10.04.2016Jesus Christus / Gott

Er betete dort (FMN)

Der Herr Jesus ist der ewige Sohn Gottes und damit Gott selbst. Als Er auf diese Erde kam, wurde Er wahrer Mensch, wie wir es sind, allerdings ohne Sünde. Zugleich hat Er nie aufgehört, Gott zu sein. Umso großartiger ist es, dass wir häufig lesen, wie intensiv Er gebetet hat. Daran können wir sehen, dass Er wirklich ein vollkommen abhängiger Mensch war.

Als Mensch ist der Herr Jesus ein vollkommenes Vorbild für uns. Ein aufrichtiger Christ möchte Ihm ähnlicher werden, ob er 14, 18, 40 oder 80 Jahre alt ist. Besonders auch von dem, was wir über sein Gebetsleben lesen, können wir sehr viel für uns lernen.

  • Frühmorgens. Christus begann seinen Tag frühmorgens - mit Gebet. Es war so früh, dass es „noch sehr dunkel war". Alle anderen schliefen noch.
  • Er stand auf und ging hinaus. Er erwartete den Tag nicht im Bett, sondern stand auf, bevor der Tag mit seinen Aufgaben kam. Wir wissen aus Erfahrung, dass es großer Energie und Willensleistung bedarf, um frühmorgens aufzustehen. Dies gilt besonders, wenn nicht die irdische Pflicht wie z.B. die Schule ruft, wo unser Fehlen sofort auffallen würde. Christus gibt uns auch hier ein vollkommenes Vorbild. Schon prophetisch lesen wir von Ihm: „Er weckt jeden Morgen, er weckt mir das Ohr, damit ich höre wie solche, die belehrt werden" (Jes 50,4b).
  • Er ging an einen öden (oder einsamen) Ort. Der Herr Jesus suchte die Stille auf. Dort, wo Ihn niemand störte, nicht einmal seine Jünger. Das zeigt uns, dass wir auch möglichst einen Ort aufsuchen sollten, wo wir mit unserem Gott allein sind. Das wird vielleicht nicht zu jeder Tageszeit und in jeder Örtlichkeit so einfach sein, aber sicher können wir ein Zeitfenster finden, in dem das möglich ist. In der Stille, ohne Musik, Smartphone und alles, was uns ablenken kann, können wir wirklich mit Gott im Gebet allein sein.
  • Er betete dort. Der Herr Jesus war durch Gebet gekennzeichnet. Besonders im Lukasevangelium, das die Tatsache hervorhebt, dass Er wahrer Mensch war, lesen wir an vielen Stellen davon, dass Er betete (Lk 4,42; 5,16; 6,12; 9,18.28; 11,1; 22,42-44). Einmal heißt es sogar: „Er verharrte die Nacht im Gebet zu Gott" (Lk 6,12). In allem sehen wir seine Vollkommenheit: So vollkommen Er Mensch war, so perfekt war Er auch als Mensch für Gott. In Psalm 109 heißt es prophetisch in Bezug auf Ihn: „Ich aber bin stets im Gebet (oder: „bin Gebet"). Sein ganzes Leben war gewissermaßen ein Gebet.

Auf den Herrn Jesus trifft sicher der Ausdruck „Gebetsleben" zu. Beten wir auch so, dass man es einen Bereich unseres Lebens nennen könnte, das Gebetsleben? So wie wir ein Schulleben, Studentenleben, Berufsleben oder ein Familienleben haben?

Gott gibt uns seinen geliebten Sohn als Vorbild. Nicht weniger. Wir stellen zwar fest, dass wir immer weit dahinter zurückbleiben. Aber das macht Ihn umso größer für uns.

Folge mir nach - Heft 4/2016