17.07.2015Versammlung / Gemeinde | Persönlicher Glaube

Käßmann: Die „Homo-Ehe“ kann christlich begründet werden – wirklich???

In den Bibelstellen, die Homosexualität verurteilen, ginge es lediglich um eine Mahnung zu verantwortlicher Sexualität, so Käßmann weiter. Gemeint seien nicht Paare, „die einander ein Jawort geben, zueinander stehen wollen in guten und in schweren Zeiten ein Leben lang". Das sei zu biblischen Zeiten gar nicht vorstellbar gewesen. Dass homosexuelle Paare eine Ehe eingehen wollten, sei ein Zeichen dafür, dass sie der Ehe viel zutrauen, „es stärkt geradezu den Wert der Ehe als Institution". „Wenn zwei sich lieben und aus dieser Liebe heraus heiraten wollen, sich binden, füreinander einstehen, wer will das einschränken oder gar verurteilen?"

 

Das sagt die „Kirche" Martin Luthers heute.

 

Was sagt die Bibel dazu?

 

„Denn Gottes Zorn wird vom Himmel her offenbart über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit in Ungerechtigkeit besitzen ... Darum hat Gott sie hingegeben in den Begierden ihrer Herzen zur Unreinheit, ihre Leiber untereinander zu schänden; die die Wahrheit Gottes mit der Lüge vertauscht und dem Geschöpf Verehrung und Dienst dargebracht haben anstatt dem Schöpfer, der gepriesen ist in Ewigkeit. Amen. Deswegen hat Gott sie hingegeben in schändliche Leidenschaften; denn sowohl ihre Frauen haben den natürlichen Verkehr mit dem widernatürlichen vertauscht, als auch ebenso die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen haben und in ihrer Wollust zueinander entbrannt sind, indem sie, Männer mit Männern, Schande trieben und den gebührenden Lohn ihrer Verirrung an sich selbst empfingen. Und weil sie es nicht für gut befanden, Gott in Erkenntnis zu haben, hat Gott sie hingegeben in einen verworfenen Sinn zu tun, was sich nicht geziemt" (Römer 1,18-32).

 

Die Kirche sagt: Man kann die Homo-Ehe christlich begründen. Gott sagt: Das Ausleben von Homosexualität ist Sünde, ist fleischliche Begierde und ist die Strafe Gottes dafür, dass man sich von Ihm abgewandt hat, wie Er sich in der Schöpfung (und wir dürfen sagen: in Gottes Wort) offenbart hat.

 

Kein Wunder, dass die evangelische Kirche die Homo-Ehe zulässt. Sie merkt nicht, dass es auch für sie ein Gericht Gottes ist, weil sie selbst sich abgewendet hat von Gott, wie Er sich in Christus offenbart hat..

 

Der amtierende EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm beweist das mit seinen Äußerungen. „Für mich ergibt sich aus zentralen biblischen Geboten der Impuls zu einer Öffnung der Kirche gegenüber gleichgeschlechtlichen Partnerschaften." Das Liebesgebot Jesu und seine Goldene Regel („Alles, was ihr wollt, das euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch") seien Grundorientierungen, die zur Überwindung von Diskriminierung jeder Art ermutigten. „Sie wiegen für mich schwerer als einzelne Bibelstellen, die Homosexualität kritisieren", so der Theologe.

 

Mit anderen Worten: Wir in der Kirche wissen, was richtig ist. Lasst Gott reden, wie Er will. Einzelne seiner Aussagen sollte man nicht ernst nehmen, als ob sie „nur" von Gott kommen.

 

Eines haben diese Vertreter der EKD übersehen: „Irrt euch nicht, Gott lässt sich nicht spotten! Denn was irgend ein Mensch sät, das wird er auch ernten" (Galater 6,7). Wie sagte der Herr Jesus schon vor fast 2.000 Jahren über diese Kirche: „Ich kenne deine Werke, dass du den Namen hast, dass du lebst, und du bist tot" (Off 3,1). Eine solche Kirche kann man nur „tot" nennen.

 

Kann man in einer solchen christuslosen Kirche bleiben, die Gottes Aussagen bewusst und ausdrücklich zur Seite schiebt? „Geht aus ihr hinaus, mein Volk, damit ihr nicht ihrer Sünden teilhaftig werdet und damit ihr nicht empfangt von ihren Plagen" (Off 18,4).