Der Verworfene verwirft nicht das Schwache

Nachdem der Herr Jesus gehört hatte, dass Johannes der Täufer ermordet worden war, zog er sich zurück. Die Ruhe währte nicht lange, weil die Volksmengen sofort hörten, wo Er sich aufhielt. Und wieder stand der Herr seinem Volk zur Verfügung, obwohl es Ihn so deutlich abgelehnt hatte. Was für eine Barmherzigkeit und was für eine Selbstlosigkeit spricht aus diesem Handeln unseres Meisters! Er hatte Erbarmen mit denen, die „erschöpft und hingestreckt waren wie Schafe, die keinen Hirten haben“ (Mt 10,36).

Aber Christus stand seinem Volk nicht nur zur Verfügung. Er war innerlich bewegt und heilte die Schwachen, die offensichtlich krank daniederlagen. Das ist der wahre Messias – der König, der sich nicht um seine Ehre, sondern um die Armen und Geplagten seines Volkes kümmerte. Die Gleichgültigkeit Nazareths und die Bosheit des Herodes hatten Christus nicht verändert! Er erfüllte damit die prophetischen Worte aus Psalm 40: „Ich habe die Gerechtigkeit in der großen Versammlung verkündet; siehe, meine Lippen hemmte ich nicht – Herr, du weißt es! Deine Gerechtigkeit habe ich nicht im Innern meines Herzens verborgen; deine Treue und deine Rettung habe ich ausgesprochen, deine Güte und deine Wahrheit nicht vor der großen Versammlung verhehlt.“

Trotz des Widerstands blieb der Herr auf dem Weg, den sein Vater Ihm gesagt hatte. Der falsche König und die falschen Hirten lassen die Armen und Kranken liegen (vgl. Hes 34,4.21). Der Christus wird zwar von den Starken verachtet und verworfen, Er selbst aber gibt die Armen und Schwachen nicht auf. Bis zuletzt kümmert Er sich um sie, um ihre Herzen für Gott zu gewinnen.

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