16.11.2015 Persönlicher Glaube | Gute Botschaft

Helmut Schmidt – auf Erden verehrt – wo jetzt?

In der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung" wurde am 12. November ein Interview abgedruckt, das bislang unveröffentlicht war und bereits im Jahr 2011 von zwei Redakteuren mit dem ehemaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt geführt wurde. Darin bestätigt er, was man in den vergangenen Jahren aus seinen Äußerungen schließen konnte: dass er keinen lebendigen Glauben an Gott, an Jesus Christus besaß. Wie krass ist hier der Kontrast zwischen menschlicher Verehrung und der Beurteilung, die wir auf der Grundlage von Gottes Wort vornehmen müssen.

 

Man muss sagen: Wenn sich Schmidt nicht auf der Zielgerade seines Lebens noch in Buße und Bekenntnis seiner Sündenschuld Gott im Herrn Jesus Christus zugewandt hat, ist er verloren. Heute im Hades, in Zukunft in der Hölle. Wir müssen das nicht beurteilen - Gott wird ein vollkommenes, ein gerechtes Urteil sprechen.

 

Hier ein paar Auszüge aus diesem Interview, durch die Schmidts Haltung deutlich wird: „Im Christentum steckt eine Reihe von seltsamen Phänomenen. Das Christentum bildet sich ein, eine monotheistische Religion zu sein, ist es aber gar nicht. Jesus Christus ist viel wichtiger als der liebe Gott. Und außerdem gibt es noch einen Heiligen Geist - den hat Jesus Christus nicht erfunden, den hat ein Konzil erfunden."

 

Richtig ist, dass der christliche Glaube tatsächlich monotheistisch ist. Gott ist einer, wie der Herr Jesus selbst betont: „Der Herr, unser Gott, ist ein Herr" (Mk 12,29). Richtig ist auch, dass sich der eine Gott in drei Personen offenbart hat: Vater, Sohn und Heiliger Geist (vgl. Mt 28,19). Das können wir als Menschen nicht erklären. Drei Personen in einer - das kann man mit dem menschlichen Verstand nicht denken. Wir bewundern Gott, dass Er uns das offenbart hat, auch wenn wir es nicht erfassen können. Ein Christ zeichnet sich dadurch aus, dass er die Offenbarung Gottes glaubt, auch wenn er sie nicht versteht. Helmut Schmidt hat diese Botschaft Gottes abgelehnt.

 

Helmut Schmidt sagt weiter: „Wie die Jungfrau zum Kind gekommen ist, kann kein Christ wirklich glauben. Aber es wird gelehrt. Und keiner glaubt es. Das sind sehr seltsame Dinge. Es wird gelehrt kraft Autorität, kraft institutionalisierter Autorität." Auch hier irrt der Altkanzler. Wir können es nicht erklären - aber glauben tun es diejenigen, die wirklich an den Herrn Jesus „glauben", die sich bekehrt haben. Nur dadurch, dass Christus nicht durch den Willen des Mannes gezeugt wurde (vgl. Joh 1,13), hatte Er keine sündige Natur und war wirklich sündlos. Wir glauben das nicht, weil irgendein Amt das so sagt, sondern weil Gott es uns gesagt hat. Wer aber diese Grundbotschaft Gottes ablehnt - wie will der errettet werden, erlöst worden sein?

 

Schmidt leugnet, dass es Gott gibt: „Und alle die Stücke, die zusammen die Bibel ausmachen, haben Menschen geschrieben. Alle Religionen sind Menschenwerk." In seinen Augen ist auch die Bibel „nur" von Menschen geschrieben worden, nicht von Gott inspiriert worden. Jetzt weiß er es besser. Sei es, dass er sich doch noch wider seine vielen Äußerungen ganz am Ende bekehrt hat, oder im Hades, wie der reiche Mann (Lk 16,19 ff.). Aber dann ist es zu spät. Es gibt Gott, und Gott ist der Richter aller, die Ihn im Leben abgelehnt haben, die sich nicht vor seinem Sohn, Jesus Christus, beugen wollten.

 

Auch im Blick auf die Zukunft irrte Helmut Schmidt: „Dass wir so viele Gemeinsamkeiten haben, muss den Menschen erst einmal erzählt werden, damit sie es begreifen, und dann wird auch der Friede möglich." Viele haben den Frieden zum Greifen nahe gesehen. Der Apostel Paulus schrieb schon vor 2.000 Jahren: „Wenn sie sagen: Frieden und Sicherheit!, dann kommt ein plötzliches Verderben über sie, wie die Geburtswehen über die Schwangere; und sie werden nicht entfliehen" (1. Thes 5,3). Der Mensch ist nicht in der Lage, Frieden zu machen und Frieden zu stiften. Er ist als Sklave Satans und durch seine sündige Natur an dauerhaftem Frieden gar nicht interessiert. Jedenfalls ist er nicht fähig, Frieden zu bewirken. Erst dann, wenn der Sohn Gottes, der Herr Jesus Christus, wieder auf diese Erde kommen wird, um sein Königreich zu beginnen, wird es Frieden geben.

 

Dann aber werden nur diejenigen dabei sein, die Ihn hier und heute als Retter angenommen und Ihm ihre Sünden bekannt haben. Für Helmut Schmidt ist das jetzt zu spät. Aber jeder Mensch, der erkennt, dass er verloren ist, kann heute noch zu Gott kommen.

 

„Wir bitten an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott! Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm" (2. Kor 5,20.21).