12.05.2003Ehe & Familie

Muttertag - die Mutter ehren

„Ehre deinen Vater und deine Mutter, welches das erste Gebot mit Verheißung ist, damit es dir wohl ergehe und du lange lebest auf der Erde“ (Epheser 6,2; 2. Mose 20,12; 5. Mose 5,16). Es ist erstaunlich, dass in dem Brief, in dem uns die höchsten Wahrheiten über die Versammlung des lebendigen Gottes mitgeteilt werden, solche irdischen Lebensumstände wichtig sind. Aber es ist so: Gottes Wahrheit ist an keiner Stelle abgehoben. Ganz im Gegenteil - sie spiegelt sich in den alltäglichen Umständen unseres Lebens wieder.

Nicht nur gehorchen, sondern auch ehren

Sicher gilt diese Ermahnung in erster Linie den noch nicht erwachsenen Kindern, die im Haushalt ihrer Eltern leben. Sie sollen ihren Eltern gehorchen. Aber nicht nur das, sie sollen ihre Eltern auch ehren. Und das geht weiter, tiefer. Denn ich kann gehorchen mit einer geballten Faust in der Tasche. Aber ich kann es auch tun, in dem ich meine Eltern ehren will. In dem mein Motiv ist, meinen Eltern einen Ehrenplatz zu geben in meinem Handeln. Das, was meine Eltern ehrt, das tue ich. Das, was zu ihrer Beschämung sein könnte, tue ich nicht.

Und ein solches Handeln hat eine göttliche Verheißung. Gott selbst ehrt Kinder die sich so verhalten und ihren Eltern Ehre machen.

Nicht nur für kleine Kinder …

Aber nicht nur kleineren Kindern gilt diese Ermahnung. Es reicht eben nicht, am Muttertag die Mutter anzurufen, um ihr für ihre viele Arbeit (in Vergangenheit und Gegenwart) zu danken. Was ist ein solcher Anruf, vielleicht mit entsprechenden Blumen wert, wenn die eigentliche Haltung ist, dass man eben nicht auf die Mutter hört, dass man sie reden lässt, aber auf diesen Rat eigentlich verzichten kann?

Deshalb ist diese Ermahnung auch für uns so wichtig: „Mein Sohn, … verlass nicht die Belehrung deiner Mutter; binde sie stets auf dein Herz, knüpfe sei um deinen Hals …“ (Sprüche 6,20 ff). Mütter kennen ihre Kinder gut, häufig besser, als wir uns selbst kennen gelernt haben. Daher ist es immer angebracht, auch wenn man schon über 20 Jahre alt ist, die Belehrungen der Mutter ernst zu nehmen. Und nicht nur das, sie auch dadurch zu ehren, dass man diese Belehrungen in das eigene Verhalten einbezieht.

Ehren - eine echte Herausforderung für heute

Mütter haben nicht nur das Werk vollbracht, uns zu gebären - keiner von uns wäre ohne eine Frau auf dieser Erde. Sie haben auch danach viel Arbeit in uns investiert. An uns liegt es, diese Arbeit zu ehren, damit auch daraus Frucht für den Herrn hervorkommt. Was für eine Ehre für unsere Mütter ist eine solche Haltung!