernste und feierliche Augenblick wird kommen: „Darum hat Gott ihn auch hoch erhoben und ihm den Namen gegeben, der über jeden Namen ist, damit in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge, der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen, und jede Zunge bekenne, dass Jesus Christus Herr ist, zur Verherrlichung Gottes, des Vaters“ (Philipper 2,9-11).

Das wird ein gewaltiger Augenblick sein, wenn der große Widersacher endgültig kapitulieren muss. Am Kreuz von Golgatha wurde er besiegt, sein Kopf bereits zerschmettert (1. Mose 3,15). Aber sichtbar wird diese Niederlage Satans erst am Ende der Tage, wenn er sich – sozusagen vor den Augen aller Menschen und Engel – vor dem niederwerfen muss, der ihn als einen großen Engelsfürst schuf, von dem er sich aber in Auflehnung abwandte, um von da an Feind Gottes zu sein. Dann wird er niederfallen als einer der Unterirdischen und bekennen müssen, dass dieser niedrige Mensche Jesus wirklich Christus und Herr ist. Und selbst diese Unterwerfung des großen Feindes, ja gerade diese, ist zur Verherrlichung Gottes, des Vaters.

Kolosser 2,15 – Triumph über Satan

Tatsächlich ist der Triumph des Herrn über Satan längst besiegelt. Sein Kreuz von Golgatha und die Auferstehung haben bewiesen, dass Satan ein bereits besiegter Feind ist. Das tritt in der indirekten Anspielung auf den Teufel im Kolosserbrief deutlich hervor. Christus hat uns nicht nur aus seinem Machtbereich und seiner Gewalt befreit (Kolosser 1,13): „Als er [Gott] ausgetilgt hat die uns entgegenstehende Handschrift in Satzungen, die gegen uns war, hat er sie auch aus der Mitte weggenommen, indem er sie an das Kreuz nagelte; als er die Fürstentümer und die Gewalten ausgezogen hatte, stellte er sie öffentlich zur Schau, indem er durch dasselbe über sie einen Triumph hielt“ (Kolosser 2,14.15).

Obwohl am Kreuz alles wie ein Sieg Satans über den Herrn Jesus aussah, war in Wirklichkeit das Gegenteil der Fall. Nur, dass es die Menschheit nicht begriffen hat. Am Kreuz wurden Satan und seine Engelschar ihrer Waffen beraubt und ihre ganze Macht wurde ihnen weggenommen (ausgezogen). Und das ganze geschah nicht im Verborgenen, sondern in der Öffentlichkeit. Satan weiß, dass er verloren hat, auch wenn er alles daran setzt, die Folgen seiner Entmachtung so lange wie möglich geheim zu halten und in ihren Wirkungen hinauszuzögern. Aber triumphiert hat er nicht, sondern Christus über ihn. Wie sollte dieser besiegte Feind dann noch Macht über uns Gläubige haben?

1. Thessalonicher 2,18; 3,5 – der Verhinderer und Versucher

Wenn wir als Gläubige auch nicht mehr unter der Macht Satans stehen, so bleibt uns sein Wirken – selbst wenn es uns nicht in unserem Glaubensleben zu Fall bringt – nicht erspart. Das musste auch Paulus erleben! Er war dabei nicht nur ein persönlich Betroffener (2. Kor 12,7). Auch seine Wege und Planungen wurden von Satan durchkreuzt. „Deshalb wollen wir zu euch kommen (ich, Paulus, nämlich), einmal und zweimal, und der Satan hat uns daran gehindert“ (1. Thessalonicher 2,18). Uns wird hier nicht mitgeteilt, auf welche Weise Satan es zu verhindern wusste. Aber er schaffte es. Und so verhindert er auch heute manche Wege seiner Diener.

Aber auch das steht zugleich in Gottes Hand. Bei Paulus hat es dazu geführt, dass Gott uns Christen für alle Zeiten einen Brief in die Hände gegeben hat, aus dem wir großen Nutzen ziehen dürfen. Es fällt aber andererseits auf, dass Paulus zu unterscheiden wusste zwischen einer Verhinderung durch Satan wie in diesem Fall und dem Herrn in anderen Fällen (Apostelgeschichte 16,6.7). Dazu ist zweifellos ein ständiger Umgang mit dem Herrn nötig.

Der Widersache versuchte allerdings nicht nur zu verhindern, dass Paulus zu ihnen kam. Er versuchte die Thessalonicher auch direkt. Umso besorgter war Paulus, was ihren geistlichen Zustand betraf: „Darum habe ich ihn auch [Timotheus], da ich es nicht länger aushalten konnte, gesandt, um euren Glauben zu erfahren, ob nicht etwa der Versucher euch versucht habe und unsere Arbeit vergeblich gewesen sei“ (1. Thessalonicher 3,5). Paulus kannte die Gefahr, denn er selbst war den Versuchungen ausgesetzt. Hier geht es um äußere Umstände, die der Feind benutzte, um die Gläubigen zu verwirren – zum Beispiel durch Verfolgungen. Dass ihm das gelungen ist, zeigt leider der zweite Brief. Bis heute versucht uns der Teufel, um uns vom Glaubenweg abzubringen – es geht hier nicht um Versuchungen, die aus unserem Fleisch kommen, obwohl der Teufel natürlich diese Begierden kennt und bei ihnen anknüpft.

2. Thessalonicher 2,9 – die Pläne der Zukunft

Der Teufel wird auch in der Zukunft eine ganz herausragende Rolle spielen. Wir haben schon gesehen, dass er sich ganz am Ende vor Christus niederwerfen muss. Zuvor aber versucht er alles, um die Menschen zu verführen: „Dann wird der Gesetzlose offenbart werden, den der Herr Jesus verzehren wird durch den Hauch seines Mundes und vernichten wird durch die Erscheinung seiner Ankunft, ihn, dessen Ankunft nach der Wirksamkeit des Satans ist, in aller Macht und allen Zeichen und Wundern der Lüge, und in allem Betrug der Ungerechtigkeit denen, die verloren gehen“ (2. Thessalonicher 2,8-10). Der Teufel ist der Vater der Lüge (Johannes 8,44). Und in dieser Weise wird er am Ende der Tage auch den Antichristen und den Herrscher im Römischen Reich inspirieren, um Macht und Zeichen und Wunder zu tun, die von dem kommenden Messias wegführen.

Viele werden seiner Energie nicht widerstehen können und für ewig verloren gehen. Sie glauben seinem Betrug – heute und auch in der Zukunft. Aber wenn der Herr Jesus dann erscheinen wird, wird Satan eine neue Niederlage einstecken müssen. Er wird dann für 1000 Jahre gebunden werden, so dass er nicht den Hauch einer Möglichkeit hat, Menschen zu verführen. So lange er aber noch nicht gebunden ist, setzt er alle Energie ein, um durch Lüge zu verführen.

1. Timotheus 1,20; 3,6.7 – Zuchtrute, Vorbild und Fallstrick

Wir haben schon in 1. Korinther 5 gesehen, dass Paulus aufgrund seiner apostolischen Autorität Menschen in den unmittelbaren Machtbereich Satans überliefern konnte, wenn es denn sein musste. Hier finden wir ein weiteres Beispiel dafür. Hymenäus und Alexander hatten ein gutes Gewissen von sich gestoßen und im Hinblick auf den Glauben Schiffbruch erlitten. Das bedeutete in letzter Konsequenz, dass sie überhaupt nicht gläubig waren. Kein gutes Gewissen zu haben bedeutet, keine Gemeinschaft mit Gott zu haben. Und zudem hatten sie hinsichtlich ihres Glaubenslebens eine totale Bruchlandung erlebt. Weil sich diese Menschen aber zu den Gläubigen hielten, sah sich Paulus genötigt, sie dem Satan zu überliefern. In seiner Zucht sollten sie lernen, nicht mehr zu lästern und den wahren Glauben in den Dreck zu ziehen. Das war eine mächtige Zuchtrute, denn Satan würde zweifellos nichts auslassen, um diese Männer zu schlagen und zu demütigen. Das wissen wir aus dem Leben Hiobs, der allerdings nicht dem Satan überliefert worden war. Aber Paulus sah so die einzige Möglichkeit, das Zeugnis des Glaubens aufrecht zu erhalten, und auch diese Männer zur Besinnung zu bringen.

Der Teufel ist aber nicht nur ein mächtiger Widersacher. Manche haben sich Satan auch zum Vorbild genommen. Nicht, dass sie versucht hätten, ihn nachzuahmen. Aber sie haben es letztlich gemacht. Paulus ordnet nämlich an, dass ein Neuling nicht den Aufseherdienst ausüben solle, „damit er nicht, aufgebläht, ins Gericht des Teufels falle“ (1. Timotheus 3,6). Denn was lernen wir aus Jesaja 14 und Hesekiel 28 von der Sünde Satans? Er war ein Fürst unter den Engeln, vielleicht der höchste geschaffene Engel Gottes. Aber das war ihm nicht genug, er wollte Gott gleich sein. Und seine Überhebung durch Hochmut hat dazu geführt, dass er fürchterlich gefallen ist, so dass speziell für ihn ein Aufenthaltsort geschaffen wurde – der Feuersee (Matthäus 25,41). Und ein Neuling im Glauben, der sofort Aufseherfunktionen übertragen bekäme, würde das Beispiel Satans „nachahmen“ und sich schnell überheben, aufblähen und sich dann eine Autorität anmaßen, die nur zum Schaden ist – für andere und ihn selbst.

Aber ein Aufseher soll nicht nur nicht dem Beispiel Satans folgen. Er soll auch ein gutes Zeugnis über seinen Lebenswandel haben. Denn sonst würde schnell Schmach auf sich und die Versammlung laden. Das Zeugnis würde verlästert, denn der Satan wird eine solche Widersprüchlichkeit sehr schnell offenbaren. Und diesem Fallstrick des Teufels, der alles durcheinander bringen will, auch das Zeugnis Gottes hier auf der Erde, sollten wir immer aus dem Weg gehen! „Er muss aber auch ein gutes Zeugnis haben von denen, die draußen sind, damit er nicht in Schmacht und in den Fallstrick des Teufels falle“ (1. Timotheus 3,7).

1. Timotheus 5,14.15 – Schmäher und Verführer

Junge Frauen, die ihren Ehemann durch Tod verloren hatten, sollten nach der Anweisung von Paulus wieder heiraten – so viel an ihnen lag. Ansonsten bestand die große Gefahr, dass in viele verkehrte Dinge kämen und sogar dem Widersacher – Menschen, die sich von Satan, dem großen Widersacher, instrumentalisieren lassen – einen Anlass geben, dass er die Versammlung und die Geschwister verschmähen konnte. Wir können als Christen nicht verhindern, dass Menschen aufstehen, um uns zu schmähen. Wir können aber darauf achten, keine unnötigen und verkehrten Anlässe zu geben zu einer solchen Schmähung.

„Ich will nun, dass jüngere Witwen heiraten, Kinder gebären, den Haushalt führen, dem Widersacher keinen Anlass geben der Schmähung wegen; denn schon haben sich einige abgewandt, dem Satan nach“ (1. Timotheus 5,14.15). Wenn sich Witwen dazu verleiten ließen, in den Häusern geschwätzig umherzulaufen, um alle möglichen Gerüchte in die Welt zu bringen und sogar moralisch zu Fall zu kommen, konnte der Teufel sofort den anklagenden Zeigfinger auf die Christen richten lassen. Das sollte und soll unter allen Umständen vermieden werden. Es war sogar möglich, durch einen solchen verkehrten Lebenswandel, dass diese Witwen Satan nachfolgten. Dann gerieten sie vollständig in seine Fallstricke und ließen sich auf falsche Wege wegführen. Das ist bis heute eine Gefahr – nicht nur für Witwen. Und wir sollten durch Nüchternheit dieser Gefahr aus dem Weg gehen.

2. Timotheus 2,26 – Fallstrick für Diener

Jeder Diener steht in Gefahr, durch überzogenes Selbstbewusstsein und die Unfähigkeit, sich auch korrigieren zu lassen, eigene Wege zu verfolgen. Jugendliche Begierden (2. Timotheus 2,22) wie Selbstwichtigkeit und Übereifer sind hierfür wirksame Katalysatoren. Manchmal merken Diener gar nicht, dass sie dadurch in den Fallstrick Satans geraten. Wie gut, wenn es dann solche Knechte Gottes gibt, die mit Sanftmut zurechtweisen, „ob ihnen Gott nicht etwas Buße gebe zur Erkenntnis der Wahrheit und sie wieder nüchtern werden aus dem Fallstrick des Teufels, die von ihm gefangen sind, für seinen Willen“ (2. Timotheus 2,25.26).

Wahrscheinlich wird man sich erst dann eingestehen, dass man im Fallstrick Satans war, wenn man die Gnade erfahren hat, wieder herausgekommen zu sein. Aber es ist etwas außerordentlich Ernstes, für den Willen des Teufels gefangen zu sein. Jeder Gläubige ist aus der Macht Satans befreit worden. Wie traurig, wenn man durch eigene Schuld – jedenfalls für diese Erde – in diesen Machtbereich zurückgerät. Und wie tröstlich zu wissen, dass der Herr Diener schickt, die durch die Art ihrer Zurechtweisung zum Anlass werden, sich aus diesem Fallstrick und Einfluss Satans befreien zu lassen.

Hebräer 2,14.18 – Todesmacht und Versucher

Die stärkste Waffe, die der Teufel besitzt, ist der Tod. Damit konnte er jedem Menschen drohen. Selbst gegen Jesus Christus hat er diese Waffe eingesetzt. Aber er hat nicht gemerkt, dass durch die Wahl dieser Waffe seine eigene Niederlage besiegelt worden ist. „Weil nun die Kinder Blutes und Fleisches teilhaftig sind, hat auch er [Jesus] in gleicher Weise daran teilgenommen, damit er durch den Tod den zunichte machte, der die Macht des Todes hat, das ist den Teufel, und alle die befreite, die durch Todesfurcht das ganze Leben hindurch der Knechtschaft unterworfen waren“ (Hebräer 2,14.15). Zwar hat der Teufel dazu beitragen können, dass der Herr Jesus ans Kreuz kam. Aber gestorben ist der Herr Jesus freiwillig (Johannes 10,17.18). Er hat seinen Geist selbst übergeben (Johannes 19,30). Zugleich besiegte der Herr Jesus durch den Tod jedoch denjenigen, der die Macht des Todes besaß. Ja, Er, der das Leben ist, musste sterben. Aber damit hat Er Satan seine stärkste Waffe genommen – und zugleich Menschen aus der Macht Satans befreit. Wenn wir darüber nachdenken, dass Er dafür sterben musste, verstehen wir etwas von der gewaltigen Waffe in der Hand des Teufels. Er hatte alle Menschen seiner Sklaverei unterworfen.

Eine weitere, eher indirekte Äußerung über den Teufel finden wir am Ende des gleichen Kapitels. „Denn worin er [Christus] selbst gelitten hat, als er versucht wurde, vermag er denen zu helfen, die versucht werden“ (Hebräer 2,18). Zwar wird hier nicht die konkrete Person genannt. Aber der Schreiber des Hebräerbriefes spricht davon, dass der Herr Jesus versucht worden ist. Und der große Versucher in seinem Leben war der Teufel. Wir kennen die drei großen Versuchungen, in die Er in den 40 Tagen nach seiner Taufe gekommen ist. Dort wurde Er von dem großen Widersacher bis aufs Äußerste erprobt. Wir dürfen nicht vergessen, dass die drei großen, konkret genannten Versuchungen nach 40 Tagen ohne Essen stattfanden. Also auch äußerlich war der Herr in diesen drei Erprobungen in großer Übung.

Zudem hat man den Eindruck, wenn man die entsprechenden Stellen in Lukas 4 und Markus 1 liest, dass diese drei genannten Versuchungen nur den Abschluss und Höhepunkt bildeten, dass aber Satan die ganzen 40 Tage versuchte, den Herrn von seinem Weg in der Gemeinschaft seines Vaters abzubringen. „Und als der Teufel jede Versuchung vollendet hatte, wich er für eine Zeit von ihm“ (Lk 4,13). Wir lesen nicht konkret, wann der Teufel wiedergekommen ist. Aber es ist wohl nicht verkehrt, auch Gethsemane in diesem Zusammenhang zu erwähnen. Und weil der Herr Jesus diese Versuchungen erlebt hat – Er wurde ja nicht von innen heraus versucht, wie wir durch unser sündiges Fleisch, das Er nicht hatte – und in diesen Versuchungen Überwinder war, kann und wird Er uns in diesen Versuchungen helfen. Sonst würden wir alle unterliegen!

Jakobus 4,7 – Flucht durch Widerstand

Die Versuchungen des Teufels sind vielfältig. Manchmal bedrängt er uns mit Drangsalen, manchmal lässt er es uns gut gehen, so gut gehen, dass wir stolz auf uns werden und meinen, wir könnten das tun, was wir selbst wollen – wir verdienen es. Zu einem führt er uns nie: zur Demut. „Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade. Unterwerft euch nun Gott. Widersteht aber dem Teufel, und er wird von euch fliehen“ (Jakobus 4,6.7). Wenn ein Gläubiger Demut gelernt hat bei seinem Meister, der von Herzen demütig war, bekommt er von Gott Gnade geschenkt. Dieses Bewusstsein der Gnade auf dem tagtäglichen Lebensweg macht es ihm leicht, sich Gott unterzuordnen. Und damit tut der Gläubige genau das, was Satan ablehnte, als er ein Engel Gottes war. Diese Sünde, die aus ihm den Satan werden ließ, möchte er auch bei den Gläubigen bewirken.

Aber Gott hat uns ein Mittel in die Hand gegeben, um dem Teufel zu widerstehen: die Demütigung. Wenn wir uns Gott unterwerfen, muss der Teufel fliehen. Es ist oft zu Recht betont worden, dass er nicht vor uns flieht, sondern von uns geht. Aber er geht, weil eine Unterordnung unter Gott bedeutet, dass es Satan mit Gott selbst zu tun hat. Und vor dem allmächtigen Gott kann er nicht bestehen bleiben.

Als Gläubige müssen wir uns mit der Schwierigkeit auseinandersetzen, dass wir manchmal fliehen und manchmal widerstehen müssen. Beides finden wir im Neuen Testament. Häufig fliehen wir da, wo wir widerstehen sollen und umgekehrt. Wenn es um Satan geht, haben wir zu stehen, zu widerstehen. Gott hat uns alle Mittel dazu in die Hand gegeben. In Epheser 6 seine ganze Waffenrüstung. Und hier in Jakobus 4 seine Gnade, die Gesinnung Christi und sogar die Autorität Gottes selbst, unter die wir uns ordnen. Dann, aber auch nur dann, wird der Teufel auch in unserem praktischen Leben fliehen müssen.

1. Petrus 5,8 – der brüllende Löwe

Der Teufel nimmt nicht nur die Gestalt eines Engels des Lichts an. Er kann uns auch als ein brüllender Löwe begegnen, indem er uns drangsaliert und unterdrückt: „Seid nüchtern, wacht; euer Widersacher, der Teufel, geht umehr wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge. Dem widersteht standhaft im Glauben, da ihr wisst, dass dieselben Leiden sich vollziehen an eurer Brüderschaft in der Welt“ (1. Petrus 5,8.9). Die Empfänger des Petrusbriefes erlebten wirklich Verfolgungen. Petrus zeigt ihnen, von wem sie kommen: vom Teufel. Zuerst schreibt Petrus seinen Empfängern, dass sie alle Sorge auf Gott werfen sollen. Das aber sollte sie nicht unnüchtern machen: Der Teufel würde sich davon nicht abhalten lassen, sie einzuschüchtern. Und dazu tritt er wie ein brüllender Löwe auf, der versucht, einen Gläubigen nach dem anderen zu verschlingen.

Natürlich kann er einen wirklich Gläubigen nicht aus der Hand des Vaters rauben (Johannes 10,29). Aber er kann uns dazu bringen, den Glaubensweg hinter dem Herrn Jesus zu verlassen. Das ist das große Ansinnen des Widersachers. Er ist regelrecht auf der Suche nach Opfern. Und auch hier ist Standfestigkeit von uns verlangt. Wir sollen widerstehen. Einerseits wissen wir, dass wir nicht die Einzigen sind, die leiden müssen. Und diese Leiden halten sich wenigstens in Deutschland derzeit in Grenzen. Aber zugleich wissen wir, dass der „Gott aller Gnade“ (1. Petrus 5,10) auf unserer Seite steht. Auf Ihn wollen und sollen wir uns stützen.

1. Johannes 2,13.14; 3,12; 5,18.19 – der Böse

Johannes stellt uns in seinem Evangelium die Herrlichkeit des Sohnes des Vaters, des Sohnes Gottes vor. In seinem Brief zeigt er uns, dass das Leben des Sohnes nun auch uns geschenkt ist, die wir Kinder Gottes sind. Aber der Ausdruck, die Quelle und Kraft des Lebens bleibt Christus. Daher ist es nicht überraschend, dass gerade in diesem Brief an mehreren Stellen der Gegensatz zwischen dem Herrn Jesus und seinem großen Widersacher, dem Teufel, deutlich herausgestellt wird. Vor allem werden der Charakter und die Wirkung des Teufels mit Namen benannt. Und es wird deutlich, dass schon die Jünglinge im Glauben, deren großes Kennzeichen die Kraft in dem Herrn ist, mit Satan fertig sind: „Ich schreibe euch, Jünglinge, weil ihr den Bösen überwunden habt (1. Johannes 2,13.14).

Der Teufel wird hier in dem gezeigt, was er ist und tut: Er ist der Böse, und sein ganzer Einfluss ist darauf ausgerichtet, andere unter den Einfluss des Bösen zu bringen, damit sie selbst das Böse tun. Aber die Jünglinge waren solche, die den Teufel entlarvt hatten und ihn deshalb überwanden, weil das Wort Gottes in ihnen wohnte (Vers 14). Nur das Beschäftigen mit dem Wort Gottes, und als Folge davon das Wohnen des Wortes in unseren Herzen macht uns fähig, dem Teufel zu widerstehen, damit er seinen bösen Einfluss nicht auf uns übertragen kann. Er ist der Inbegriff des Bösen – aber das Gute überwindet das Böse, wenn es in Gottes Kraft vollbracht wird.

Ein Ungläubiger kann gar nichts anderes tun als dem Teufel zu folgen. Er ist ein Kind des Teufels (1. Johannes 3,10), ja der Ursprung des natürlichen Menschen wird von Johannes bloßgelegt: „Wie Kain [wohl der erste Ungläubige auf dieser Erde] aus dem Bösen war und seinen Bruder ermordete“ (1. Johannes 3,12). Die Folge des Wirkens Satans als Böser ist, dass sich die Menschen einander hassen.

Einen Gläubigen kann der Teufel dagegen nicht antasten: „Wir wissen, dass jeder, der aus Gott geboren ist, nicht sündigt; sondern der aus Gott Geborene bewahrt sich und der Böse tastet ihn nicht an“ (1. Johannes 5,18). Ein Gläubiger sündigt nicht, denn sein Leben ist nicht durch Sünde, sondern durch Wahrheit und Gerechtigkeit geprägt. Und weil seine Wurzel, sein Ursprung in Gott liegt, kann ihn der Teufel nicht antasten. Praktisch gehört allerdings dazu, dass wir uns bewahren, indem wir Gott in unserem Leben wirken lassen. Dazu muss sein Wort in unseren Herzen wohnen.

Die Welt kennt ein solches Teil nicht. „Wir wissen, dass wir aus Gott sind, und die ganze Welt liegt in dem Bösen“ (1. Johannes 5,19). Man muss den Bösen in diesem Vers nicht ausschließlich auf die Person des Teufels beziehen. Aber auch auf diesen Verführer und Anführer des Bösen trifft dieser Vers zu. Johannes stellt uns auch in diesem Vers die Wahrheit in absoluter Sprache vor. Während die Gläubigen ihren Ursprung in Gott haben, hat die Welt ihren Platz in dem Teufel gefunden. Wie groß ist die Gnade Gottes für diejenigen, die nicht mehr zur Welt gehörten, sondern Kinder Gottes geworden sind!

1. Johannes 3,8.10 – Werke und Kinder des Teufels

Johannes bleibt nicht nur dabei stehen, den Charakter und die Wirkungsweise des Teufels vorzustellen. Er stellt auch seine vollkommene Niederlage vor: „Wer die Sünde tut, ist aus dem Teufel, denn der Teufel sündigt von Anfang an. Hierzu ist der Sohn Gottes offenbart worden, damit er die Werke des Teufels vernichte“ (1. Johannes 3,8). Seit dem Augenblick an, seit dem dieser Engel Gottes zum Teufel wurde, sündigte er. Er tat nichts anderes mehr. Und jeder, dessen Charakter und Lebenswandel letztlich „Sünde“ ist, hat seinen Ursprung im Teufel. Wer ist das? Jeder Mensch von Natur aus, denn es gibt – außer Christus – keinen Menschen, der geboren worden wäre, um die Wahrheit zu tun. Dazu war es nötig, dass sich der Mensch bekehrt.

Dazu hat Gott die Grundlage gelegt, indem der Sohn Gottes offenbart wurde. Und diese Offenbarung schließt mit ein, dass der Sohn ans Kreuz gehen würde, um Sühnung zu tun für unsere Sünden (1. Johannes 2,2). Durch dieses Werk hat Christus aber nicht nur den Teufel als Person besiegt. Er hat zugleich seine Werke vernichtet. Das mag noch nicht sichtbar sein – das wird es erst im 1000-jährigen Reich, vollständig sogar erst im ewigen Zustand. Aber durch sein Werk ist es Kindern Gottes heute möglich, nicht in die Fußstapfen des Teufels zu treten. Sie tun eben nicht Sünde (1. Johannes 3,9), ja sie können nicht sündigen, weil sie aus Gott geboren sind (Vers 9). „Hieran sind offenbar die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels“ (Vers 10). Das macht also die Grundlage für die Unterscheidung aus.

Es gibt Kinder Gottes – und es gibt Kinder des Teufels. Dazwischen kann und muss jeder Mensch wählen. Wer Gott ablehnt, nimmt den Teufel an. Wer den Sohn Gottes verwirft, verwirft auch Gott, und wählt den Teufel als seinen Vater. Das wäre eine schreckliche Wahl, denn sie führt nicht nur in den Bereich des Bösen, man bleibt dort, weil man in der Finsternis war und ist. Der Teufel endet im „Feuer- und Schwefelsee“ (Offenbarung 20,10), genau wie seine Kinder (Offenbarung 20,15). „Und sie werden Tag und Nacht gepeinigt werden von Ewigkeit zu Ewigkeit“ (Offenbarung 20,10). Manche Menschen denken, dass sie in der Hölle (Matthäus 23,33) einfach unter der Herrschaft Satans leben würden. Schon das wäre schrecklich. Aber es ist nicht die Wahrheit. Der Teufel ist selbst – wie jeder Mensch, der sich nicht vor Gott und Gottes Sohn beugen wollte – Gegenstand des ewigen Gerichtes Gottes. Er wird ewig gepeinigt – genauso wie jeder ungläubige Mensch. Schreckliches Ziel!

Judas 9 – Ziele des Teufels

In dem letzten Brief des Neuen Testaments finden wir noch einmal einen Hinweis auf den Teufel und seine Ziele, die er von Anfang an verfolgt hat. Im Judasbrief heißt es: „Michael aber, der Erzengel, als er, mit dem Teufel streitend, Wortwechsel hatte um den Leib Moses“ (Vers 9). Was hatte der Teufel eigentlich mit dem Leib Moses vor? Offensichtlich wollte er ihn zu einem Kultobjekt in Israel machen. Gott lies das nicht zu. Aber es bedurfte anscheinend eines echten Wortwechsels und Streites zwischen den Mächten Gottes und Satan. Das zeigt uns ein wenig, was in der unsichtbaren Welt Tag für Tag vor sich geht. Aber es zeigt uns auch, dass Satan nichts tun kann, was Gott nicht zulässt.

Das große Ziel des Teufels war es schon immer, Gott die Anbetung zu rauben. Deshalb sollte sich sogar der Sohn Gottes vor ihm, dem gefallen Engel, niederbeugen (Lukas 4,7). Das war unmöglich. Aber der Teufel hat diesen Plan nicht aufgegeben, dass sich die Menschen von Gott abwenden. Bis heute schafft er es, dass Menschen vor Menschen anbetend niederfallen. Denken wir nur an die Heiligen- oder auch an die Marienverehrung. Oder an materielle Götzen, die bis heute verehrt werden.

Aber wir haben schon gesehen, dass es einen Augenblick geben wird, wo Gott Satan zwingen wird, vor dem gestorbenen und auferstandenen Christus niederzufallen (Philipper 2,10). Dann wird der Teufel endgültig besiegt sein und seine Niederlage anerkennen müssen.

Zum Ausklang – das ewige Reich Gottes

Der Teufel – das ist eigentlich kein erquickliches Thema. Wir sollten auf den Herrn Jesus blicken, das gibt neue Kraft. Prophetisch heißt es von Ihm: „Sie blickten auf ihn und wurden erheitert“ (Psalm 34,6). Oder: „Wachst aber in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus“ (2. Petrus 3,18).

Und doch werden lässt uns Gott durch den Apostel Paulus sagen: „Denn seine [Satans] Gedanken sind uns nicht unbekannt“ (2. Korinther 2,11). Und wenn wir ihm widerstehen sollen, müssen wir auch wissen, mit wem wir es zu tun haben. Es handelt sich zwar um einen besiegten, aber gleichwohl mächtigen Feind und Widersacher. Keiner von uns kann in eigener Kraft gegen seine Listen und gegen seine Macht vorgehen. Aber wir haben jemanden auf unserer Seite. Und das ist gerade derjenige, der Satan mit seinen eigenen Waffen geschlagen hat: Jesus Christus.

Sein Reich ist ein ewiges Reich (vgl. 2. Petrus 1,11). „Sein Reich ist ein ewiges Reich, und seine Herrschaft währt von Geschlecht zu Geschlecht! (Daniel 3,33).