21.01.2004Persönlicher Glaube

Freude trotz Gefangenschaft

Es gab vor ca. 2000 Jahren einen Mann, der nach menschlichem Ermessen und besonders nach jüdischer Sichtweise in besonderem Maß dafür geschaffen war, Gott zu dienen. Dieser Mann gibt alle diese Vorzüge unverständlicherweise auf und achtet sie für Verlust und Dreck.

Vor allem: Christus zu dienen und Ihn zu erkennen

Wichtiger war ihm, Jesus Christus zu dienen und Ihn erkennen. Doch jetzt ist er gefangen. Alles vorbei, oder nicht? Was soll man denn als Gefangener schon noch tun können für Christus? Zudem predigen jetzt andere Christus. Sie waren neidisch auf diesen Mann, der so viel gelingen gehabt hatte. Viele Menschen sind durch ihn zum Glauben gekommen. Diese neidischen Männer mögen die Gefangenschaft als einen Beweis angesehen haben, dass Gott kein Wohlgefallen an diesem Mann hätte. Oder sie waren einfach froh: Jetzt ist er weg, jetzt können wir bekannt werden durch unseren Dienst.

Doch was sagt dieser Mann? „Meine Umstände sind mehr zur Förderung des Evangeliums geraten“. Kann so etwas sein? Ja, es kann sein und hier war es so. Deshalb kann dieser Mann seine Geschwister ermuntern: „Lasst euch in nichts erschrecken von den Widersachern; was für sie ein Beweis des Verderbens ist, aber eures Heils, und das von Gott“.

Freude - auch im Leid (Gefängnis)

Wie bestimmt inzwischen bemerkt, ist die Rede von Paulus. Die Verse sind aus dem Philipperbrief zitiert, Kap 1,12 u. 28. Unter den oben genanten Umständen hätte Paulus doch wirklich mutlos werden können. Aber stattdessen schreibt er diesen schönen Brief an die Philipper, wo er auch so viel von der Freude schreibt. Wenn auch wahrscheinlich kein Leser gefangen ist wie damals Paulus, so könnten uns doch viele Dinge erschrecken und uns mutlos machen wollen. Dann hat man die Freude im Herrn schnell verloren. Der Teufel möchte dies, der Herr aber möchte uns ermuntern und lässt uns durch Paulus zurufen:

Philipper 3,1: Übrigens, meine Brüder, freuet euch in dem Herrn!

Philipper 4,4: Freuet euch in dem Herrn allezeit! Wiederum will ich sagen: Freuet euch!