08.02.2003Persönlicher Glaube

Bush - "Der fromme Mann im Weißen Haus"

„Im Weißen Haus beginnt fast jeder Tag mit einer Bibelstunde. Die Teilnahme ist nicht verpflichtend, aber der Hausherr sieht es gerne, wenn seine engeren und auch die ferneren Mitarbeiter sich früh morgens das geistige Rüstzeug für einen langen Arbeitstag aus der Heiligen Schrift holen. George W. Bush jedenfalls studiert die Bibel jeden Tag, und er betet regelmäßig. Auch die Sitzungen des Kabinetts im Weißen Haus eröffnet der Präsident mit einem Gebet."

Auf die Frage, welchen Rekord er am Tag seiner Amtseinführung aufzustellen gedenke - sein Amtsvorgänger Clinton hatte es geschafft, an einem einzigen Abend auf 11 verschiedenen Bällen zu feiern - antwortete Bush angabegemäß: „Ich gehe früher als jeder andere Präsident in der Geschichte zu Bett". So zog er sich - wie wohl üblich - gegen halb zehn zurück.

Die Bekehrung Bushs hatte Konsequenzen in seinem Leben

In dem Artikel heißt es weiter: „Bis zu seiner Bekehrung, die ins Jahr 1985 fällt, war Bush so etwas wie das schwarze Schaf der Familie, wie er selbst von sich zu sagen pflegte. Er rauchte, hatte ein manifestes Alkohol-Problem und womöglich auch noch andere Schwierigkeiten. Seine religiöse Sozialisation erfuhr Bush als Kind in der Presbyterianischen und der Episkopat-Kirche ... Bush berichtet über seine entscheidende Begegnung mit dem charismatischen Prediger Billy Graham, einem Freund der Familie, folgendes: ‚Ich musste ein Wochenende mit dem großen Billy Graham verbringen. Und als Ergebnis unserer Gespräche und seiner Inspiration sah ich in mein Herz und verschrieb mein Leben Jesus Christus.’"

Dann heißt es: „Folge der persönlichen Bekehrung Bushs war die Abkehr von Alkohol und Tabak sowie die Hinwendung zu einer strengen Arbeits- und Lebensdisziplin, zu der die tägliche Bibellektüre und das Gebet ebenso gehören wie der regelmäßige Dauerlauf und das Gewichtestemmen. Und natürlich gehört die innere Überzeugung dazu, fortan selbst im Dienste einer Mission zu stehen und sein Handeln nach der Frage auszurichten: ‚Was würde Jesus tun?’"

„Mensch der Liebe" - aber Staat der Gerechtigkeit

Als Bush im Präsidentschaftskampf gegen Al Gore in einem Fernsehduell nach seinem bevorzugten politischen Philosophen gefragt wurde, lautete seine Antwort: „Jesus Christus."

Bemerkenswert sind auch die Aussagen des amerikanischen Präsidenten zu Krieg: „Beim Trauergebet in der National Cathedral in Washington ...: ‚Ich bin ein Mensch der Liebe, aber ich habe auch einen Job zu erledigen, und das werde ich tun.’ Wie in einer schwierigen Lage das christliche Liebesgebot mit den Erfordernissen des mächtigsten Mannes des mächtigsten Landes der Welt in Einklang gebracht werden könne, dazu gab Bush sein Freund Marvin Olasky, Vordenker der konservativen Christen, wichtige Ratschläge. Das Gebot Jesu, die ‚andere Wange hinzuhalten’ gelte für den Christenmenschen Bush persönlich. Der Staatsmann aber habe sich nach dem Lehrsatz aus 1. Mose 9 zu richten, der da lautet: ‚Wer Menschenblut vergießt, des Blut soll auch durch Menschen vergossen werden; denn Gott hat den Menschen zu seinem Bilde gemacht.’ Wer sich für den Respekt des menschlichen Lebens einsetze, der müsse Mörder bestrafen, und dies habe die Regierung zu erfüllen, sagte Olasky."

„Wir setzen unser Vertrauen auf Gott.“

Übrigens - Bush beendete seine gestrige Rede zur „Lage der Nation“ mit einem bemerkenswerten Statement, welches - bei aller Berücksichtigung des patriotischen Geistes in den USA - sein Verhältnis zu Gott deutlich macht: „Wir Amerikaner haben Selbstvertrauen; aber nicht nur Vertrauen zu uns selbst. Wir behaupten nicht, dass wir alle Wege der Vorsehung kennen. Aber wir können sie vertrauensvoll gehen. Denn wir setzen unser Vertrauen auf den lebendigen Gott, der hinter allem Leben und aller Geschichte steht. Möge Er uns bewahren …“

Der mächtigste Mann der Welt hat Zeit für Bibellese und Gebet!

Bei allen Vorbehalten gegen die aktive Rolle von Christen in der Politik, über die wir auf dieser Seite verschiedentlich geschrieben haben, und bei berechtigten Fragen zu Kirchen und kirchlichen Organisationen bzw. der Kompromissbereitschaft mancher bekannter Christen: Es beeindruckt, dass der vielleicht heute mächtigste Mann der Erde nicht nur ein solches Verhältnis zur Bibel, zu Gott und Jesus Christus hat. Dass er nicht nur mit einer bibeltreuen Unterscheidung zwischen einer persönlichen Gesinnung und den von Gott dem Staat auferlegten Pflichten aufwarten kann. Er findet offenbar trotz seiner Verpflichtungen, deren Ausmaß wir uns kaum vorstellen können, Zeit, um die Bibel zu lesen und zu Gott zu beten. Und seine unmittelbare Umgebung erfährt den segensreichen Einfluss des Wortes Gottes.

Ob sich jeder Nutzer von bibel-forum jeden Tag die Zeit zu einer gründlichen Bibellese und zu einem intensiven Gebet zu dem Herrn nimmt? Mindestens in dieser Hinsicht kann uns der amerikanische Präsident ein Vorbild sein. Oder?