13.01.2017 Persönlicher Glaube

Die tägliche Bibelandacht (1) (FMN)

Viele Begegnungen

Ich bin sicher, dass du mehr Begegnungen mit Gottes Wort hast, als du auf Anhieb denkst. Nicht nur dann, wenn du in deinem Zimmer die Bibel aufschlägst, begegnet dir Gott durch sein Wort:

  • Natürlich – deine persönliche Andacht ist echt wichtig.
  • Bestimmt liest du auch allein oder in der Familie einen Tageskalender. Das Wichtigste ist der Bibelvers am Anfang. Die Erklärungen sind oft sehr nützlich. Aber nichts kommt dem Bibeltext gleich.
  • Wenn deine Eltern eine Familienandacht machen, dann hörst und liest du ebenfalls Gottes Wort.
  • In den christlichen Zusammenkünften wird oft sowohl in Verbindung mit dem Brotbrechen als auch in der Gebetsstunde in der Bibel gelesen. Bei der Wortverkündigung wird Gottes Wort gepredigt und auf dein Leben angewendet. Viele Christen nennen dieses Zusammenkommen übrigens „Gottesdienst“. Aber eigentlich dienen nicht wir Gott, sondern Gott dient uns durch sein Wort.
  • Sicher nimmst du an den wöchentlichen Bibelstunden teil. Dort versuchen wir, Gottes Wort systematisch zu lesen und zu erklären.
  • Vielleicht gibt es an deinem Wohnort eine Jugendstunde, wo ihr Themen aus der Bibel behandelt.
  • Bestimmt bist du schon einmal zu einem Jugendtag oder Bibelstudientag eingeladen worden. Das ist eine gute Gelegenheit, einzelne Themen intensiver zu überdenken.
  • Gibt es in deiner Gegend Bibelkonferenzen, zum Beispiel an einem Samstag, Feiertag oder Wochenwechsel? Da kann man nicht nur gute Freunde treffen, was schön und wichtig ist, sondern vor allem Gottes Wort hören und etwas lernen.
  • Kennst du das persönliche Bibelstudium? Hier kannst du dich intensiv, so wie du Zeit hast, mit der Bibel beschäftigen.

Mir war es wichtig, am Anfang dieser Serie zu zeigen, dass wir oft mit Gottes Wort in Berührung kommen. Es ist gut, die Bibel häufig in den Händen zu haben und zu überdenken. Warum? Das kommt in einer anderen Folge …

 

Abwechslung

Die gerade aufgeschriebene Liste zeigt schon, dass wir die Bibel in ganz unterschiedlichen Umständen lesen. Dadurch wird das Lesen für dich nicht so eintönig. Das will ich mit einer zweiten Liste weiter vertiefen:

  • Oft lesen wir die Bibel alleine, ohne dass ein anderer dabei ist. Aber es ist auch schön, zusammen mit anderen Gottes Wort zu lesen. Dabei lernt man oft etwas, worauf man selbst gar nicht gekommen wäre.
  • Es ist gut, die Bibel an dem Ort zu lesen (oder zu hören), wo du regelmäßig die christlichen Zusammenkünfte besuchst. Aber es ist genauso schön, dass man das auch gelegentlich zusammen mit vielen anderen tun kann. Das ist zum Beispiel an einem Jugendtag möglich, wenn man Christen aus einer ganzen Region trifft. So ein Zusammensein ermutigt. Man merkt, dass man in der Nachfolge des Herrn Jesus nicht allein ist.
  • Es gibt ein tägliches Bibellesen, das wirklich wichtig ist. Aber es gibt auch Gelegenheiten, wo man sich einmal in der Woche, einmal im Monat oder seltener trifft. Alles hat seinen Wert und eine jeweils andere Zielrichtung. Man sollte das eine nicht auf Kosten des anderen tun oder lassen.
  • Ebenfalls interessant ist, dass wir manchmal Gottes Wort
    • mit unseren eigenen Augen lesen oder gelegentlich mit unserem Mund vorlesen;
    • mit unseren Ohren hören, wenn ein anderer es (vor)liest;
    • mit unseren Fingern (früher Tinte, heute Tasten; inzwischen kann man es ja auch schon diktieren …) aufschreiben; das hat besonders Wert, weil du das Wort so besser behältst (ich meine nicht (!) „copy & paste, kopieren & einfügen);
    • bewusst auswendig lernen. Das mag heute „out“ sein, ist aber sehr nützlich!

 

So viel für heute: Gottes Wort ist lebendig und begegnet uns immer wieder – Gott sei Dank! Wann hast du Ihm das letzte Mal dafür gedankt, dass Er dir sein ewiges, lebendiges Wort anvertraut hat?

Folge mir nach – Heft 1/2017