19.01.2006Ehe & Familie

Ursula von der Leyen: Vorzeige-Christin und Mutter?

Die Modellfrau

In vielen Zeitungen findet man die neue Bundesfamilienministerin, Ursula von der Leyen, 47, als Vorzeigemodell der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Und in einer Reihe von christlichen Zeitschriften ist sie zugleich als Modell für christliche Frauen vorgestellt. Tatsächlich ist es beeindruckend, eine Christin zu sehen, die zu ihren sieben Kindern steht: David, Sophie, Donata, Victoria, Johanna, Egmont und Gracia. Und schöne Namen sind dabei ...

Es geht an dieser Stelle nicht darum, Gottes Beamte zu kritisieren oder niederzumachen! Aber man fragt sich, ob diese Vorzeige-Christin eigentlich so vorbildlich ist. Was sagt die Bibel dazu - denn das ist für uns Christen ja das einzige Kriterium!

Die biblische Modellfrau

Die Bibel hat zu diesem Thema eine klare „Meinung“. Die alten Frauen, heißt es dort, sollen „die jungen Frauen unterweisen, ihre Männer zu lieben, ihre Kinder zu lieben, besonnen, keusch, mit häuslichen Arbeiten beschäftigt, gütig, den eigenen Männern sich unterzuordnen, damit das Wort Gottes nicht verlästert werde“ (Titusbrief, Kapitel 2, Verse 4 und 5).

Paulus ist schon manches Mal unterstellt worden, er sei ein Frauenhasser. Und wir müssten die Zeichen der Zeit akzeptieren, dass sich die Kultur geändert habe. Das hat sie, keine Frage. Aber Gottes Wort hat sich nicht geändert. Und damit auch nicht Gottes Weisung für den Menschen - ob im 1. Jahrhundert oder im 21. Jahrhundert.

Warum wird Frauen hier das gesagt, was sonst nur den Männern immer wieder gesagt wird: den Ehepartner zu lieben? Offensichtlich geht es Paulus in seinem Schreiben an Titus um praktische Konsequenzen. Dasselbe gilt in Bezug auf die Liebe zu den Kindern. Sie muss sich an den praktischen Taten messen lassen.

Wie zeigt sich Liebe zu Kindern?

Nun ist fraglos wahr, dass sich Liebe eben nicht nur auf den Magen bezieht. Keine Frage! Aber der Magen ist eben nicht ausgeschlossen. Nicht von ungefähr ist hier von Besonnenheit und der Beschäftigung mit „häuslichen Arbeiten“ die Rede.

Es glaubt wohl keiner, dass eine Mutter von sieben Kindern, die zugleich Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist, noch Zeit für ihren Haushalt hat. Es mag sein, dass ihre Kinder bei ihr im Ministerium die Hausaufgaben machen. Mal abgesehen von der Frage, ob Kinder nicht eine Herberge privater Natur brauchen, stellt sich die Frage, wie oft die Ministerin überhaupt vor Ort ist - bei den vielen Terminen, die sie beruflich einfach wahrnehmen muss.

Gott ist souverän und allmächtig. Er kann diesen Mangel an Zuwendung für die Kinder - wer wollte das bestreiten? - dennoch ausgleichen, so dass er nicht zum bleibenden Schaden für die Kinder ist.

Kein schlechtes Gewissen!

Aber Mütter und Ehefrauen sollten sich niemals ein schlechtes Gewissen machen (lassen), wenn sei nicht arbeiten. Gemeint ist eine spezielle berufliche Arbeit. Das muss betont werden, weil die Arbeit zu Hause mehr als Arbeit ist, nicht zuletzt in Familien. Gott hat Frauen einfach eine andere Arbeit aufgegeben als Männern. Auch wenn das heute unmodern ist - bei Gott ist es immer modern geblieben!

Mit häuslichen Arbeiten beschäftigt - ist das nicht langweilig, hohl und ohne Herausforderung? Nein, überhaupt nicht. Alles, was eine Frau und Mutter für den Herrn Jesus tut, wird von Ihm gesegnet. Es ist eine Arbeit im Werk des Herrn (Kolosserbrief, Kapitel 3, Vers 17). Und es ist der Beweis der Liebe zum Ehemann und zu den Kindern.

Es ist eben kein Beweis der Liebe zu Kindern, wenn ich einem Beruf nachgehe. Natürlich haben wir Frauen und Mütter, die einen solchen Weg gehen, ihrer Verantwortung vor dem Herrn zu überlassen. Aber wenn sie nicht mehr in der Lage sind, für ihre Familie zu sorgen, beginnt ein unordentlicher Lebenswandel. Vielleicht nicht für diese Gesellschaft, wohl aber für Gott.

Auch schon ein Kind fordert ungeteilte Aufmerksamkeit

Wir haben keine 7 Kinder. Aber auch bei 5 Kindern wissen wir, was für Bedürfnisse Kinder haben. Und diese richten sich nicht nach den Zeitpunkten, wenn wir Eltern meinen, Zeit zu haben. Kinder haben plötzlich Bedürfnisse. Wer mag sie stillen? Allein die emotionale Zuwendung, die ein Kind im kleinen Alter und dann auch im jugendlichen Alter erfährt, ist durch nichts zu ersetzen.

Heute spricht man davon, dass es nicht auf die Quantität sondern auf die Qualität der Zuwendung ankomme. Diesen Unsinn haben sich Soziologen ersonnen. Mit der Realität hat das nichts zu tun. Wer keine Zeit für Kinder hat, wird die wenige Zeit, die er zur Verfügung stellt, auch nicht mit höchster Qualität ausfüllen können. Denn diese setzt Vertrauen voraus. Und Vertrauen wächst erst, wenn man dann Zeit für Kinder hat, wenn Kinder einen brauchen.

Vorbildliche christliche Mütter

Vorbildliche christliche Mütter haben immer Zeit für Kinder. Dazu passt kein zusätzlicher Beruf. Und gibt es ein größeres Geschenk, als wenn Mütter ihre Kinder dann zum Heiland geführt haben - es gewissermaßen bekehrt haben? Viele Männer haben diese Erfahrung ihr Leben lang noch nicht gemacht. Dieses Geschenk hat Gott oftmals gerade für Mütter aufbewahrt! Er weiß, warum!