07.01.2017Matthäus | Jesus Christus / Gott

Die Zurechtweisung der Führer Israels

Die Führer der Juden hatten ein weiteres Mal den Herrn versuchen wollen. Sie verlangten ein Zeichen von Ihm, obwohl Er ihnen so viele Zeichen offenbart hatte. Daher gab der Herr diesen Fragestellern anstelle eines Zeichens eine deutliche Warnung mit auf den Weg. „Sie sind blinde Leiter der Blinden“ (Mt 15,14), hatte der Herr über sie gesagt. Diese Warnung schließt Er nun in gewisser Weise mit dem Hinweis auf das Zeichen Jonas ab: „Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht begehrt ein Zeichen, und kein Zeichen wird ihm gegeben werden als nur das Zeichen Jonas“ (vgl. Mt 12,39). Was für eine Zurechtweisung! Dieses Geschlecht – das heißt alle diejenigen, die in dieser Weise durch puren Unglauben gekennzeichnet waren und sich offen gegen den Herrn Jesus stellten und in späteren Zeiten in derselben Weise handeln würden – trug zwei Kennzeichen:

  1. Sie waren böse. Das beschreibt ihren inneren Zustand, ihre Gesinnung, die sie inzwischen viele Male offenbart hatten. Sie waren solche, die sich als Elite des Volkes Gottes sahen. Der Herr muss ihnen sagen, dass sie Ungöttliche waren, deren ganzes Wesen im Widerspruch zu Gott stand.
  2. Sie waren ehebrecherisch. Das bedeutet, dass sie Heuchler waren, wenn sie vorgaben, als Führer des Volkes Gottes eine lebendige Beziehung mit Gott auszuleben. Stattdessen pflegten sie das eigene Ich, waren Instrumente Satans und ließen sich mit solchen Menschen ein, die Feinde Gottes waren. Das war in den Augen Gottes nichts anderes als Ehebruch.

Wir wollen uns fragen, was der Herr uns heute sagen müsste. Gibt es auch in unseren Herzen Heuchelei? Wie leicht versuchen auch wir unseren Herrn, wie es das Volk Israel – das Volk Gottes – ebenfalls getan hatte. Wir wollen unsere eigene Situation im Selbstgericht überprüfen!