30.08.2016Schöpfung

Das Echolot der Echo-Jäger

Dieser Tage las ich wieder einmal einen „bemerkenswerten" Artikel in einer an und für sich guten Tageszeitung mit ausgezeichnetem Ruf (FAZ). Dort war über den „Echo-Jäger", ein Tier in den Meeren, zu lesen, dass er „schnell, geschmeidig, gesellig und dennoch kein Delphin wie jeder andere" sei. Und dann kommen entlarvende Sätze: Dieses Tier beweise wieder einmal, „dass sich die Evolution in den Tiefen der Ozeane einiges hat einfallen lassen, um den unterschiedlichen Geschöpfen ein Auskommen zu sichern".

 

Was ist an diesem Satz verkehrt? Mindestens zwei Dinge:

  1. Die Evolution lässt sich nichts einfallen. Sie ist gerade das Gegenteil von Plan, Konstruktionsüberlegung und Strategie. Sie ist nach Meinung ihrer Verfechter schlichter Zufall und Folge des Todes und von Mutationen.
    Der Schreiber offenbart aber durch seinen Text, dass diese Echo-Jäger in der Tat nicht dem Zufall entsprungen sind, sondern das Ergebnis eines „Intelligent-Designers", einer Person sind, die über Fähigkeiten und Fertigkeiten verfügt, die auch uns Menschen und uns in der Summe bei weitem überragen.
  2. Dann spricht der Autor von Geschöpfen. Interessant. Er meint, die Evolution sei Ursprung dieser Tiere, die aber doch Geschöpfe sind, also von einem Schöpfer stammen. Ja, dieser „Intelligent Designer" ist ein Schöpfer. Das lesen wir in der Bibel: „Denn durch ihn sind alle Dinge geschaffen worden ... Alle Dinge sind durch ihn und für ihn geschaffen" (Kol 1,16).

 

Der Autor des angesprochenen Artikels hängt der Evolutionstheorie an und argumentiert doch mit Schöpfungsvokabular. Tatsächlich können die Echo-Lot-Phänomene mindestens so gut mit einem Schöpfer-Gott verbunden werden wie mit der Evolutionstheorie. Es wäre blind zu meinen, dass solche Phänomene NUR mit einem Schöpfer-Gott verbunden werden könnten (obwohl wir an Ihn, unseren Gott und Schöpfer, mit ganzem Vertrauen glauben). Aber manche Beobachtungen in der Natur sind in diesem Sinn einfach nicht eindeutig. Aber eindeutig sind sie wunderbar durch einen Schöpfer-Gott erklärbar.

 

Man hat inzwischen festgestellt, dass dieser „Echovenator sandersi", der Echo-Jäger, der längst ausgestorben ist, den heute lebenden und ihm wahrscheinlich verwandten Delfinen sehr ähnlich war. Möglicherweise stellt sich später heraus, dass er zu den Delfinfamilien gehören wird ... Wissenschaftler des New York Institute of Technology und des National Museum of Natural History in Paris haben einen vollständig erhaltenen Schädel des kleinen Zahnwals genauer untersucht. Das Ergebnis ihrer Untersuchungen: Der Echo-Jäger ist bislang das Tier, das man am weitesten zurückdatiert, das über eine Hochfrequenz-Echoortung in den Ozeanen verfügte. Man meint, dieses Tier sei 27 Millionen Jahre alt. Und es steht wahrnehmungstechnisch auf einer Stufe mit heutigen Walen, Fledermäusen und eben Delfinen. Seltsam, doch keine Höherentwicklung festzustellen, wie man das bei der Evolution immer wieder postuliert?

 

Diejenigen, die an Gott als den Schöpfer aller Menschen, Tiere und Pflanzen glauben, fühlen sich bestätigt. Alle Beobachtungen (bis auf die Herkunftsdaten von Zeiten, die ständig verändert werden), passen zu der Bibel. Und sogar das Vokabular entlarvt solche, die gerne an die Evolution glauben wollen, aber dennoch merken, dass es auf der Erde nichts gibt, was nicht einen Schöpfer hat. Nur das Komplizierteste, was es gibt, die „Geschöpfe", hochintelligente „Motoren", sind aus dem Nichts von selbst entstanden. Man muss immer wieder an des Königs neuen Kleider denken ...

 

„Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde" (1. Mo 1,1).

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