13.01.2018 Matthäus | Prophetie

Mose und Elia – die Repräsentanten des Alten Testaments

Bild: Mose

Auf dem Berg der Verklärung erscheinen auf einmal Mose und Elia. Sie symbolisieren das Alte Testament. Mose war der Gesetzgeber des Volkes Israels. Immer wieder wird in diesem Evangelium das Gesetz Moses zitiert. Der Herr Jesus tut das selbst als Erster (vgl. Mt 4,4) und hat das bislang schon fünfmal getan. In Johannes 1,17 lesen wir zudem: „Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben." Mose ist der große Gesetzgeber, natürlich unter der Hand Gottes. Elia dagegen ist der große Prophet. Das Alte Testament bezeugt das mehrfach. Er war der Prophet, der das Volk Israel, das sich von Gott weggewandt hatte, wieder zu Gott zurückführen wollte. So sehen wir auf dem Berg die beiden großen Repräsentanten des alten, jüdischen Bundes, gewissermaßen die Säulen des Alten Testaments. Wie schon gesagt, war der eine der einzige Jude, der ohne sterben zu müssen in den Himmel gebracht wurde. Der andere war der einzige Mensch, der jemals von Gott selbst beerdigt wurde.

 

Warum ist das so wichtig hier? „Denn alle Propheten und das Gesetz haben geweissagt bis auf Johannes" (Mt 11,13). Diese Szene des 1.000-jährigen Reiches in unserem Abschnitt ist nicht nur ein wunderbares, herrliches Bild. Genauso wie wir in Matthäus 16 die Ablösung des Zeugen Israel durch einen neuen Zeugen, die Versammlung gesehen haben, lernen wir hier davon, dass die großen Instrumente Gottes im Alten Testament - das Gesetz und die Propheten - abgelöst werden. Hier nicht durch die Versammlung, sondern durch eine Person: „Jesus allein" (Vers 8). Diesen Gedanken kann man mit Römer 3 verbinden: „Darum, aus Gesetzeswerken wird kein Fleisch vor ihm gerechtfertigt werden; denn durch Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde. Jetzt aber ist, ohne Gesetz, Gottes Gerechtigkeit offenbart worden, bezeugt durch das Gesetz und die Propheten: Gottes Gerechtigkeit aber durch Glauben an Jesus Christus gegen alle und auf alle, die glauben" (Verse 20-22).

Das Gesetz und die Propheten hatten ihren Dienst getan und erfüllt. Sie konnten das Volk nicht erretten, sondern nur aufmerksam machen auf die Sünde. Daher gehörten sie mit Johannes dem Täufer zum Alten Bund. Jetzt aber kam etwas ganz Neues durch den Herrn Jesus. Und diesen Wechsel finden wir gerade auf dem Berg der Verwandlung dargestellt, der im Blick auf das 1.000-jährige Friedensreich zeigt, dass Gott in Christus etwas Neues schaffen würde, von dem Er allerdings die Gläubigen des Alten Testaments nicht ausschließen wollte. Dieses Königreich wird durch einen neuen Bund gekennzeichnet sein, wie der Herr Jesus in Verbindung mit dem letzten Passah und der Einführung des Abendmahls deutlich machen wird. Und dieser neue Bund hat einen Mittelpunkt, eine Person: Jesus allein!