04.05.2006Dienst

Eifer und Hingabe im Dienst des Herrn

Der Tag der Gnade endet! Was tun?

Der Tag der Langmut und Gnade Gottes neigt sich schnell seinem Ende zu, und der Tag des Zorns naht heran. Während die Dinge in der Welt unzweifelhaft einer schrecklichen Krise entgegeneilen, treiben unaufhörlich unsterbliche Seelen auf dem Strom der Zeit in das endlose Meer der Ewigkeit.

Wie berühren uns diese Dinge? Was tun wir inmitten der uns umgebenden Szene? Wie entsprechen wir unserer vierfachen Verantwortlichkeit: gegen Gott, gegen Seine Kinder, gegen Sünder - die in ihr Verderben rennen, und gegen unsere eigene Seele? O lasst uns doch mit dieser ernsten Frage in die Gegenwart Gottes treten, und sie dort in ihrer großen Bedeutung zu erfassen suchen!

Alles zur Rettung von Seelen unternommen?

Tun wir wirklich alles, was wir können, um die Sache Christi, das Wohlergehen seiner Versammlung, die Verbreitung seines Evangeliums zu fördern? Ich fürchte sehr, dass wir nicht einen rechten Gebrauch von all der Gnade, dem Licht und der Erkenntnis machen, welche Gott in seiner Gnade uns gegeben hat.

Ich fürchte, wir handeln nicht getreulich und fleißig mit unsern Talenten. Wie oft sind Leute mit weniger Erkenntnis, viel praktischer und fruchtbarer in guten Werken und werden von Gott mehr gebraucht in der Bekehrung kostbarer Seelen. Woher kommt dies? Sind wir, du und ich, genug leer von uns selbst, genug im Gebet, haben wir ein einfältiges Auge?

Hast Du Dein ganzes Wirken „ausgerichtet“?

Du sagst vielleicht: Es ist etwas Armseliges, mit uns selbst und unsern Werken beschäftigt zu sein. Freilich, aber wenn unsere Wege und Werke nicht sind, was sie sein sollten, so müssen wir uns damit beschäftigen, müssen sie richten. Der Herr forderte Sein Volk durch den Propheten Haggai auf: „Richtet euer Herz auf eure Wege“, und der Herr Jesus sagte zu jeder der sieben Versammlungen: „Ich kenne deine Werke“.

Es ist große Gefahr vorhanden, dass wir mit unserer Erkenntnis, unsern Grundsätzen und unserer Stellung befriedigt seien, und zu gleicher Zeit in einem weltlichen, selbstsüchtigen und gleichgültigen Geiste wandeln. Gott möge im Hinblick auf diese Dinge in unsern Seelen mit Macht wirksam sein.

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Mit freundlicher Genehmigung des Beröa Verlages

Halte Fest Jahrgang 1958 - Seite: 124