10.03.2017Persönlicher Glaube

Die Umgestaltung unseres Leibes – eine wichtige Voraussetzung

Als der Herr Jesus auf der Erde lebte, sagte Er zu seinen Jüngern: „Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit, wo ich bin, auch ihr seiet“ (Joh 14,3). Es erfüllt das Herz des Gläubigen mit Freude, darüber nachzudenken, dass der Herr Jesus wiederkommen wird, um die, die Ihn im Glauben als ihren Herrn und Heiland angenommen haben, zu sich ins Haus seines Vaters zu holen. Es ist sein Verlangen, ja sogar sein Wille, die Glaubenden bei sich zu haben. „Vater, ich will, dass die, die du mir gegeben hast, auch bei mir seien, wo ich bin …“ (Joh 17,24). Für die Einführung ins Haus des Vaters muss allerdings der Leib der Niedrigkeit umgestaltet werden. Mit dem natürlichen Leib können wir nicht in die Gegenwart Gottes im Himmel treten. Er ist durch die Sünde besudelt und dem Niedergang unterworfen. Daher bedarf es einer Umgestaltung.

 

Wenn nun der Herr Jesus als Heiland kommen wird, um die Gläubigen zu sich in das Haus seines Vaters zu holen, wird unser Leib der Niedrigkeit, der mit Schwachheit, Krankheit … behaftet ist, zur Gleichförmigkeit mit seinem Leib der Herrlichkeit umgestaltet werden. Das schließt in sich ein, dass Er mit uns die Herrlichkeit teilen wird, die Ihm vom Vater gegeben worden ist (Joh 17,22). Wir werden Ihm dann gleich sein und nicht mehr das Bild dessen von Staub tragen, sondern das Bild des Himmlischen (1. Kor 15,49). Für die Umgestaltung bedarf es einer großen Kraft. Es ist die Macht, mit der der Herr Jesus alles sich zu unterwerfen vermag. Später wird Er sich einmal mit dieser Macht die ganze Schöpfung unterwerfen.  

 

Die Umgestaltung des Leibes wird eine wichtige Voraussetzung für uns im Himmel sein. In 1. Johannes 3,2 lesen wir, „dass wir, wenn es offenbar wird, ihm gleich sein werden, denn wir werden ihn sehen, wie er ist“. Um den Herrn Jesus als verherrlichten Menschen im Himmel sehen zu können, müssen die Leiber der Gläubigen umgestaltet werden – „ihm gleich sein“. Es bedarf der Gleichförmigkeit mit seinem Leib der Herrlichkeit, um Ihn zu sehen, wie Er ist.

 

Das ist das herrliche Ziel eines jeden Gläubigen, den Herrn Jesus, seinen Herrn und Heiland, als verherrlichten Menschen im Haus des Vaters zu sehen – wie Er ist. Dieser Augenblick kann jeden Moment in Erfüllung gehen, bei dem wir vom Glauben zum Schauen gelangen. Es wird das erste Mal sein, dass wir Ihn mit den Augen sehen werden.

 

Wenn wir von dem Leib der Niedrigkeit zur Gleichförmigkeit mit seinem Leib der Herrlichkeit umgestaltet werden und Ihm gleich sein werden, wird der Herr Jesus aber immer der Erstgeborene unter vielen Brüdern bleiben (Röm 8,29). Er wird ewig eine Vorrangstellung besitzen. Das macht Ihn uns nur umso größer. Auch werden wir Gott in seiner Absolutheit nicht sehen können (1. Tim 6,16). Wir werden aber in dem Herrn Jesus Gott, den Vater, erkennen.

 

Die Tatsache der Entrückung des Gläubigen mit dem herrlichen Ziel, umgestaltet zu werden, um den Herrn Jesus als verherrlichten Menschen zu sehen, wie Er ist, sollte täglich in unseren Herzen vorhanden sein. Über die Thessalonicher wird uns gesagt, dass sie nach ihrer Bekehrung dem lebendigen Gott dienten und seinen Sohn aus den Himmeln erwarteten (1. Thes 1,9.10). Auch dem oben genannten Vers geht voraus: „Denn unser Bürgertum ist in den Himmeln, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus als Heiland erwarten“ (Phil 3,20). Möge diese Erwartungshaltung bei uns Realität sein.