05.05.2003 Persönlicher Glaube | Jesus Christus / Gott

Plötzlich passiert es - und man hat nicht damit gerechnet

Nicht jeder von uns ist sofort auf der Höhe Hiobs, der sagen konnte: „Da stand Hiob auf und zerriss sein Gewand und schor sein Haupt; und er fiel zur Erde nieder und betete an. Und er sprach: Nackt bin ich aus meiner Mutter Leibe gekommen, und nackt werde ich dahin zurückkehren; Jahwe hat gegeben, und Jahwe hat genommen, der Name Jahwes sei gepriesen! Bei diesem allem sündigte Hiob nicht und schrieb Gott nichts Ungereimtes zu."

Hiob war ein besonderer Mann - und ist ein Vorbild für uns

Sicher war Hiob ein ganz besonderer Mann Gottes. Aber es gibt wohl heute kaum jemanden, der das erlebt, was Hiob seinerzeit mitmachen musste. Und doch können wir von seiner Haltung lernen. Er wusste wohl kaum etwas von der Szene, die im Hintergrund ablief und die Gott uns heute durch das Buch Hiob enthüllt. Wir dürfen wissen, dass Gott im Hintergrund wirkte und zuließ, dass der Satan, der Teufel, sich an Hiob verging. Wie großartig, dass Satan Hiob nicht zum Sündigen führen konnte. Überhaupt nicht. Er musste trotz schlimmster Gewalttaten an Hiob beschämt und unverrichteter Dinge wieder von dannen gehen. Welch ein Triumph der Gnade Gottes über den Teufel. Und welch ein Triumph eines Mannes Gottes, der sich ganz auf Gott stützte.

Natürlich ist auch wahr, dass die Geschichte von Hiob nicht mit Kapitel 2 abgeschlossen ist. Denn Gott hatte noch etwas mit Hiob vor. Und auch Gott kam mit ihm zum Ziel. Wie gut, dass wir nicht im vorhinein wissen, was Gott genau mit uns vorhat. Wahrscheinlich würden wir vor lauter Angst keine Freude mehr am Leben haben. Aber das will Gott nicht. Auch nicht an schweren Tagen. Das heißt nicht, dass wir echte Schwierigkeiten im Leben von Gläubigen klein reden wollen. Denn Gott nennt solche Probleme auch beim Namen. Und wenn jemand schwer krank wird, wenn ein anderes Unglück seine Familie befällt, wenn er vielleicht seine Arbeitsstelle verliert, wenn sein Besitz verloren geht, wenn er in seiner Familie oder innerhalb des Geschwisterkreises mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen hat: Das alles ist nicht leicht zu verkraften.

Erkennst Du die Hand Gottes in diesen Umständen?

Aber als Christen haben wir den Vorzug, dass wir alles aus der Hand Gottes nehmen dürfen. Leicht? Oftmals nicht. Aber wenn wir hinter den Kulissen die Hand Gottes erkennen, dann fällt es uns leichter, echte Nöte anzunehmen, als wenn wir alles als puren oder teilweisen Zufall betrachten, der uns trifft. Natürlich wird man sich dann auch fragen, was einem diese Nöte zu sagen haben. Und doch, wie gut zu wissen, dass unser Gott ein Heiland-Gott voller Gnade und Barmherzigkeit ist.

Auf viele „warum-Fragen" gibt es hier und heute keine Antwort. Auf andere schon jetzt. Schon oft ist darauf hingewiesen worden, dass es besser ist, nach dem „wozu" zu fragen. Auch das ist nicht immer leicht. Aber es hilft, die Perspektive des Himmels einzunehmen. Und ein Blick nach oben ist immer besser als ein Blick in sich hinein oder gar keinen Blick für den Herrn zu haben.

Du bist in SEINER Hand

Es geht um ein Thema, bei dem man relativ leicht theoretisch argumentieren kann. Erst wenn es an uns selbst geht, verstehen wir, was es wirklich heißt, in der Hand Gottes zu sein.