25.04.2006Ehe & Familie

Entscheidung für Kinder

Aktuelle Familienpolitik

Man kommt an dieser Frau und ihrer Politik in den letzten Wochen und Monaten praktisch nicht mehr vorbei: Ursula von der Leyen, die Bundesfamilienministerin. Überall - auch auf vielen Zeitungs- und Magazin-Berichten - blickt sie uns an. Immer wieder ist ihr Thema: Vereinbarkeit von Familie und Beruf, um mehr Kinder zu „schaffen“ in der deutschen, abnehmenden Bevölkerung. Sie selbst hat ja sieben kleine Kinder und gilbt als Vorzeigechristin, die sich um ihre Familie kümmert, zugleich aber eine 60-Stundenwoche lebt. Wir haben zu dieser Frage bereits früher geschrieben.

Dennoch bleibt die Frage bestehen: Warum bekommen auch Christen immer weniger Kinder? Natürlich haben die Umwelteinflüsse zugenommen, die bei - anscheinende - mehr Frauen und/oder Männern den Wunsch nach Kindern unerfüllbar machen.

Wird der Beruf der Hausfrau von uns noch geachtet?

Aber es ist mehr. Ist nicht auch wahr, dass in der heutigen Zeit mehr christliche Frauen berufstätig sind und sich Eheleute einen Standard sichern wollen, den es mit Kindern einfach nicht geben würde? Gehört in dieses Themengebiet nicht auch hinein, dass wir den „Beruf“ der Hausfrau zunehmend stigmatisieren, negativer bewerten?

Auch unter uns Christen ist eine Tendenz festzustellen ist, dass die Familie keine wirklich interessante und ausfüllende Tätigkeit für Frauen ist. Aber: Sie ist es! Die Entwertung des „Berufes“ Hausfrau hat dazu geführt, dass sich viele Ehefrauen und Mütter fragen, ob ihre Tätigkeit wirklich geschätzt wird. Wir Männer haben durch unsere oft schäbige Art, abschätzig von unseren Frauen als Hausfrauen zu reden, das unsere dazu getan.

Kinderrückgang und Kinderabgabe

Das alles hat jedoch nicht nur zu Kinderrückgang geführt. Dabei gibt es diesen schönen Vers, von Gott selbst: „Kindeskinder sind die Krone der Alten, und der Schmuck der Kinder sind ihre Väter“ (Sprüche, Kapitel 17, Vers 6); und: !Der die Unfruchtbare des Hauses wohnen lässt als eine fröhliche Mutter von Söhnen“ (Psalm 113, Vers 9).

Die gesellschaftlichen Strömungen haben auch bewirkt, dass nicht nur Kindergärten, sondern auch Krippenplätze von immer mehr Christen gefragt werden. Wollen wir unsere Kinder wirklich so früh wie möglich abgeben, um selbst besser verdienen und Geld ausgeben zu können? Sicher, es mag Situationen geben, wo das Einkommen wirklich nicht ausreicht. Aber das sind wohl die allerwenigsten Fälle.

Viel häufiger ist es doch so, dass die Frauen und Mütter Freiheiten und Anerkennung suchen, die ihnen der Beruf im Haushalt scheinbar nicht bieten kann. Dieser Irrtum hat fatale Folgen. Die Lebenserfahrung zeigt, dass viele Kinder verloren gehen - vielleicht nicht in Bezug auf die Ewigkeit und ihre Errettung - wohl aber in Bezug auf das richtige Setzen von Prioritäten im Leben.

Kinder sind ein Geschenk Gottes!

Kinder sind ein Geschenk Gottes für Eltern. Und als solches sollten sie auch angesehen werden. Sie sind uns Eltern für eine gewisse Zeit anvertraut. Diese Zeit ist kurz genug, um sie für den Herrn zu nutzen. Die Bibel sagt dazu an einer Stelle: „Zieht sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn“ (Epheserbrief, Kapitel 6, Vers 4). Das ist eine vornehme Aufgabe, der wir uns stellen sollten. Und gerade Mütter haben hier eine Möglichkeit, nicht nur das Evangelium, sondern auch die Atmosphäre eines gottesfürchtigen Lebens in die Kinder einzuhauchen. Ist das nicht ein äußerst wertvoller Dienst, eine „hehre“ Aufgabe?

Welch ein Segen war es für Mose, dass er die ersten Jahre seines Lebens wirklich „zu Hause“ verbringen konnte, bevor er dann „in die Welt“ entlassen wurde. Dort zehrte er Zeit seines Lebens von der geistlichen Erziehung seiner Eltern, seiner Mutter.

Und war es bei Samuel anders? Die Zeit bei seiner Mutter prägte ihn dermaßen, dass die schrecklichsten Umstände um ihn herum - Götzendienst, Hurerei und Gottlosigkeit - keinen negativen Einfluss auf sein geistliches Leben hatten. Das ist die Gnade Gottes. Aber es ist der Verdienst seiner Mutter!

Ein neuer Ansporn!

Ist das ein Ansporn für eine Entscheidung für Kinder, und dafür, Kinder so lange wie möglich bei der Mutter und bei den Eltern zu halten, bevor wir sie abgeben? Man muss sicher auf finanzielle Vorteile verzichten. Aber die himmlische Bank, das himmlische Depot ist unschlagbar!