25.03.2016 Ehe & Familie

Wissen Mütter am besten, was für ihre Kinder gut ist?

Mütter stehen derzeit besonders im Fokus der medialen Berichterstattung. Immer wieder geht es um die Frage, wie man Frauen dazu motivieren kann, mehr Kinder zu bekommen. Das als „Herdprämie“ beschimpfte Betreuungsgeld ist in der vorliegenden Fassung vom Bundesverfassungsgericht für ungesetzlich erklärt worden. Aber die Finanzspritzen für Kitas können bestehen bleiben.

 

Käßmann kritisiert, dass jeder genau zu wissen scheine, was für junge Mütter und Familien richtig sei. „Könnten wir das nicht mal den Frauen selbst überlassen und sie einfach supergut und wahlfrei ausstatten mit Kitas, Tagesmüttern, Steuererleichterungen und flexiblen Arbeitszeiten, damit jede ihren Rhythmus finden kann, der gut für das Kind ist und für sie und für den hoffentlich engagierten Vater?“

 

Nun ist nichts dagegen einzuwenden, dass vor allem der Staat nicht bestimmen darf, wie Mütter ihre Kinder versorgen. Wenn das nämlich heute der Fall wäre, dürfte keine Mutter mehr zu Hause bleiben. Dann müssten alle ihre Kinder mit drei Monaten in Kitas geben, danach in den Kindergarten, dann in die Schule, dann ins Studium. Und wenn man Greis geworden ist, darf man sie wieder sehen – als Erwachsene. Vermutlich als Fremde. Das ist nur leicht überzeichnet ...

 

Die Frage aber bleibt bestehen: Wissen Frauen und Mütter wirklich am besten, wie ihre Kinder versorgt werden sollten? Die Antwort ist ein klares Nein! Gott weiß es am besten, denn Er hat uns Menschen geschaffen. Er hat in die Kinder eine Abhängigkeit von ihren Eltern gelegt. Er hatte im Gegensatz zu jedem von uns „Wahlfreiheit“. Er hätte ja Kinder auch außerhalb einer Familie entstehen lassen können. Oder ist Er nicht der souveräne Gott?

 

Doch, das ist Er. Und dennoch hat Er sich entschieden, Kinder jungen Eltern anzuvertrauen. Das hat Er mit Sicherheit nicht getan, damit diese ihre Kinder sofort wieder abgeben.

 

Wie spricht Gott von der Mutterliebe? „Wie einen, den seine Mutter tröstet, so werde ich euch trösten; und in Jerusalem sollt ihr getröstet werden“ (Jes 66,13). Wie kann ich mein Kind trösten, wenn ich „auf der Arbeit“ bin, mein Kind aber in der Kita?

 

Paulus spricht von der nährenden Frau, die ihre eigenen Kinder pflegt (1. Thes 2,7). Wie kann ich mein Kind nähren, wenn es den ganzen Tag von anderen gepflegt wird? Es ist unmöglich.

 

Wenn wir uns mehr an das halten würden, was Gott sagt, würde es den Kindern, den Müttern, den Familien, der Gesellschaft und auch der Versammlung Gottes auf der Erde besser gehen. Kein Zweifel!

 

„Damit sie die jungen Frauen unterweisen, ihre Männer zu lieben, ihre Kinder zu lieben, besonnen, keusch, mit häuslichen Arbeiten beschäftigt, gütig, den eigenen Männern untergeordnet zu sein, damit das Wort Gottes nicht verlästert werde“ (Tit 2,4.5).