19.07.2016Ehe & Familie

Vergewaltigung: Nein – aber Kindesmissbrauch: Ja?

Was ist geschehen? Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat eine Kampagne „Liebesleben" gestartet. In ganz Deutschland sind an mehr als 65.000 Plakatwänden und Bushaltestellen Plakate mit Comic-Figuren in verschiedenen Sexstellungen zu sehen. Die Botschaft der Aktion, die wohl ungefähr 4. Mio Euro kosten soll, ist: Benutzt Kondome! Die Motive sollen auf die „bunte Vielfalt von Sexualität" hinweisen. Zugleich sollen sexuell übertragbare Krankheiten „enttabuisiert" werden.

 

An dieser Kampagne ist laut Kritik geäußert worden. Das Bundesgesundheitsministerium aber hat diese zurückgewiesen. Wie eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea mitteilte, wurden die Motive vor Veröffentlichung unter anderem auf ihre Akzeptanz in der Bevölkerung hin überprüft. Seltsam ist, dass die Kinder dabei keine Rolle spielen. Ihre „natürlichen" Gefühle mögen verletzt werden - das aber spielt wohl keine Rolle. „Der Grad der sexuellen Anspielung wird von der großen Mehrheit der Befragten als ,genau richtig' empfunden". Dass das auf unsere Gesellschaft zutrifft, mag sein. Insofern ist von der Politik nichts anderes zu erwarten. Das aber heißt nicht, dass das für Kinder gut und nützlich ist. Im Gegenteil. Ihre Seelen spielen hierbei keine Rolle.

 

Was ziehen wir als Christen daraus für Konsequenzen. Wir müssen umso mehr darauf achten, dass wir unseren Kindern frühzeitig das biblische Bild von Ehe und Familie zu lehren. Sie müssen wissen, dass Reinheit das Gegenteil von Beschmutzung ist, die das Gewissen und die Seele belastet. Dass wahre Liebe und rein sexueller (Lust-)Verkehr nicht zusammengehören. Dass letzteres Sünde und von Gott verurteilt wird. Dass nur ersteres wirklich dauerhaft glücklich macht. Und dass sie nicht erwarten dürfen, in der Schule und in der Gesellschaft biblische Werte vermittelt zu bekommen, die vor Gott Bestand haben.

 

Das heißt auch, dass wir uns mit ihnen mehr beschäftigen müssen - in Fürsorge und Vorsorge. Denn das, was durch solche Bilder auf sie einprasselt, zerstört ihr natürliches, von Gott gegebenes Empfinden. Das ist letztlich nichts anderes als Missbrauch. Noch wird Kindesmissbrauch von unserer Gesellschaft und der Politik verurteilt. Aber über solche Hintertüren, die überall vorzufinden sind, haben wir es letztlich mit nichts anderem zu tun. Lasst uns daher durch Gebet und aktive Fürsorge das Wohl unserer Kinder mehr im Auge haben.

 

„Ihr Väter ..., zieht eure Kinder auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn" (Eph 6,4).