29.05.2017 Persönlicher Glaube | Prophetie

Die Welt zum Besseren verändern?

Dynamissio war ein missionarischer Gemeindekongress im März 2017 in Berlin. Viele verschiedenen Missionsthemen wurden dort abgehandelt. Die Theologin Ruth Padilla DeBorst aus Costa Rica äußerte dort die Vorstellung, dass Christen sich nicht mit dem gegenwärtigen Zustand der Welt abfinden sollten, sondern daran mitarbeiten sollten, eine andere Welt heute zu ermöglichen. Christen seien als Gottes Botschafter der Versöhnung in die Welt gesandt. Sie meint damit, dass man sich mit der Ungerechtigkeit, Unterdrückung und Korruption etwa in El Salvador nicht abfinden und diese als lokale Probleme abtun dürfe.

 

Ist das wirklich der Auftrag, den wir als Christen vom Herrn Jesus mitbekommen haben? Zweifellos nicht. Es ist geradezu das Gegenteil von dem, was wir tun sollen. Der Auftrag des Herrn an seine Jünger war nicht, die Welt zu verändern, sondern Menschen das Evangelium zu verkündigen: „Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geists und lehrt sie, alles zu bewahren, was ich euch geboten habe" (Mt 28,19.20).

 

Wie leicht übersehen wir, dass diese Welt unter Gericht steht. Das Gericht ist noch nicht ausgeführt worden, das aber ist keine Frage des „ob", sondern allein des „wann". Die Tatsache, dass diese Welt - Juden und Nationen - den Sohn Gottes an das Kreuz gebracht und ermordet haben, hat offenbart, dass diese Welt nicht reformierbar ist. Sie ist unweigerlich verdorben. Die einzige Hoffnung ist, einzelne Menschen aus dieser Welt zu erretten. Jeder, der Jesus Christus als Retter annimmt, gehört zu diesen Geretteten. Aber die Welt steht unter Gericht. Davon ist der Heilige Geist der Beweis. Er ist gekommen und hat die Welt überführt von Sünde und von Gerechtigkeit und von Gericht. Denn diese Welt steht seit dem Kreuz Christi unter dem Gerichtsurteil Gottes, das unveränderbar ist.

 

Unsere Aufgabe in dieser Welt ist es, die Tugenden dessen zu verkündigen, der uns berufen hat aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht (1. Pet 2,9). Wir predigen Christus, gestorben und auferstanden aus den Toten. Wir predigen das Kreuz, das Ende des alten Menschen. Aber wir predigen keine Reformen für die Regierungen und diese Welt. Denn für diese gibt es keine Hoffnung.