03.09.2017 Matthäus | Jesus Christus / Gott

Die erste Ankündigung des Herrn, dass Er sterben würde

Der Herr Jesus hatte seinen Jüngern gerade gesagt, dass Er etwas ganz Neues - die Versammlung (Gemeinde) Gottes bauen würde. Es ist eigentümlich, dass Er gerade in dieser Verbindung und dem Verbot, den Juden zu verkünden, dass Er der Christus sei, zum ersten Mal davon spricht, dass Er leiden und getötet und auferweckt werden müsse. 1 Genau genommen handelt es sich nicht um die erste Ankündigung. Denn schon in Matthäus 12,41 hat Er den Pharisäern und Schriftgelehrten gezeigt, dass Er als der Sohn des Menschen drei Tage und drei Nächte in dem Herzen der Erde sein würde. Aber dort spricht Er noch nicht deutlich von seinen Leiden, sondern mehr in einer geheimnisvollen Weise von seinem Tod. Dies zeigt, dass es die Versammlung nur auf der Grundlage des Todes des Herrn Jesus geben konnte. Das sollten wir nie vergessen!

 

Es macht aber auch deutlich, dass die Verwerfung des Herrn Jesus hiermit unabwendbar war, wenn sie auch noch nicht vollständig vollzogen war. Der Herr zeigt den Jüngern, dass es jetzt nur noch diesen einen Weg zum Wohl der Menschen gab: Leiden und Tod.

 

Erkennen wir, dass wir hier den Sohn des lebendigen Gottes vor uns haben? Nur Er wusste im vorhinein, was auf Ihn zukommen würde. Kein Mensch kann vorher sagen, was mit ihm passiert. Das liegt allein in Gottes Hand. Aber der Herr war kein „normaler" Mensch, obwohl Er vollkommen Mensch war. Er ist Gott selbst und war genau mit diesem Ziel gekommen, am Kreuz für andere Menschen zu sterben.

 

„Von da an" - eine ganz neue Zeitrechnung begann. Der Herr hatte abgeschlossen mit der alten Zeit und beginnt eine neue Zeit, die mit seiner Versammlung in Verbindung steht. Zunächst werden noch einmal die drei Hauptgruppen genannt, die für den Tod des Herrn verantwortlich sein würden. Es sind die Führer des Volkes der Juden. Die Ältesten, die zur Zeit Josuas noch dafür sorgten, dass das Volk in Gottesfurcht lebte (vgl. Ri 2,7), waren hier die Ersten, die den Herrn verurteilten. Die Hohenpriester, von denen es ohnehin nur einen einzigen geben sollte und die schon durch die Missachtung dieser Vorschrift zeigten, was ihnen das Gebot Gottes wert war, machten sich mit diesen Führern eins. Diejenigen, die Gott vor dem Volk vertreten sollten, brachten denjenigen, der sich als der Sohn des lebendigen Gottes, also als Gott selbst erwiesen hatte, ans Kreuz. Mit diesen beiden Gruppen schlossen nun auch noch die Schriftgelehrten einen Pakt, sie, die aus den Schriften des Alten Testaments hätten wissen können und müssen, wer der Messias ist und dass nur Jesus dieser König sein konnte.

 

Wie großartig aber auch, dass der Herr sofort darauf hinweist, dass Er nach seinem Leiden und Sterben auch auferweckt werden müsse. Diese Hoffnung stellt der Herr seinen Jüngern sofort neben die traurige Botschaft.


Fußnoten:

1 Genau genommen handelt es sich nicht um die erste Ankündigung. Denn schon in Matthäus 12,41 hat Er den Pharisäern und Schriftgelehrten gezeigt, dass Er als der Sohn des Menschen drei Tage und drei Nächte in dem Herzen der Erde sein würde. Aber dort spricht Er noch nicht deutlich von seinen Leiden, sondern mehr in einer geheimnisvollen Weise von seinem Tod.