05.05.2003 Persönlicher Glaube | 1. Timotheus

Glaube und ein gutes Gewissen

"Ein reines Gewissen" und "ungeheuchelter Glaube" sind zwei große moralische Wesenszüge, die jeder besitzen muss, der sich als wahrer "Mensch Gottes" in dunklen und bösen Tagen erweisen will. Das erstere steht in allem in unmittelbarer Beziehung zu dem lebendigen und wahren Gott, während der Glaube alle seine Quellen in Ihm findet. Ein reines Gewissen lässt uns vor Gott wandeln, und ungeheuchelter Glaube befähigt uns, mit Ihm zu wandeln. Beide zusammen sind unentbehrlich für die Bildung des Charakters des wahren Menschen Gottes.

Man kann nicht hoch genug veranschlagen, wie wichtig es für uns ist, in allen unseren Wegen ein reines Gewissen vor Gott zu bewahren. Dieses führt uns dahin, alles mit Gott in Beziehung zu setzen. Es bewahrt uns davor, durch jede Woge oder Strömung menschlicher Meinung hin- und hergeworfen zu werden. Es verleiht dem ganzen Lebenslauf und dem Charakter Beständigkeit und Konsequenz. Uns allen droht die Gefahr, dass wir unter menschlichen Einfluss geraten - dass wir unseren Weg nach den Gedanken unserer Mitmenschen einrichten.

Diese Qualitäten bilden die Grundlage des gesamten Gebäudes praktischer Gottseligkeit, die den wahren Menschen Gottes stets kennzeichnen muss.