12.04.2015 Matthäus | Persönlicher Glaube

Unterschiedliches Fruchtbringen

Warum gibt es diese Unterschiede im Fruchtbringen? Der Herr zeichnet hier kein theoretisches Bild. Denn in der Praxis des Lebens gibt es vielleicht einen unter 1.000, der sein Leben ganz in den Dienst des Herrn stellt (gibt es das überhaupt?). Andere haben die richtige Lebensausrichtung und versagen doch immer wieder darin, alles das wegzutun, was ein Hindernis für den Sämann ist, Frucht zu bewirken. Und dann gibt es solche, die noch viel von ihrem alten Ich wirken lassen. Aber selbst diese bringen Frucht - und darum geht es dem Herrn an dieser Stelle. Dennoch macht Er deutlich, dass es selbst bei denen, die gute Frucht hervorbringen, manche Hinderungsgründe für das Wirken des Geistes Gottes gibt.

Matthäus spricht von der Entwicklung des Königreichs. Dieses nahm einen guten Anfang, als Christus in Vollkommenheit säte und am Anfang Tausende von Menschen zum lebendigen Glauben kamen. Aber nach und nach kam mehr und mehr Böses mit hinein, wie wir später sehen werden. So ist die Frucht abnehmend. Matthäus beschäftigt sich also an dieser Stelle weniger mit der Einzelperson als mit der grundsätzlichen Entwicklung dieses Königreichs.

Markus stellt uns die Belehrung für Diener vor. Ein Diener versteht am Anfang nur wenig. Aber er wächst in seinem Dienst, um mehr und mehr zuzunehmen. So ist das Ziel für einen Diener immer, mehr zu verstehen und in wachsender Treue zu dienen. Das wird durch das zunehmende Fruchtbringen angedeutet. Bei Lukas ist es Gott selbst, der sein Wort (das Wort Gottes) in das Herz einpflanzt. In seinem Evangelium steht die Gnade Gottes im Vordergrund. So gibt es keine Unterscheidung in der Qualität und Quantität des Fruchtbringens. Es handelt sich um ein jederzeit vollkommenes und vollständiges Werk.