17.11.2014Persönlicher Glaube

Flagge zeigen (FMN)

Die Flagge Tyrus'

Dieser Artikel soll zum Nachdenken bringen, wofür wir - an unseren Autos 1 überhaupt ist es sicher gut, wenn wir als Christen nicht allzu gedankenlos mit bedruckten Gegenständen (Taschen, T-Shirts etc.) herumlaufen, sondern uns fragen, welche „Botschaft“ wir damit weitergeben. - Flagge zeigen. Flagge - das ist tatsächlich eine Sache, die wir schon in der Bibel finden. Im Propheten Hesekiel lesen wir einmal davon, dass ein Schiff eine Flagge trug: „Byssus in Buntwirkerei aus Ägypten war dein Segel, um dir als Flagge zu dienen; blauer und roter Purpur von den Inseln Elischas war dein Zeltdach" (Hes 27,7).

Es geht in diesen Versen um die Beschreibung des Reichtums von Tyrus. Diese eigentlich kleine Stadt war zur Zeit Hesekiels die mächtigste phönizische Handelsstadt. Sie und ihre Entwicklung werden mit einem großartigen Schiff verglichen, auf dem ein Segel als Flagge sozusagen gehisst wurde und von ihrem Reichtum zeugte. Somit ist diese Flagge ein Symbol der Herkunft und des Charakters dieser Stadt.

 

Das Banner (Fahne, Flagge) Israels

Auch das Volk Israel hatte eine Flagge. Sie wird „ihr Banner" genannt. Dieses ist eine spezielle Form der Flagge und mit einem Hoheitszeichen bzw. Wappen versehen, das von dem Herrschaftsgebiet oder einem Herrscher (Adligen) zeugte.

Im Blick auf das Volk Israel lesen wir ganz am Anfang der Wüstenreise: „Und Mose baute einen Altar und gab ihm den Namen: ‚Der Herr, mein Banner!'" (2. Mo 17,15). David spricht später in einem seiner Psalmen ebenfalls von dieser Flagge: „Jubeln wollen wir über deine Rettung und im Namen unseres Gottes das Banner erheben" (Ps 20,6). Mose und David machten damit deutlich, dass sie zu Gott, ihrem Herrn, gehörten. Er machte den Wert des Volkes aus - sie waren sein Eigentum. In 4. Mose 2 lesen wir zudem, dass jede Abteilung von jeweils drei Stämmen des Volkes Israel ein Panier hatte. So zeigte jeder Stamm seine Zugehörigkeit zum Volk Israel und zu einem Unterbereich des Volkes. Als Erlöste sollten wir auch deutlich zeigen, dass wir zum Volk Gottes, der Versammlung (Gemeinde) gehören.

 

Flagge zur Fußball-WM

Anlässlich der letzten Fußball-Weltmeisterschaften sah man an vielen Autos eine Deutschland-Flagge. Manche hatten auf ihre Außenspiegel Deutschland-Banner gezogen. Noch weitere, ähnliche Schwarz-Rot-Gold-Utensilien befanden sich an den Fahrzeugen - von Aufklebern deutscher Bundesliga-Vereine ganz zu schweigen, die man immer wieder an Autos, Taschen und in Zimmern sieht.

Mit der Frage, wie das zu bewerten ist, will ich mich an dieser Stelle nicht weiter beschäftigen. Denn es soll in diesem Artikel um eine positive Fragestellung gehen: Die Fußball-WM ist längst vorbei - und die im Juni 2014 geschmückten Autos tragen jetzt keine Banner mehr.

 

Das Evangelium als „Flagge"

Als Christen sind wir keine „Fans" der christlichen Botschaft, schon gar nicht von Jesus Christus. Wir sind seine Jünger, seine Schüler, seine Nachfolger, seine Erlösten. Aber haben wir als solche keine Botschaft zu verbreiten?

Hier gilt es zunächst, unser Leben so zu führen, dass es eine gute Botschaft für unseren Retter ist. „Ob ihr nun esst oder trinkt oder irgendetwas tut, tut alles zur Ehre Gottes" (1. Kor 10,31). „Von euch ist offenbar, dass ihr ein Brief Christi seid" (2. Kor 3,3). „Ihr werdet meine Zeugen sein, ... bis an das Ende der Erde" (Apg 1,8).

 

Die Flagge am Auto

Wer die Freiheit hat, sich eine Flagge ans Auto zu hängen, wird sicher auch den Mut aufbringen, eine Botschaft des Glaubens und des Evangeliums an seinem Fahrzeug zu haben. Oder? Das darf natürlich nicht zu einer reinen Form werden.

Es gibt Aufkleber wie: „Wer Jesus hat, hat das Leben." Ein solches Schild kann man zum Beispiel hier erhalten: http://dasleben.info/contact/

Man kann auch einen evangelistischen Bibelspruch auf der Rückseite anbringen. Zum Beispiel: „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigartigen 2 eingborenen, einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe" (Joh 3,16). Ohne Werbung betreiben zu wollen: Entsprechende Aufkleber kann man zum Beispiel hier erhalten: www.AufkleberDealer.de - Wichtig ist, dass die Buchstaben groß genug sind, um vom nachfolgenden KFZ-Fahrer gelesen werden zu können.

Inzwischen gibt es auch Magnetaufkleber mit einem solchen Bibelvers. Man kann sie an einer Seite des Autos anbringen. Auch Fußgänger bleiben stehen und lesen diese Bibelverse. Die Verantwortlichen für diese Magnetschilder sind übrigens gläubig www.druckmaxx.de

 

Voraussetzung

Natürlich kann man nicht fahren, wie man will, wenn man ein solches Schild auf dem Auto hat. Damit würde man die Botschaft geradezu zerstören. Aber auch ohne Aufkleber kann ich ja als Christ nicht wie ein Verrückter fahren. Oder?

Vielleicht bewahrt uns ein solches Schild auch gelegentlich vor einer falschen Fahrweise ...

Es gehört sicher Mut dazu, sich auch auf diese Weise zum christlichen Glauben zu bekennen. Niemand muss ein schlechtes Gewissen haben, der diesen Weg des Glaubenszeugnisses für sich persönlich als nicht richtig ansieht. Wer aber die Freiheit hat, für andere Dinge „an seinem Auto" zu „werben", der sollte sich die Frage stellen, ob es nicht nützlich und zielführend ist, in erster Linie von seinem christlichen Glauben zu sprechen. So kann unser Auto zu einem Anstoß zur Bekehrung von Menschen werden.

Es ist etwas Schönes, für den Herrn Jesus Zeugnis abzulegen. Das wird das eine oder andere Mal Widerstand hervorrufen. Wir tun es für unseren Retter und Meister - das macht diesen Dienst so wertvoll.

Folge mir nach - Heft 11/2014

 

 


Fußnoten:

1 überhaupt ist es sicher gut, wenn wir als Christen nicht allzu gedankenlos mit bedruckten Gegenständen (Taschen, T-Shirts etc.) herumlaufen, sondern uns fragen, welche „Botschaft“ wir damit weitergeben.

2 eingborenen, einzigen