08.03.2017Persönlicher Glaube

Die tägliche Bibelandacht (2) (FMN)

Das wichtige „Paar“

Beim Bibellesen geht es nicht nur um das Lesen. Seltsam? Keine Angst, es wird jetzt nicht kompliziert. Es geht um zwei Dinge, die beide wichtig sind. Ich würde sagen: Sie sind gleich wichtig. Man kann das eine nicht ohne das andere tun. Wenn man das eine oder das andere vernachlässigt, ist es wirklich schädlich. Du weißt sicher, dass es mir darum geht, dass wir die Bibellese NICHT vom Gebet trennen können.

Beim Lesen von Gottes Wort spricht Gott mit uns. Beim Beten sprechen wir mit Gott. Das eine geht von oben nach unten, das andere von unten nach oben. Genau das ist „Kommunikation“, ist ein segensreicher Dialog. Gott möchte mit uns sprechen. Das tut Er durch sein Wort. Er möchte aber auch etwas von uns hören – wofür wir Ihm dankbar sind, was wir denken, was wir empfinden, was wir uns wünschen. Das weiß Er natürlich alles, weil Er Gott ist. Aber Er möchte es von jedem ganz persönlich auch hören. Daher beten wir zu Ihm.

Beides gehört grundsätzlich zusammen, wie ein Paar Schuhe oder bei einer Hose die beiden „Beine“. Wie könntest du die Bibel verstehen, wenn der Herr Jesus sie dir nicht durch den Heiligen Geist verständlich machen würde (vgl. Joh 16,13)? Und wie könnten wir Gottes Wort verwirklichen, wenn wir Ihn nicht darum bitten würden, uns dabei zu helfen? Er gibt uns die Kraft dafür. Wir brauchen Gott dazu, ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht.

Daher ist es wichtig, dass du Ihn vor dem Lesen bittest,

  • dir das Wort Gottes zu „öffnen“, damit du es verstehst (das taten übrigens schon die Gläubigen in der Bibel: „Öffne meine Augen, damit ich Wunder schaue in deinem Gesetz!“, Ps 119,18),
  • dir die Freude zu geben an seinem Wort („Ich freue mich über dein Wort wie einer, der große Beute findet“, Ps 119,162),
  • dir die richtige Herzenseinstellung zu schenken („Lass die Reden meines Mundes und das Sinnen meines Herzens wohlgefällig vor dir sein, Herr, mein Fels und mein Erlöser!“, Ps 19,15).

Dann liest du die Bibel in der Haltung, von Ihm abhängig zu sein. Dann ist dir auch bewusst, dass du nur durch Ihn mit Gewinn lesen kannst. Und nach dem Lesen bittest du Ihn,

  • dass Er dir hilft, das zu behalten, was du verstanden hast,
  • das verwirklichen zu können, was du erkannt hast,
  • dankbar zu sein für das, was Gott dir von sich offenbart hat.

Es muss nicht beim Bitten bleiben – du kannst Ihn auch anbeten für das, was du von Ihm erkannt hast.

 

Ich wünsche dir viel Freude beim Lesen des Wortes und beim Beten. Ich bin sicher, dass du deinen Herrn neu kennen und schätzen lernen wirst.

 

„Sie verharrten aber in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, im Brechen des Brotes und in den Gebeten“ (Apg 2,42).

Folge mir nach – Heft 3/2017