15.05.2006 Persönlicher Glaube

Den Schafen nachfolgen

Von hinten

„So spricht der HERR der Heerscharen: Ich habe dich von der Weide genommen, hinter dem Kleinvieh weg“ (2. Samuel 7,8).

„Hinter den Säugenden weg“ (Psalm 78,71).

„Und der HERR nahm mich hinter dem Kleinvieh weg“ (Amos 7,15).

Diese Verse haben bei mir kürzlich einige Gedanken erweckt, die es wert sind, überdacht zu werden:

Immer den Blick auf den großen Hirten bewahren!

1. Alle Schafe und auch der große Hirte sind im Blick, wenn man den Schafen nachfolgt.

2. Wenn man den Schafen nachfolgt, sieht man viel schneller ihre Schwachheiten und Bedürfnisse, denn die Schafe sind ja dann vor mir. Zudem haben die Schafe in einer solchen Abfolge ihre Augen nicht auf Dich gerichtet, was ihren Blick vom großen Hirten wegziehen würde.

Keine Selbstgefälligkeit sondern Nützlichkeit

3. Wenn man nachfolgt, dann nicht aus Selbstgefälligkeit, sondern um nützlich zu sein. Denn die Schafe sind für das natürliche Auge sichtbar, der große Hirte für unser geistliches Auge. Wir müssen darauf achten, immer auf Ihn zu blicken!

4. Ein guter Nachfolg(end)er wird seine Augen immer auf den Anführer gerichtet haben. Wir werden dabei einige Schafe sehen, die nicht gut genährt sind, auch wenn es ausreichen grüne Auen gibt. Dann können wir ihnen helfen, indem wir ihnen zeigen, wovon wir uns nähren, und indem wir ihnen helfen, ihre Augen auf den großen Hirten zu richten.

Die Augen aufhalten: für die Schafe, auf den Hirten

Manche mögen verletzt sein und Ermunterung und Trost nötig haben. Der große Hirte wird seinen Nachfolgern ganz besonders etwas darreichen, damit sie diesen Schafen helfen können. Er wird dazu immer die benutzen, die sich zur Verfügung stellen. Sein Auge war auf David und Amos gerichtet. Und nach oft übenden Erfahrungen benutzte Er sie für andere Aufgaben.

5. Es gibt heutzutage einen großen Bedarf an gottgemäßer Fürsorge. Vielleicht sind wir zu beschäftigt, um zu merken, dass der Herr gerade uns benutzen möchte, uns zeigen möchte. Psalm 23 und Johannes 10 machen uns bewusst, dass der große Hirte auf einem Weg der Gerechtigkeit auf dem „Heimweg“ führt.