24.12.2017 Matthäus | Prophetie

Ein Blick auf das 1.000-jährige Friedensreich

Matthäus lässt uns einen Blick in die Zukunft tun - auf das 1.000-jährige Friedensreich, das Königreich in Macht und Herrlichkeit. Das wird durch die ersten Worte schon deutlich: „Und nach sechs Tagen ..." Das „und" verbindet diesen Vers direkt mit Vers 28 im vorigen Kapitel, wo von dem Kommen des Sohnes des Menschen gesprochen wird.

 

Die sechs Tage haben ebenfalls eine wichtige Bedeutung. Gerade die Tatsache, dass Lukas von „etwa acht Tagen" im Unterschied zu Matthäus spricht, deutet an, dass in dieser Unterscheidung eine Bedeutung liegt. Wir wissen aus 1. Mose 1 und 2, dass Gott, der Herr, nach der Erschaffung der Erde in sechs Tagen am siebten ruhte. Der Sabbattag war der Tag der Ruhe. Dort ist er ein Vorbild auf Ewigkeit, in der Friede und Ruhe wohnen werden (vgl. 2. Pet 3,13). Das 1.000-jährige Friedensreich dagegen ist durch die Herrschaft des Sohnes des Menschen geprägt. Er wird eine verwaltende, segensreiche und von Gerechtigkeit geprägte Herrschaft ausüben (vgl. Jes 9,7).

 

So schuf Gott den Menschen am sechsten Tag, und dieser sollte über das Geschaffene herrschen (1. Mo 1,28). Sechs Tage wurde gearbeitet. Sechs lange Tage mussten Gott und der Herr Jesus wirken (vgl. Joh 5,17). Aber diese Arbeit wird einmal in eine segensreiche Regierung der Gerechtigkeit münden, so dass Frieden sein wird.

 

 

Jesus nimmt die Jünger nach sechs Tagen mit auf einen hohen Berg. Er nimmt nicht alle Jünger mit, sondern Petrus und Jakobus und Johannes. Die drei, die in besonderer Weise von Ihm ausgewählt worden sind, bei der Auferweckung der Tochter des Jairus (vgl. Mk 5,37) und in Gethsemane (Mt 26,37) dabei zu sein sowie seiner prophetischen Rede zuzuhören (vgl. Mk 13,3, hier zusammen mit Andreas). Es waren zugleich die drei Jünger, die dem Herrn in besonderer Weise nahe standen und mit großem Eifer nachfolgten. Sie sollten ein ausreichendes Zeugnis davon geben können, was hier geschah - nicht nur zwei, sondern drei Zeugen. 1 Interessanterweise verwendet Lukas eine andere Reihenfolge bei der Nennung der drei Namen als Matthäus und Markus. Schon bei der Nennung der drei in Verbindung mit der Auferweckung der Tochter des Jairus steht bei Lukas Johannes vor Jakobus. Offenbar bezieht sich der dritte Evangelist stärker auf die Aufgaben und die Stellung, die Petrus und Johannes später unter den ersten Christen eingenommen haben, während Matthäus und Markus die Reihenfolge der Berufung des Herrn (vgl. Mt 10,2) in den Vordergrund stellen. So erleben die drei Zeugen etwas von den Leiden des Herrn (Gethsemane), von der Auferstehungskraft Jesu (Tochter des Jairus), von dem Ratschluss Gottes für diese Erde (sog. Endzeitrede, vgl. Mk 13,3 ff.) und von dem künftigen Friedensreich.


Fußnoten:

1 Interessanterweise verwendet Lukas eine andere Reihenfolge bei der Nennung der drei Namen als Matthäus und Markus. Schon bei der Nennung der drei in Verbindung mit der Auferweckung der Tochter des Jairus steht bei Lukas Johannes vor Jakobus. Offenbar bezieht sich der dritte Evangelist stärker auf die Aufgaben und die Stellung, die Petrus und Johannes später unter den ersten Christen eingenommen haben, während Matthäus und Markus die Reihenfolge der Berufung des Herrn (vgl. Mt 10,2) in den Vordergrund stellen.