07.03.2006 Gute Botschaft

Auf allen Vieren – menschliche „Vorläufer“?

Die Leute, die auf allen Vieren laufen ...

Britische Forscher rätseln über eine Familie, deren fünf erwachsene Kinder (Bild BBC) sich fast ausschließlich auf allen Vieren fortbewegen. Die geistig zurückgebliebenen Geschwister von bis zu 34 Jahren folgten durch einem Urinstinkt, der in den menschlichen Genen festgeschrieben, im Laufe der Evolution aber in den Hintergrund getreten sei, schrieb der Londoner Anthropologie-Professor Nicolas Humphrey in einem Beitrag für die „Times“. Die kurdische Familie lebt in einem kleinen Dorf im Süden der Türkei. Andere Wissenschafter gehen den Angaben zufolge nicht unbedingt von einem Gendefekt aus. Möglicherweise hätten es die Eltern versäumt, ihren Kindern das Gehen auf allen Vieren abzugewöhnen.

Es ist die alte, immer wiederkehrende Geschichte: Sobald ein sonderbares Phänomen bei Menschen auftritt, wird die Idee bemüht, es müsse sich um den Rückschritt in eine der evolutionären Vorstufen des Menschen handeln. Irgendwann findet man dann andere Erklärungen, die aber aufgrund der medienwirksamen Publikation der ersten Idee, die man nicht gerne widerrufen möchte, nicht in die Breite kommuniziert wird.

Der Mann, der vor vielen 100 Jahren auf allen Vieren lief

Was hätten wohl die heutigen Evolutionsforscher gesagt, wenn sie dabei gewesen wären, als sich der größte und unumschränkteste Herrscher über Menschen, den die Erde bislang gesehen hat – Nebukadnezar – wie ein Tier bewegte und verhielt?

In dem alttestamentlichen Buch Daniel lesen wir im vierten Kapitel, dass er diese, seine „Entwicklung“ schon vorher geträumt hatte (Verse 1 bis 15). Daniel musste ihn dann deuten (Verse 16-24). Und dann trat das ein, was Nebukadnezar geträumt hatte:

Was die Bibel sagt

„Dies alles kam über den König Nebukadnezar [des neubabylonischen Königreiches]. Nach Verlauf von 12 Monaten ging er auf dem königlichen Palast in Babel umher; und der König hob an und sprach: Ist das nicht das große Babel, das ich zum königlichen Wohnsitz erbaut habe durch die Stärke meiner Macht und zu Ehren meiner Herrlichkeit? Noch war das Wort im Mund des Königs, da kam eine Stimme vom Himmel herab: Dir, König Nebukadnezar, wird gesagt: Das Königtum ist von dir gewichen! Und man wird dich von den Menschen ausstoßen, und bei den Tieren des Feldes wird deine Wohnung sein, und man wird dir Kraut zu essen geben wie den Rindern; und es werden sieben Zeiten über dir vergehen, bis du erkennst, dass der Höchste über das Königtum der Menschen herrscht und es verleiht, wem er will.

In demselben Augenblick wurde das Wort über Nebukadnezar vollzogen; und er wurde von den Menschen ausgestoßen, und er aß Kraut wie die Rinder, und sein Leib wurde benetzt vom Tau des Himmels, bis sein Haar wuchs wie Adlerfedern und seine Nägel wie Vogelkrallen. Und am Ende der Tage erhob ich, Nebukadnezar, meine Augen zum Himmel, und mein Verstand kam mir wieder; und ich pries den Höchsten, und ich rühmte und verherrlichte den ewig Lebenden, dessen Herrschaft eine ewige Herrschaft ist, ... der die zu erniedrigen vermag, die in Stolz einhergehen“ (Daniel, Kapitel 4, Verse 25-31.34).

War dieser Mann zwischendurch eine menschliche Vorstufe?

War dieser große König auf einmal ein Tier? Nein, aber das Gericht Gottes über seinen Hochmut, seinen Stolz, seine Selbstüberschätzung (das beziehen wir nicht auf die oben genannten „auf allen Vieren Laufenden!) führte dazu, dass er gedemütigt wurde und sich wie ein Tier benahm, zu den Tieren gerechnet wurde.

Tiere sind dadurch gekennzeichnet, dass sie keine Beziehung zu Gott wahrnehmen können. Ihr Blick ist in aller Regel nach unten auf die Erde gerichtet. Das ändert sich bei Nebukadnezar, als er „seine Augen erhob“ (Vers 31). Das ist auch heute die einzige Chance, ein im wahren Sinn des Wortes sinnhaftes Leben führen zu können.

Der einzige Weg!

Manche mögen sich damit abplagen zu ergründen, welche Verbindung es von uns zu angeblichen „Vorläufern“ und Vorstufen des Menschen gegeben hat. Auf diese Weise wird man in aller Regel nicht zu Gott finden. Aber ein Blick „nach oben“ zu der Allmacht Gottes, zu dem Wunderwerk göttlicher Schöpfung wird dazu führen, dass man sich selbst demütigt – immerhin sind wir alle Sünder! – und dann wird sich Gott als der Retter-Gott offenbaren, der seinen eigenen Sohn für uns hingegeben hat. Dieser allein ist unsere Zukunft!