26.02.2017Matthäus | Persönlicher Glaube

Lehre der Pharisäer

In Matthäus 13 sieht man, dass Sauerteig das Böse in seinem fortschreitenden, nicht aufzuhaltenden Charakter beschreibt. Es ist eine Lehre, die sich ihren Weg gewissermaßen selbst bahnt. Daher ist sie so gefährlich. Denn sie benötigt kaum Katalysatoren, die sie weiterbefördern. Sie ist in ihrem Wesen so attraktiv, dass es einer direkten Kraftanstrengung bedarf, um sie zum Stillstand zu bringen (Feuer, Hitze, der Tod des Herrn).

 

In Lukas 12,1 wird die Lehre der Pharisäer als Heuchelei bezeichnet. Aus Matthäus 15 erkennen wir, dass es sich dabei besonders um religiöse Traditionen, Zeremonien und Rituale handelt, die über das Wort Gottes gestellt werden. Es ist also das Vorgeben von echter Lehre, Religiosität und Gottesfurcht (Heuchelei), was in Wirklichkeit jedoch menschliche Gebote und menschliche Traditionen sind, die anderen auferlegt werden und das Wort Gottes zur Seite stellen. Es geht um den Buchstaben und nicht um die Gesinnung. Es ist ein Wegnehmen des Wortes Gottes und ein Hinzufügen. Es ist damit auch ein Widerspruch zu den Geboten Gottes. Es sind Traditionen ohne Christus, ohne Gott!

 

Diese Lehre ist deshalb so gefährlich, weil sie den menschlichen Empfindungen entspricht. Das Fleisch des Menschen ist dafür empfänglich. Der Mensch sehnt sich nach einem menschlichen Rahmen für sein Handeln. Und Menschengebote sind deswegen so anziehend, weil das Gewissen durch sie nicht berührt wird. Wenn man sie tut, entgeht man einer Strafe, egal, aus was für einem Motiv man handelt. Dadurch werden sie den Geboten Gottes oft vorgezogen.