04.02.2004Ehe & Familie

Anregungen für Verlobte (30) – Reinheit im Blick auf die Verlobung!

„Wodurch wird ein Jüngling seinen Pfad in Reinheit wandeln- Indem er sich bewahrt nach deinem Wort“ (Psalm 119,9).

Du möchtest heiraten- Dann bewahre Dich in Reinheit!

Es gibt wohl keinen jungen Menschen – bis auf die wenigen Ausnahmen nach 1. Korinther 7,7 – der nicht gerne heiraten möchte. Und vor der Eheschließung kommt bei uns die Verlobung. Also muss man sich verloben. Wenn nun, wie in diesem Abschnitt, der Gedanke der Reinheit einmal betont werden soll, dann geht es darum, dass sich die jungen Menschen – Mann und Frau – in ihrem persönlichen Leben bereits rein bewahrt haben. Das heißt konkret: Sie haben keinen Geschlechtsverkehr vor der Ehe und Verlobung gehabt (wir reden jetzt nicht von dem Sonderfall, dass jemand sich „aus der Welt“ bekehrt hat und dort schon manches erlebt hat).

Aber das alleine reicht nicht. Sie haben sich auch in ihren Gedanken und Empfindungen rein erhalten. Damit meine ich, dass der junge Mann nicht jedem Mädchen (oder auch nur immer mal wieder) hinterher schaute oder sogar hinterher pfiff. Dass er sich nicht jedes Plakat mit besonderen Stielaugen betrachtete, wo „Frauenfleisch“ zu sehen war. Dass er sich, was Zeitschriften und Internet betrifft, durch Selbstbeherrschung ausgezeichnet hat. Dass er seine Augen überhaupt im Griff hatte. Und dass er mit der Hilfe des Herrn geschafft hat, das Problem der Selbstbefriedigung zu bewältigen.

Bist Du gefallen, so tu Buße und bekenne!

Es gibt keinen Mann, der nicht auch zumindest in seinem Herzen und in seinen Begierden gefallen ist. Umso wichtiger ist es, ein Bekenntnis jeweils abzulegen! Und sei Dir bewusst, dass es nicht mit einem oberflächlichen Bekenntnis (oder noch schlimmer, Geständnis) getan ist. Lies einmal 4. Mose 19. Dort geht es konkret um Verunreinigung. Und dort findest Du, dass ein verunreinigter Mensch 7 Tage unrein war. Und nach den ersten drei Tagen fand die erste Besprengung statt. Das heißt nicht, dass Du heute 7 tagelang nichts mehr tun kannst. Aber es macht ganz deutlich, dass Du nicht so tun kannst, als ob eine moralisch-ethische Beschmutzung in einem 10-Sekunden-Bekenntnis ausgeräumt ist. Das ist sie nicht! Buße geht tiefer.

Und wenn es auch niemand anders gemerkt haben mag, was in Dir oder mit Deinen Händen passiert ist: Derjenige, der der Richter des Himmels und der Erde ist, Er hat es doch gesehen. Und auf sein Urteil kommt es mehr an als auf das Urteil irgendeiner anderen Person! Nicht dass der Sohn des Menschen Dich, wenn Du von neuem geboren bist, in die Hölle werfen würde – dafür ist Er am Kreuz für Dich gestorben. Aber Er wird Dich (und mich) züchtigende Wege führen müssen, wenn wir die Dinge vor Ihm nicht rückhaltlos und nachhaltig in Ordnung bringen.

Unreinheit im Leben einer jungen Frau-

Natürlich gibt es auch solche Verunreinigungen im Leben von jungen Frauen. Sie können genauso rein moralischer Natur sein – aber das ist in diesem sexuellen Sinn selbst in unserer heutigen, erotisierten und vollkommen verdrehten Gesellschaft vielleicht noch eher selten. Aber Reinheit bezieht sich auch auf Deine Gesprächsinhalte. Geht es immer nur um Männer- Geht es immer nur um das Äußere, das Aussehen etc.-

Wie sieht Dein Äußeres aus: Kann man Dich noch als Christin erkennen- Die in der Bibel als klares Erkennungsmerkmal der Frau genannten Haare sind so ein Detail, an dem man den reinen Lebenswandel auch einer jungen Frau erkennen kann. Kann man Dein „wahres“ Gesicht vor lauter „Verschönerung“ noch erkennen- Oder muss man gewissermaßen anfangen zu kratzen, um durchzudringen- Wie sieht es mit der Literatur aus- Bei Männern sind es ja auch nicht nur die farbigen Bilder, sondern entsprechende Romane, die sich auch bei jungen Frauen manchmal größter Beliebtheit erfreuen.

Schon mal an Deine Kleidung gedacht-

Und dann kann man sich gerne so kleiden, dass man angestiert wird. Nicht nur im Sommer und nicht nur im Schwimmbad! Ohne jetzt irgendwelche Verbote aufstellen zu wollen – und es ist ja auch in der heutigen Zeit äußerst schwer, wirklich ordentliche Kleidung zu kaufen: Aber auch unter Christen ist es inzwischen modern geworden, „oben“ und „unten“ besonders eng anliegende Kleidung zu tragen – das wird leicht ein Blickfang der Unreinheit!

Auch für Dich als Frau gilt: Bekenntnis, Buße und vor allem Lassen! Lies in diesem Zusammenhang noch einmal die sehr eindrücklichen und auch heute noch gültigen Stellen wie 1. Petrus 3,1-6 und 1. Timotheus 2,6-15. Eine gottesfürchtige Frau ist rein – und das ist ein großartiger Schmuck!

Gott sucht reine, junge Frauen!

Gott wünscht, dass junge Menschen rein in die Ehe gehen. In jeder Hinsicht! Zum Schluss ein großes Vorbild für uns alle: Joseph, der verlobte Ehemann von Maria, der Mutter des Herrn. Maria war schwanger geworden – und Joseph war in seinen Empfindungen rein. Da heißt es von ihm: „Da aber Joseph, ihr Mann, gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, gedachte er sie heimlich zu entlassen“ (Matthäus 1,19). Eine solche Gerechtigkeit und Reinheit wünsche ich Dir!