22.11.2015Matthäus | Persönlicher Glaube

Neues und Altes

Nachdem der Herr Jesus die sieben Gleichnisse von Matthäus 13 seinen Jüngern gesagt und teilweise erklärt hat - wobei wir nicht entscheiden können, ob sie alle zur gleichen Zeit gesprochen wurden -, wendet Er sich noch einmal an seine Jünger: „Habt ihr dies alles verstanden-" Hier offenbart sich der Herr Jesus als vollkommener Lehrer. Er möchte seine Jünger nicht einfach mit ihren Fragen allein lassen, sondern gibt ihnen noch einmal die Möglichkeit, Unklarheiten zu benennen.

Die Antwort der Jünger überrascht: „Ja." Wir können heute angesichts mancher Äußerungen der Jünger sagen, dass sie bei weitem nicht alles verstanden hatten. Aber das war ihnen nicht bewusst. So können sie mit einem guten Gewissen „ja" antworten. Der Herr rügt ihre naive Antwort auch nicht. Wir sollten für uns jedoch lernen, mit Vorsicht zu sagen, wir hätten „dies alles verstanden". Wie viele Fragen bleiben bei uns offen! Es gibt noch viel Raum für geistliches Wachstum. Hinzu kommt, dass gerade im Blick auf diese Abschnitte so begabte Brüder wie Darby, Kelly, Hocking, Grant, Ridout, Gaebelein usw. unterschiedliche Auffassungen zu diesen Versen haben. Das macht uns zurückhaltend, zu denken, wir hätten alles verstanden.

Der Herr Jesus erläutert nun mit einem letzten Vergleich die Art und Weise seiner Belehrung in den sieben Gleichnissen. Er verbindet sich in diesen beiden Versen in erstaunlicher Weise mit denen, die Ihm nachfolgten. Er ist der große Schriftgelehrte. Aber „jeder Schriftgelehrte", der sich von dem Herrn Jesus belehren lässt, tut es Ihm gleich. Es reicht dazu nicht, Schriftgelehrter genannt zu werden. Davon gab es manche in der Zeit, als unser Herr hier auf der Erde lebte. Aber diese meint Er gerade nicht.