23.03.2016 Ehe & Familie

Smartphones und die Familien

Junge Leute aufgepasst: Es geht nicht um euch! Sondern um uns Eltern ... Nach einer internationalen Studie des Sicherheitsunternehmens AVG geben 54% der befragten Kinder an, ihre Eltern benutzten das Smartphone „zu oft“. Fast ein Drittel fühlt sich dadurch vernachlässigt. Und: Mehr als die Hälfte der Väter und Mütter gab zu, zu viel Zeit mit diesem Handgerät zu verbringen. 28% sagten, ihr Nutzungsverhalten sei ein schlechtes Vorbild für die Kinder. Und 25% wünschen sich, dass die eigenen Kinder seltener zu iPhone usw. greifen. ES wurden immerhin mehr als 6.000 Eltern und Kinder befragt aus Australien, Süd- und Nordamerika sowie Europa.

 

Was lernen wir daraus? Mit Sicherheit nicht, dass wir die Zeit zurückdrehen könnten oder sollten. Keiner wird heute mehr – früher oder später – ohne diese technischen Geräte auskommen. Aber wir sollten sie bewusst nutzen. Bestimmte Zeiten sollten digitallos ablaufen, zum Beispiel das Essen oder die Andacht. Nun mag man ja bei der Andacht aus einem solchen Gerät „vorlesen“ oder „mitlesen“. Aber dann sollte es sich auch unbedingt darauf beschränken. Jedes Piepsen oder Rappeln zerstört die Konzentration und lenkt ab.

 

Und müssen wir wirklich alle fünf Minuten up to date sein? Ist das nicht eine Fessel geworden, so dass wir meinen, irgendetwas Entscheidendes auf der Welt verpasst zu haben? Am besten setzt man sich konkrete Zeiten, wo man Dinge wie Mails usw. checkt. Dann kommt man nicht in eine weitere Gefangenschaft hinein.

 

Gerade uns Eltern gilt: „Sei ein Vorbild der Gläubigen“ (1. Tim 4,12). Wenn wir unsere Kinder „in der Zucht und Ermahnung des Herrn aufziehen“ sollen (Eph 6,4), dann beinhaltet das auch, dass wir Vorbilder im Blick auf das sind, was wir ihnen beizubringen suchen. Das heißt auch, dass wir ein Ziel verfolgen. Dazu müssen wir eines haben. Das ist natürlich Christus selbst. Aber unterhalb dieses Hauptziels können wir für uns auch klare Zwischenziele haben. Dazu gehört sicher auch, sich in seinem Glaubensleben nicht durch die Medien gefangen nehmen zu lassen.