28.05.2016 Matthäus | Persönlicher Glaube

Stürme von Gott – Stürme von Satan

Manche Stürme im Leben eines Gläubigen sendet Gott direkt, manche lässt Er durch das Handeln von Satan zu. Satan kann uns herausfordern, wie er das bei Hiob getan hat. Wie gut ist es, dass wir wissen dürfen, dass der Teufel nur so viel tun kann, wie Gott zulässt. Wir sollten aber nicht übersehen, dass der Herr auch selbst - wie im Leben von Jona - Widerstand und Stürme herbeirufen kann, um falsche Weichenstellungen, die wir in unserem Leben vorgenommen haben, zu korrigieren. Denn Ihm liegt an uns.

 

Der Herr ist auch heute geistlicherweise auf dem Berg, wie in dieser Begebenheit mit den Jüngern auf dem See. Er verwendet sich im Himmel für die Seinen. Er tut das, damit sie nicht sündigen, damit die äußeren Umstände, die ihnen entgegen sind, sie nicht dazu bringen, zu sündigen und sich von Gott loszusagen. Wie gewaltig groß ist sein Dienst im Himmel. Keiner von uns würde den sicheren Hafen, den Himmel, erreichen, wenn Er nicht für uns tätig wäre.

 

Im persönlichen und auch im gemeinsamen Glaubensleben können Stürme auftauchen. Wohl dem, der sich bewusst macht, dass der Herr uns nicht allein gelassen hat, sondern dass Er auf dem Berg für uns tätig ist. Dabei wissen wir aus Erfahrung, dass die Not manchmal lange andauern kann. Und lasst uns immer bedenken: Der Herr kennt unsere Übungen, „denn worin er selbst gelitten hat, als er versucht wurde, vermag er denen zu helfen, die versucht werden" (Heb 2,18).

 

Bei den Jüngern kam der Herr erst in der vierten Nachtwache. So kommt Er auch bei uns zur rechten, aber nicht unbedingt zur schnellsten Zeit. Wir wünschten uns in der Regel, dass Er doch sofort kommen möchte, um uns aus der Not zu helfen. Aber nachher wissen wir, dass es gut war, dass Er nicht sofort gekommen ist. Nicht, dass wir uns wieder in eine solch schwierige Lage zurücksehnten. Aber wir durften doch Erfahrungen mit dem Herrn machen, die wir nicht mehr missen wollen und die wir nötig hatten. Denn der Herr - und Er allein - weiß, was gut für uns ist. Daher wollen wir uns gegenseitig zurufen, Ausharren und Geduld zu lernen, auch wenn die Not sehr groß und andauernd sein kann - wie hier bei den Jüngern.