24.09.2015Ehe & Familie

Aufklärung von Kindern

In einer Umfrage las ich vor einiger Zeit die Antworten auf die Frage, durch wen oder durch was jemand aufgeklärt worden ist. 42% antworteten: durch den Lehrer, 41% durch Freunde, 34% durch die Mutter, 27% durch die „Bravo" oder ein anderes Magazin, 24% durch den ersten Sexualpartner, 18% durch Geschwister, 14% durch den Vater, 9% durch Videos im Internet.

 

Auch wir Christen können uns nicht um dieses Thema herumdrücken. Wir haben Verantwortung, unsere Kinder ein einer kindgerechten, verantwortungsvollen und vor allem sauberen Art und Weise aufzuklären. Die Frage ist: Nehmen wir uns dieses Thematik an.

 

Die Hinweise der antwortenden Bevölkerung bei EMNID (für chrismon) zeigen, dass wir Väter uns aus der Verantwortung stehlen. Nun kann man argumentieren, dass Mütter dafür sensibler sind und die richtigen. Richtiger aber dürfte sein, dass wir Väter uns schämen und diese Verantwortung scheuen. Ist das fair, gerecht, richtig?

 

Warum ist es so wichtig, dass WIR selbst unsere Kinder „aufklären"? Es ist deshalb bedeutsam, weil die Gesellschaft über Sexualität und sexuellen Verkehr in großen Teilen unbiblisch denkt. Wollen wir die Aufklärung unserer Kinder durch Witze, durch falsche ethische Vorstellungen von ungläubigen Menschen etc. zulassen? Dann brauchen wir uns auch nicht zu wundern, dass Kinder diese Ethik annehmen. Ist es nicht viel wichtiger und richtig, in sauberer, in biblischer Weise die Vorgänge zu erklären, damit das Gute in die Herzen und Gewissen, in das Gedächtnis der Kinder gepflanzt wird? Wenn sie das Gute gehört haben, sind sie besser in der Lage, das Böse als falsch, als ungöttlich zu beurteilen. Und dann kann das Wort Gottes und das, was Gott über Ehe und Familie sagt, schon Wurzeln fassen, bevor das Böse auf sie zukommt.

 

Es kommt schneller, als wir denken. Daher ist es unsere Empfehlung, das heute schon vor der Einschulung zu tun. Schon in den Grundschulen gibt es Sexualunterricht. Schon kleinste Kinder haben Zugang zu TV und Internet und sehen unmoralische Dinge, über die sie witzelnd oder auf andere Weise reden. Unsere Kindern laufen nun einmal mit zwei Ohren durch diese Welt. Das können wir nicht verhindern.

 

Ein Buch, das sich als nützlich und angemessen herausgestellt hat, ist: „Vater, Mutter + ich - Wo kommen die kleinen Babys her?" (Brunnen-Verlag).

 

Wir Eltern wollen uns gegenseitig ermutigen, die Verantwortung für dieses Thema zu übernehmen. Fragen wir doch mal unsere Kinder, von wem sie aufgeklärt worden sind ...

 

„Ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn" (Eph 6,4).

 

„Damit sie die jungen Frauen unterweisen, ihre Männer zu lieben, ihre Kinder zu lieben, besonnen, keusch, mit häuslichen Arbeiten beschäftigt, gütig, den eigenen Männern untergeordnet zu sein, damit das Wort Gottes nicht verlästert werde" (Tit 2,4.5).