25.05.2017 Ehe & Familie

Erfolgsstory Aufklärung?

Über 6000 junge Menschen im Alter von 14 bis 25 Jahren sind befragt worden im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Danach hat es bei Fragen der Verhütung deutliche Fortschritte gegeben. 90% der Menschen in dieser Altersklasse sprechen heute mit ihrem Partner über Verhütung, so viele wie niemals zuvor. 1980 war noch bei 29% der Jungen und 20% der Mädchen Verhütungsmaßnahmen tabu. Nun, über 35 Jahre später, gilt das nur noch für 6% der Jungen und 8% der Mädchen. Für die Leiterin der BZgA, Heidrun Thaiss, ist dies „ein hervorragendes Ergebnis". Dadurch habe sich auch die Zahl der Teenagerschwangerschaften seit 2004 auf unter 8.000 halbiert. Das alles sei deshalb besonders wichtig, da sich die sexuellen Aktivitäten vorverlagert haben. 1980 hatten 47% der 17-jährigen Frauen und nur 2% der 14-jährigen Mädchen zum ersten Mal Geschlechtsverkehr. Inzwischen sind es knapp 70% der 17-Jährigen und 5% der 14-Jährigen. Die männlichen Teilnehmer sind hier offenbar vergleichsweise später und geringer aktiv.

Interessant ist, dass junge Menschen mit Migrationshintergrund wesentlich vorsichtiger auf diesem Gebiet agieren. „Nur" 42 % der Mädchen haben im Alter von 18 Jahren Geschlechtsverkehr praktiziert, also rund halb so viele wie Mädchen mit deutscher Herkunft. Gerade bei türkischen Mädchen setzt erlebte Sexualität häufig eine Eheschließung voraus.

Das sind die Umfragefakten. Und was sind die biblischen „Fakten"? Dass das intime Zusammensein von Mann und Frau keine Sache von Jugendlichen ist, sondern in die Ehe hineingehört. Aus 1. Korinther 7,9 lernen wir, dass jemand, der sich nicht beherrschen kann im sexuellen Bereich, heiraten soll. Warum? Damit der Geschlechtsverkehr Teil der Ehe ist und nicht außerhalb der Ehe stattfindet. Das nämlich nennt Gottes Wort „Hurerei" und offenbart einen bösen, sündigen Zustand.

Dieser hat die Konsequenz, dass Gläubige mit einer Person, die sich zum christlichen Glauben bekennt und zugleich in Sünde lebt (Hurerei), keinen Umgang pflegen dürfen, ja nicht einmal essen können (1. Kor 5,11).

Was also gehört zur christlichen Aufklärung, zur Erziehung unserer Kinder dazu? Dass wir ihnen deutlich machen, dass die Frage nach einer Freundschaft zwischen Mann und Frau (ein intimes Zusammensein von Mann und Mann oder Frau und Frau ist in der Bibel ohnehin immer Hurerei!) erst dann in Frage kommt, wenn man erwachsen ist und geistig, seelisch und körperlich in der Lage ist, eine Ehe und Familie zu gründen. Das schließt die finanzielle Seite natürlich mit ein.

Das „Management" moderner sexueller Aufklärung hat noch einen weiteren Haken. Junge Menschen werden schon daran gewöhnt, dass Bindungen, die bis in die Intimität hineingehen, nicht lange dauern müssen. Hauptsache, es passiert nichts. Damit aber werden Menschen immer weniger bindungsfähig. Und immer mehr Familien brechen auseinander, Kinder und verwundete Herzen bleiben auf der Strecke. Gott will das nicht, da Er uns alle dauerhaft glücklich machen möchte.

Wer das berücksichtigen würde, bräuchte sich keine Gedanken über Verhütungsmethoden zu machen. Er hat es nicht mit Teenager-Schwangerschaften zu tun. Dann würden wir uns auch mehr Gedanken machen, was der konkrete Wille Gottes im Blick auf die Ehewahl ist. Es lohnt sich, daraufhin das Wort Gottes durchzulesen und „zu befragen". Dort finden wir Antworten auf unsere Fragen, die mit Ehe und Intimität zu tun haben.