31.07.2017 Ehe & Familie

Sexualkunde im Unterricht

Als Eltern kennen wir diese Situation: In der Grundschule müssen die Lehrer uns darüber informieren, wenn Sexualunterricht erteilt wird. Oft ist das in der dritten Klasse. Dann gibt es einen Elternabend, und die Lehrer erklären, wie sie dieses Thema mit den Kindern besprechen werden. Oft zeigen sie auch die Literatur, die sie auslegen wollen.

 

Allein diese Literatur kann einen zum „Schlucken“ bringen. Oder zu mehr. Nun ja, hier gilt es dann, Farbe zu bekennen. Letztlich wissen wir, dass angesichts der modernen Gender-Indoktrination dieser Sexualkundeunterricht vermutlich nur die Spitze des Eisbergs ist. Aber da, wo wir solche Dinge mitbekommen, sollten wir unbedingt aufmerksam zuhören. Oftmals ist es möglich, bestimmte Extreme durch weises und sanftmütiges Einbringen in die Diskussion, womöglich in einem Zweiergespräch mit dem Lehrer, zu korrigieren. Da wir aber oft gar nicht mitbekommen, was unsere Kinder von den Lehrern so „ganz nebenbei“ erzählt bekommen, ist anderes viel wichtiger.

 

Wir können unsere Kinder nicht davor schützen, den Einflüssen dieser Welt ausgesetzt zu sein. Aber wir können ihnen helfen, inmitten dieser Einflüsse sich bewahren zu lassen. Es wäre unsinnig gewesen, wenn die Eltern von Mose versucht hätten, den Nil, in den sie Mose legen mussten, mit einem Eimer leerzuschöpfen. Sie taten etwas Besseres: Sie bauten ein Körbchen und verdichteten es, so dass Mose auf dem Nil schwimmen konnte, obwohl er selbst gar nicht schwimmen konnte.

 

Wie können wir unsere Kinder schützen? Indem wir ihnen von frühester Kindheit an das Wort Gottes wertvoll machen, genauso wie das Gebet zum Herrn Jesus. Diese Kommunikation mit dem Himmel – von oben nach unten und von unten nach oben – ist der beste Schutz für uns und unsere Kinder. Letztlich kann nur Gott unsere Kinder bewahren. Und das tut Er immer mit seinem Wort. Und wenn wir das „Ventil“ kennen, alles, auch unsere Fragen und Probleme, mit Ihm im Gebet zu besprechen, dann haben wir viel gewonnen.

 

Wenn wir als Eltern zugleich noch mit unseren Kindern und für unsere Kinder ausdauernd beten, wenn sie das Wort nicht nur allein lesen, sondern wir auch als Familien, haben sie einen wunderbaren Schutz. „Wodurch wird ein Jüngling seinen Pfad in Reinheit wandeln? Indem er sich bewahrt nach deinem Wort“ (Ps 119,9).

 

Es gibt noch einen weiteren wichtigen Punkt: Unsere Kinder sollen zuerst die Dinge wissen, wie sie wirklich sind, wie Gott sie sieht, bevor sie mit dem Schmutz und Dreck dieser Welt konfrontiert werden, wie sie diese Dinge sieht. Sexualität ist in den Augen Gottes für uns Christen etwas Wertvolles, etwas Besonderes. Die Welt verkauft diesen Schatz und macht alles dreckig. Wer aber zuerst das Saubere, den Schatz kennenlernt, ist in der Lage, den Dreck als Dreck zu identifizieren. Daher sollten unsere Kinder nicht durch Witze und Schulunterricht aufgeklärt werden, sondern vorher durch uns – und wir müssen ihnen die Dinge erklären, wie Gott sie sieht. Intimes Zusammensein beispielsweise kann man nicht erklären, indem man zeigt, wie Tiere das tun. Wir sind keine Tiere, sondern von Gott als Menschen mit ganz anderen Werten und Verhaltensweisen ausgestattet worden. Es bedarf des Mutes dafür, aber auch einer konsequenten Belehrung. Dafür müssen wir uns Zeit nehmen.

 

Noch ein letztes Wort zu Kitas. Ich höre, dass auch in Kitas und Kindergärten schon solch ein Unterricht stattfindet. Das zeigt schon, wie vorsichtig man sein sollte, seine Kinder solchen Einrichtungen zu übergeben. Aber wenn es wirklich keine andere Möglichkeit geben sollte, was ja in Ausnahmesituationen der Fall ist, dann sollte man Kinder bei solchen „Einheiten“ aus der Gruppe nehmen. Es gibt keine Kita- oder Kindergartenpflicht. Schon gar nicht, wenn solche Inhalte in „weltlicher“ Weise vermittelt werden.