22.02.2017Persönlicher Glaube

Der Christ und („sein“) Sport

Die Bibel enthält im Neuen Testament mehrere Abschnitte, die das Leben eines Christen mit dem Sport vergleichen. Vergleichen, nicht identifizieren. Das heißt, wir lernen aus der Motivation, aus Rahmenbedingungen, aus Zielsetzungen, aus Belohnungen. Wir werden aber an keiner Stelle aufgefordert, Sport zu treiben.

Kann sich jemand den Apostel Paulus in der Arena oder im Stadion vorstellen? Es ist eine Überlegung wert, warum uns das so fremd vorkommt. Lag es an seiner konsequenten Lebensausrichtung auf Christus, dem er alles andere unterordnete?

Das schreibe ich nicht mit erhobenem Zeigefinger. Denn ich selbst war bereits Zuschauer in einem Stadion. Daher weiß ich, dass dort die Welt zu Hause ist. Was dort geschrien und gesungen wird, gibt man (normalerweise) an keiner anderen Stelle von sich. Mit wem man sich da teilweise verbrüdert, mit dem geht man sonst keinen Schritt zusammen. Man kann sich dieser Atmosphäre gar nicht entziehen, wenn man vor Ort ist. Man schwimmt mit. Ich schreibe das, um jeden vor diesem Weg in das Wohnzimmer der Welt zu warnen. Meine alte Natur will immer wieder an diesen Ort gehen. Aber das neue Leben sagt mir durch den Herrn: Das ist der Ort, wo die Welt zu Hause ist, die deinen Retter ans Kreuz gebracht hat und das auch heute wieder tun würde.

Das alles heißt nicht, dass wir in einer Zeit, in der wir viel sitzen, nicht Sport treiben dürften. In Maßen und in Abhängigkeit von dem Herrn ist das absolut in Ordnung. Sei auch als Sportbegeisterter – in welcher Hinsicht auch immer – dazu bereit, dich einmal mit diesem Thema zu beschäftigen.