30.01.2015Persönlicher Glaube

Darf man in Deutschland noch die Wahrheit sagen?

In Deutschland gibt es Meinungsfreiheit. Nur Christen und Menschen, die an den Gott der Bibel und an den Schöpfer-Gott glauben, müssen schweigen. Wir müssen zunehmend damit rechnen, dass wir Daniel-Erfahrungen machen. Um den Propheten Daniel zu Fall zu bringen, wurde ein Gesetz verabschiedet, das ihm das Beten zu Gott verbot. Der Regent Darius, angetrieben von bösen Menschen, ließ sich dazu hinreißen, sich zwischen Gott und das Gewissen des Menschen zu stellen. Aber er erlebte, dass sich Gott auf die Seite seines Dieners stellte. Öffentlich!

 

Damit können wir heute nicht rechnen. Denn diese Art von Wunder hat Gott nur zu ganz bestimmten Anlässen vollbracht. Aber wie Daniel dürfen wir nicht zulassen, dass sich jemand zwischen Gott und unser Gewissen stellt. Gott wird uns belohnen, wenn wir zu Ihm und seinem Wort stehen.

 

Ist der Gott des Islam derselbe Gott, der sich in Jesus Christus offenbart hat? Eindeutig nein! Denn der Gott, über den der „Prophet" Mohammed sprach, hat keinen Sohn. Jesus wird von Muslimen als Prophet und Mensch akzeptiert, nicht aber als Gott, der Sohn. Die Bibel aber zeigt uns einen ganz anderen Jesus. Er ist der ewige Gott (1. Joh 5,20), der Mensch wurde und als Mensch auf dieser Erde gelebt hat (Joh 1,14; die Evangelien). In der Bibel also lernen wir ausdrücklich, dass Gott einer ist und zugleich drei Personen „ist": Vater, Sohn, Heiliger Geist (Mt 28,19).

 

Stehen wir als Christen noch dazu? Und stehen wir dazu, dass der Islam Götzendienst ist? Warum können wir das sagen, ja müssen wir das auf der Grundlage der Bibel sagen? Weil Gott in der Bibel ausdrücklich darauf besteht, dass Er einer ist, ein Jahwe (5. Mo 6,4). Er ist einzig und allein derjenige, dem der Name Herr, Jahwe, zukommt (vgl. Sach 14,9).

 

Wenn aber der Gott des Islam keinen Sohn hat und daher ein ANDERER Gott ist, muss er ein falscher Gott sein, ein Götze. Genau das nennt Gottes Wort immer wieder Götze und Götzendienst. Vielfach wurde das Volk Israel davor gewarnt, Götzen anzubeten und nachzugehen (vgl. z.B. 3. Mo 19,4; 26,1 usw.).

 

Paulus scheute sich nicht, das öffentlich auf dem Areopag in Athen auch zu verkündigen (vgl. Apg 17,16-34). Stehen wir heute noch zu dieser grundlegenden, essentiellen Wahrheit? Oder schweigen wir aus Angst davor, sogar in Deutschland verfolgt und vor Gericht gestellt zu werden? Das ist nichts anderes, als Gott und seinen Sohn, Jesus Christus, zu verleugnen. Haben wir vergessen, was Petrus getan hat?

 

Ein evangelischer Pastor einer Kirche in Bremen hat nun „gewagt", in einer Predigt zu sagen: „Es gibt nur einen wahren Gott. Wir können keine Gemeinsamkeit mit dem Islam haben. Das ist Sünde. Das darf nicht sein. Davon müssen wir uns reinigen. Der Islam gehört nicht zu Deutschland." Der Pastor ermahnte Christen auch, Buddha-Figuren aus ihren Wohnungen zu verbannen.1 Leider gab es innerhalb der Predigt Äußerungen, die in der Form nicht gut und hilfreich waren und daher diese klare Botschaft konterkarieren könnten und Anlass für berechtigte Kritik werden. Damit wird der Inhalt der genannten Punkte nicht verkehrt, aber er wird ein Stück weit entwertet.

 

Aufgrund dieser Äußerungen, die in vollkommenem Einklang mit dem Wort Gottes stehen, wurde ihm vorgeworfen, er sei ein Hassprediger wie islamistische Hassprediger. Selbstverständlich wurde er sofort in die fundamentalistische Ecke gestellt. Auch die Bremische Evangelische Kirche stellte sich gegen diesen Mann Gottes, eigentlich einen der ihren, und sprach von einer Hasspredigt. Man sprach von geistiger Brandstiftung. Was würde sich der Apostel Paulus wohl in dieser Kirche, die einmal von Martin Luther „gegründet" wurde, anhören müssen? Er würde von ihr ausgestoßen werden - kein Zweifel. Denn wenn man nicht mehr das sagen darf, was in der Bibel steht, was ist dann von dieser „Kirche" eigentlich noch übrig geblieben?

 

Man fragt sich, wie dieser Pastor mit seinen Positionen - er lehnt erstaunlicherweise und mit Recht beispielsweise ab, dass Frauen Pastorinnen sein können und in der Kirche predigen dürfen - noch in dieser antichristlichen Kirche bleiben kann. Aber wir sind dankbar für seinen Mut, noch für die Wahrheit einzutreten. Darin kann er uns nur Vorbild sein. Möge Gott ihm weiter den Mut und die Standfestigkeit geben, in diesen Punkten zu Gottes Wort und zu Gott selbst zu stehen, wo die Evangelische Kirche wieder einmal aufs Neue bewiesen hat, dass Gott und sein Wort für sie nicht mehr zählen. Und möge Gott, unser Vater, und sein Sohn, Jesus Christus, ihn dahin bringen, auch seine kirchliche Position zu überprüfen. Kann er noch Gemeinschaft pflegen mit solchen, die sich mit Götzendienst verbinden?

 

Vor allem aber: Schenke Gott uns die Treue zu Ihm und zu seinem Wort, überall da, wo Er uns hingestellt hat, von Ihm, von seinem Sohn Jesus Christus zu zeugen, auch wenn es uns Anfeindung bringt. Das tolerante Deutschland ist nur solange tolerant, wie man seine liberale Auffassung predigt. Dem dürfen wir uns als Christen nicht anpassen! Um des Namens unseres Herrn willen.


Fußnoten:

1 Leider gab es innerhalb der Predigt Äußerungen, die in der Form nicht gut und hilfreich waren und daher diese klare Botschaft konterkarieren könnten und Anlass für berechtigte Kritik werden. Damit wird der Inhalt der genannten Punkte nicht verkehrt, aber er wird ein Stück weit entwertet.